Skilift – mit dem Wankelmotor zum Start
Jetzt, da alle Medaillen an der Winterolympiade verteilt sind, zeigen wir Ihnen, wie auch Sie ihr Kind auf den nächsten Ski-Grossanlass vorbereiten können.
Pünktlich zu Weihnachten, am 24. Dezember 1934 wurde in der Schweiz am Bolgen in Davos der erste Bügellift der Welt eingeweiht. Die Idee dazu hatte ein Zürcher Ingenieur namens Ernst Gustav Constam und diesen Lift gibt es auch tatsächlich noch heute, wenn natürlich auch etwas modernisiert. Was aber hat das nun mit einem Oldtimer zu tun?
Neben den Motoren für berühmte Autos wie den NSU Spider oder später den Ro80 gab es noch ganz andere Bereiche, in denen Wankelmotoren ihren Einsatz fanden.
Die Firma Fichtel & Sachs baute zum Beispiel einen Wankelmotor für den Kleinskilift “Muli” für jedermann.
Je nach Steigung zwischen 30 bis 90 Prozent beförderte der leistungsfähige 8-PS-Wankelmotor 4 bis 10 Personen gleichzeitig.
Trotz dieser Leistungsfähigkeit konnte das Gewicht des gesamten Lifts durch den raumsparenden Wankelmotor und die gut durchdachte Konstruktion auf nur 45 kg beschränkt werden.
Drei handliche Gepäckstücke auf 3 Personen verteilt, machten nicht mehr Mühe als ein normales Marschgepäck.
Wobei der Motor dank seiner kompakten Form und eines festmontierten Traggestells bequem wie ein Rucksack getragen wurde. Der gefüllte Tank belastete dabei den Motorträger nicht, da er durch eine Schnellkupplung separat gehalten, in einem mitgelieferten Rucksack extra transportiert wird.
Durch die verblüffend einfache Konstruktion war die Montage des Liftes für jedermann kinderleicht und ohne Werkzeug und Verschraubungen in 15 Minuten erledigt.
Schon auf dem Rücken wurde das absolut standfeste Dreibeingestell eingesteckt und der hiermit bereits fertige Antriebsteil brauchte nur noch abgestellt zu werden. Bei der ersten Abfahrt wurde das Schleppseil gleich mitabgerollt und an der ebenfalls nur mit ein paar Handgriffen aufzustellenden Umlenkstation eingehängt.
Das Schleppseil wurde je nach Wunsch mit 100, 150, 200 und 250 Meter Schlepplänge geliefert. Auf Wunsch waren auch Sonderlängen lieferbar. Für das Einholen des Seiles bei der Demontage war kein langwieriges Kurbeln von Hand mehr notwendig, sondern das besorgte schnell und mühelos der Motor.
Für die Sicherheit sorgten der raffiniert einfache Schleppgriff, der sofort ausklinkte, wenn man ihn losliess, sowie die vor dem Antrieb angebrachte Stoppleine, die beim Durchfahren den Motor sofort stoppte.
Ausserdem waren die Laufteile durch ein festmontiertes Schutzgitter abgedeckt. Die Benutzung des Liftes war deshalb auch für Kinder ungefährlich.
Kinderleicht war auch die Inbetriebnahme: Nur den Anlasser betätigen und ohne weitere Bedienung (Gasgeben oder Kuppeln) lief der Lift vollautomatisch. Der äusserst geräuscharme Wankelmotor zog durch automatische Gasregelung auch bei schwankender Belastung gleichmässig und ruhig durch. Es konnten also alle fahren, ohne dass einer den Liftboy spielen musste.
Übrigens sollen Wankelfans in Australien auch noch ein Wasserski-Schleppgerät entdeckt haben.



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