Als Sportwagen noch sportlich zu fahren waren und Geländewagen Starrachsen hatten
Ja, wir denken gerne an die Vergangenheit zurück, das ist für Leute, die alte Autos lieben, vermutlich selbstverständlich. Denn beim Fahren der Autos, die vor 30 oder 60 Jahren entstanden, schwingt wohl immer eine (leicht verklärende) Nostalgie mit, ganz nach dem Motto: Früher war (fast) alles besser.
Na ja, vielleicht war nicht alles besser, aber manches war viel eindeutiger und viel klarer. Ein Sportwagen zum Beispiel musste nicht auf Komfort ausgelegt sein, autonom fahren können oder automatisch schalten. Im Sportwagen von einst war Handarbeit und sogar etwas Muskelkraft gefragt, man musste ihm seinen Willen aufzwingen. Man musste ihn auch lieben, um ihm die Aufmerksamkeit zuzugestehen, die für ein sicheres Ankommen unabdingbar war.
Und Geländewagen, die waren vor allem dafür da, auch auf losem Untergrund vorwärts zu kommen, hohe Anhängelasten zu meistern und auch bei harten Arbeitseinsätzen zu überleben. Dafür boten Starrachsen und ein separates Chassis Gewähr, während Aerodynamik oder Komfort zweitrangig waren.
Wenn man also heute einen Oldtimer fährt, dann wird man zumindest mental in diese Zeiten zurückkatapultiert und das Fahren und Steuern wird wieder zur Hauptaufgabe bei voller Konzentration, während man das Versenden von SMS und das Herumtippen auf LCD-Displays gerne den Leuten in den modernen Fahrzeugen überlässt …

























