Der Blazer mit dem Blitz
Falls es nach dem Opel Kadett E noch einen zweiten Beweis gebraucht hätte, dass General Motors seine Automarken nach dem Zufallsprinzip über die Märkte der Welt verteilte, er wäre auf dem Bild oben zu sehen: der Opel Blazer – die amerikanische Geländewagenkonstruktion, die ab 1996 unter dem deutschen Namen ausschliesslich auf dem indonesischen Markt angeboten wurde.
Natürlich war das recht primitiv überklebte Emblem nicht die einzige Veränderung gegenüber dem Original. Statt mit 4,3-Liter-V6 und Allradantrieb waren die im General-Motors-Werk Bekasi montierten Rechtslenker lediglich mit einem 2,2-Liter-Vierzylinder von Holden ausgerüstet, der ausschliesslich die Hinterräder antrieb. Erst zum Modelljahr 2000 kam der Sechszylinder nach Ostasien – als Chevrolet.
Etwa drei Jahre liefen beide Modelle parallel, ehe der Opel im September 2002 auch in Indoniesen vollends zum Chevrolet wurde. In Europa hatte General Motors – anders als bei Frontera oder Monterey – von Anfang an darauf verzichtet, ein ausländisches Modell mit einem einheimischen Namen zu versehen. Wer hierzulande beim freundlichen Opel-Händler einen Blazer bestellte, musste "Bowtie" statt Blitz tragen – oder sich ein Emblem aus Asien schicken lassen.


























