Der Streifenreifen
Abgesehen von andersfarbigen Flanken oder Schriftzügen war bei der individuellen Gestaltung von Pneus nicht viel los. Klar, in erster Linie sollte der profilierte Gummi das Auto sicher auf der Strasse halten und nicht verzieren. Dafür waren die Raddeckel zuständig. Trotzdem wäre es sicher möglich gewesen, etwas mehr Abwechslung ins gleichförmige Rund zu bringen.
Anfang der Fünfzigerjahre hat "General Tire" einen zaghaften Versuch in diese Richtung unternommen. Statt mit der üblichen, flächigen Weisswand war ihr "Super-Squeegee" auch als "Whiteway" mit neun dünnen Ringen um die Felge zu haben. Damit hätte er besonders gut zu den Pontiac-Modellen jener Jahre und ihrem geriffelten "Silberstreif" auf der Motorhaube gepasst.
Durchgesetzt hat sich die Idee der individualisierten Reifenflanke aber leider nicht. Dabei hätte man sie genauso zum Fahrzeug passend gestalten können wie eine Kühlerfigur. Zum Beispiel in Fahrtrichtung rotierende Winkel auf einem Citroën. Das Phenakistiskop eines galoppierenden Pferdes am Ford Mustang. Oder eine Stuckbordüre für den BMW "Barockengel".


























