Im notdürftig reparierten Renault 16 durch Kamerun
Der historische Testbericht zum Renault 16 TX erinnerte mich an eine recht abenteuerliche Tour in Kamerun. Ich war dort, um einen Freund zu besuchen, und fand im Hinterhof einer Werkstatt einen R16, der aufgrund starker Korrosion am Unterboden und weiterer technischer Mängel aufgegeben worden war. Es handelte sich dabei um ein spätes R16-Modell mit Doppelvergaser, dessen Einstellung die lokalen Mechaniker überforderte.
Mittels Winkelprofilen eines alten Metallregals und aufgelegten Holzbrettern wurde der Unterboden “repariert” und der Fahrersitz wieder befestigt. Auch an der Technik waren einige Eingriffe nötig, aber dann lief der R16 wieder.
Nachdem ich ihn wieder flott gemacht hatte, trug der Wagen mich mehr als 1000 km durch den Nordwesten von Kamerun. Die genaue Distanz konnte aufgrund des fehlenden Tachos nur geschätzt werden. Unterwegs musste der Vergaser zweimal gereinigt und die festsitzende Bremse vorne links “stillgelegt” werden.
Durch die noch verbliebenen Lücken im Unterboden drang allerdings jede Menge Staub in den Innenraum und ich habe ausgesehen wie ein Mehlwurm. Aber wir hatten viel Spaß.

































