Der Wert des Markenzeichens
Alle Augen waren über die letzten Tage auf die Versteigerungen im Umfeld der Rétromobile Paris gerichtet. Manche Sensation aber hatte wohl kaum jemand erwartet. Bei RM Sotheby's kam am Mittwoch (28. Januar 2026) eine Vespa LX 125 aus dem Jahr 2007 unter den Hammer.
Mit 542 km auf dem Tacho war sie kaum eingefahren, aber das alleine hätte wohl kaum einen Zuschlag bei EUR 66'000 oder einen Verkaufspreis von EUR 79'200 ermöglicht. Im Vergleich zum schon sehr hoch angesetzten Schätzwert (EUR 15'000 bis 20'000) übertraf die Vespa die Erwartungen immerhin um fast den Faktor 4.
Nein, es war das montierte “Cavallino rampante”, das den Unterschied machte. Die technisch unveränderte Vespa wurde damals nämlich als “Ferrari Edition” verkauft.
Sie unterschied sich von anderen Exemplaren des populären Rollers durch eine Lackierung in Ferrari-Rot, einen Sattel, der von Schedoni im typischen Sitzleder der Ferrari-Sportwagen eingekleidet worden war, und eben dem Rösschen vorne auf der Verkleidung. Nur sieben solche Spezialversionen sollen hergestellt worden sein.
Nun ja, einem Ferrari-Sammler war der neuwertige Roller offenbar viel Geld wert, aber mit wenigen Tausend Euro hätte man auch eine normale LX 125 von damals umlackieren und den Sattel mit edlem Leder einkleiden können. Aber dann wäre es halt nicht die offizielle “Ferrari Edition” gewesen. Vielleicht ist der Preis ja auch eine Folge der aktuellen “Enzo-mania”.
Wir bleiben dran (und werden in Kürze unseren vollständigen Rückblick zur Rétromobile Paris 2026 veröffentlichen) …


























