Sportlich unterwegs im Sunbeam Rapier
Kaum (mehr) bekannt ist der Sunbeam Rapier in unseren Breitengraden. 1967 wurde er vorgestellt. Technisch basierte er auf der Kombiversion des Hillman Hunter. Ein 1,7-Liter-Motor mit Aluminium-Zylinderkopf entwickelte 88 PS, die per handgeschaltetes Vierganggetriebe (plus Overdrive) an die Hinterachse übertragen wurden.
Designmässig schien sich der Rapier am zu jener Zeit in Amerika produzierten Plymouth Barracuda zu orientieren, allerdings war er mindestens eine Nummer kleiner.
Mit über 165 km/h Höchstgeschwindigkeit und weniger als 14 Sekunden für den Sprint von 0 auf 100 km/h konnte man sich auch im Kreise anderer flotter Coupés sehen lassen. Die
Automobil Revue widmete dem englischen Coupé in der Nummer 26/1968 einen ganzseitigen Kurztest
und schloss diesen mit folgenden zusammenfassenden Worten ab:
“Das gegenüber dem bisherigen Rapier deutlich bessere, wenn auch nach wie vor orthodoxe Fahrwerk und das Air des englischen Klassewagens im Innern stempeln das Rootes-Modell als Fahrzeug für den zurückhaltenden Individualisten, der kein sehr grosses Fondabteil benötigt und dazu einerseits etwas nicht Alltägliches besitzen, anderseits aber auch nicht auffallen möchte, weder durch aussergewöhnliche Fahrweise noch durch deutlich gezeigten Snobismus.”
Richtig sportlich zu ging es mit dem Sunbeam Rapier H120. Dank leistungsgesteigertem Motor mit nun 108 PS war gut für 175 km/h und eine Beschleunigungszeit von 11 Sekunden in der 0-100-km/h-Disziplin. Diese Leistung wurde auch äusserlich durch breitere Räder, einen mattschwarzen Kühlergrill und einen im Kofferraumdeckel integrierten Spoiler dokumentiert.
Weniger auf Sport getrimmt, aber kaum langsamer war die parallel gebaute Limousine Sunbeam Sceptre, die in anderen Märkten auch unter Humber Sceptre angeboten wurde.
Die Bilder sind natürlich wie immer auch in hoher Auflösung im Zwischengas-Archiv abgelegt.


























