200/20/40 D – Der Multibenz
Mercedesfahrer spielen ja seit jeher gerne mit den Modellschriftzügen auf ihren Autos. Sei es der humorvolle Tiefstapler, der seinen 500 E als 200 D tarnt, um sich einen Spass mit siegessicheren Autobahndränglern zu erlauben; oder der sparsame Träumer, der auf seinen 230 E einen grossen AMG-Schriftzug klebt, weil die Vernunft beim Autokauf doch gesiegt hat.
Eine gänzlich neue Spielart der Schriftzugrochade zeigt dieses Daimler-Werksfoto von 1973. Nach alter Schulmethode schriftlich addiert ergäbe sich ein mächtiger 660 D. Oder handelt es sich doch eher um ein frühes Erprobungsfahrzeug mit Zylinderabschaltung? Bei Teillast wird der 240 D einfach zum 220 D und bei konstanter Fahrt schliesslich zum 200 D.
Wahrscheinlich ist die Sache aber viel simpler. Weil sich die drei Dieseltypen der Baureihe W 115 äusserlich nur durch die Zahl am Heck unterscheiden, klebte man einfach alle drei möglichen Varianten übereinander, um Zelluloid zu sparen.


























