Geht doch!
Noch ist der erste vollelektrische Ferrari nur als getarnter Versuchswagen gesehen worden. Die Bilder der Erlkönige lassen vermuten, dass der Ferrari Luce ein viertüriges E-SUV wird, also ein Auto, auf das die vereinigten Ferrari-Liebhaber innigst gewartet haben.
Ironie aus: Man kann nun die ganze Idee im Vornherein als nicht (Ferrari-)gesellschaftsfähig abtun und sich anderen Dingen widmen. Oder vielleicht gibt es auch einen Grund, sich ernsthaft auf den Luce zu freuen.
Denn die Ferrari-Konstrukteure haben einen bemerkenswerten Mut bei der Innenraumgestaltung bewiesen. Statt noch mehr Bildschirmdiagonalen, Touch-Funktionen und Geflimmer gibt es im Luce – Analoginstrumente! Dazu gesellt sich ein relativ bescheidener Bildschirm, über den kritischere Stimmen kommentiert haben, dies sehe aus wie das Armaturenbrett eines heutigen Kleinwagens. Ich sehe das nicht so. Denn was sie dabei vergessen, ist die zunehmende Einzigartigkeit, die eine solche Instrumentierung bedeutet.
Kleinwagen-Armaturenbrett? Die nüchterne Aufgeräumtheit wirkt verblüffend modern
Wie ich das schon bei anderen Gelegenheiten bemerkt habe, ist es nicht die Fülle der Funktionen, die ein gutes Auto ausmacht, sondern die Art und Weise, wie das, was da ist, sich präsentiert und funktioniert, ob die Dinge praxisgerecht sind und so gestaltet, dass sie einem beim Fahren unterstützen und nicht ablenken. Ferrari scheint da Lehren gezogen zu haben. Klar gibt es noch immer das berühmte Manettino, das Schalterchen am Lenkrad. Aber dieses sieht nicht aus wie von einer Spielkonsole, sondern wie von einem – Sportwagen!
Das sind richtige, analoge Anzeigen!
Ferrari ist damit eindeutig den teureren Weg gegangen mit dem Entschluss, die meisten Anzeigen wieder in ein eigenes Gehäuse zu stecken und Informationen des Autos an seine Insassen mittels Zeiger zu übermitteln. Dazu gibt es auch wieder richtige Kippschalter, solche, die bereits optisch verraten, wie sie zu bedienen sind, ohne viele Fragen zu provozieren.
Richtige Kippschalter statt eines verschmierten Bildschirms
So oder so, mich freuts, nur beim Antrieb des Familientauglichen E-Boliden aus Maranello bin ich mir noch nicht so sicher. Anderswo ist selten etwas wirklich besseres herausgekommen, wenn ein freudvoller Verbrenner einen Elektromotor beerben sollte. Wir werden sehen.
Mehr dazu gibt es auf der Ferrari-Website


























