Zubehör von MGA bis Z
Ein besonderer Reiz des Blätterns in alten Zeitschriften liegt ja in den Werbeanzeigen. Neben Typographie und Fotographie faszinieren oder amüsieren sie bisweilen auch durch die angebotenen Produkte. Aber auch die Wahl der Autos ist interessant, wenn sie nur als Staffage dienen und nicht selbst Gegenstand des Werbens sind. So steigt etwa der Vodkatrinker mit Lebensart aus einem Mercedes-Benz 300 SL Roadster, während der Trevirahosen-Träger deren wohlstandswampenfreundliche Elastizität lieber im Opel Rekord demonstriert. Da die Auswahl an Autotypen bereits um 1960 ziemlich gross war, sieht man selten ein Modell mehrmals in einem Heft.
Doch es gibt Ausnahmen: In der US-Zeitschrift Road & Track schien man sich Ende der Fünfzigerjahre agenturenübergreifend auf den MGA geeinigt zu haben. Innerhalb eines Jahrgangs ist der rundliche Roadster in 21 verschiedenen Werbeanzeigen abgebildet – Wiederholungen nicht mitgezählt – von denen allerdings nicht eine für den MGA selbst wirbt. Stattdessen versucht man mit seiner Hilfe Autoradios, Gepäckträger, Reiserechner, Motorenöle, Abgasanlagen, Kompressoren, Zusatz-Handschuhkästen, Holz-Armaturenbretter, zusätzliche Chromzier, Windabweiser, Feuerzeuge und weiteres nützliches und weniger nützliches Zubehör an den Automobilisten zu bringen.
Das hat MG freilich nicht davon abgehalten, zusätzlich zur ausstattungsoptimierten Allgegenwärtigkeit ihres Bestsellers noch ein paar Eigenanzeigen für den A zu schalten. Nicht, dass der fahrspassige und renntaugliche Roadster am Ende nur seines Zubehörs wegen gekauft wird.


























