Über die Relativität des Oldtimer-Begriffes
Das Bild, gefunden auf dem Titelblatt eines Heftes “ADAC Motorwelt” aus dem Jahre 1958, regt zu Gedanken über die Relativität des “Oldtimerbegriffes” an.
Die blonde Dame im brandneuen und topmodernen BMW 507 blickt hinüber zur Besatzung eines rund 50 Jahre älteren Wagens aus der ersten Periode des Automobilbaues, wahrlich ein Oldtimer.
Gute 50 Jahre später ist für uns natürlich auch der 507ner zum edlen Oldtimer-Klassiker gereift, Fahrzeuge aus der Zeit vor 1900 sehen wir kaum mehr und wenn, dann auf einer Demonstrationsfahrt bei einem Anlass oder im Museum.
Bereits gestehen wir die Autos, die 1982 gebaut wurden, den Oldtimer-Status zu, also Fahrzeugen wie dem frühen VW Golf oder dem Mercedes 190E, welche vielleicht eben gerade aus dem Alltagsverkehr verschwunden sind. Und der eine oder andere mag sich fragen, ob ein Tesla, ein Fisker oder ein Dacia Logan wohl zum Oldtimer gereift sein wird, wenn wir dann das Jahr 2042 schreiben werden.
Man kann sich dies schwer vorstellen aus heutiger Perspektive, aber genauso irreal erschien das vermutlich auch unseren Vorfahren, sofern sie überhaupt über derartige Fragen nachdachten. Für die Dame auf dem Bild jedenfalls dürfte wohl der potentielle Zukunftsstatus Oldtimer für den BMW 507 das geringste ihrer Probleme gewesen sein ...























