Das Bild hinter der Geschichte (2) – Man on the moon
6. April 2026 – Astronaut Jeremy Hansen macht ein Foto aus der Orion.
Man schrieb den 20. Juli im Jahr 1969, als die Apollo 11 als fünfte bemannte Raumfahrtmission erstmals auf dem Mond landete. Die drei Astronauten Neil Armstrong, Michael Collins und Edwin „Buzz“ Aldrin starteten am 16. Juli mit einer Saturn V-Rakete zu ihrer Mission. Während Collins im Raumschiff wartete, setzten Armstrong und Aldrin mit der Mondlandefähre „Eagle" auf dem Erdtrabanten auf. Exakt um 02:56,20 betrat Armstrong als erster Mensch den Mondboden – kurz vor Aldrin – und funkte zur Erde:
„Das ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein großer Sprung für die Menschheit!
22 Stunden später kehrten die beiden erfolgreich zum Komandoschiff zurück und die Kapsel wasserte wohlbehalten am 24. Juli im Pazifik.
Weltweit verfolgten rund 600 Millionen Menschen die damalige Live-Übertragung im TV. Ich erinnere mich noch gut, dass wir in jenem Jahr den ersten Farbfernseher – Marke „Körting“ – in unserem damals 3000-Seelen-Dorf besassen. Mehr Sandsturm als Mond war zu sehen, oft auch nur das damals bekannte Testbild. Trotzdem pilgerte praktisch das ganze Dorf abwechslungsweise in unsere gute Stube, um hoffentlich ein paar bunte Eindrücke vom Mond zu bekommen. Bruno Stanek war der damalige Mondspezialist und kommentierte bei Tag und Nacht.
Nun hat die "Artemis ll" in der Nacht auf Dienstag, den 7. April 2026, ganz ohne grosses Aufsehen und nach sagenhaften 57 Jahren mal wieder still und leise den Mond wenigstens umrundet. Um 00:43 Schweizer Zeit verschwand die Sonde für 40 Minuten auf einer Entfernung von 406'780 Kilometern (damit brachen sie den Rekord der Apollo 13 von 1970 mit 400'171km), ganz ohne jeglichen Funkkontakt zur Erde, hinter dem Mond.
Unzählige digitale Bilder von der Rückseite des Mondes wurden aufgenommen und sind schon im Netz aufgetaucht. 1969 machte „Buzz“ mit einer speziell für den Mond gebauten Hasselblad 6x6 die legendären analogen Bilder in einer bis heute unglaublichen Qualität. Kein Wunder gab es um die damalige Mondlandung viele Verschwörungstheorien. Die Landungen der Jahre 1969 bis 1972 hätten nie stattgefunden und sollen nachts in der Wüste Arizonas, sowie in Hollywood Studios inszeniert stattgefunden haben.
Als ich das Glück hatte, beim GP von Amerika in Austin 2012 „Buzz“ (96) persönlich zu treffen (er wurde mir sogar von Jackie Stewart vorgestellt), konnte ich mir die Frage über die ganze Wahrheit nicht verkneifen. Jackie lachte laut und Aldrin meinte, dass ich da sicher nicht der Einzige sei, doch er könne mir versichern, dass nur er von uns dreien den Mondboden unter seinen Füssen gehabt hätte… ok, da ist er mir etwas voraus, denn die Wüste Arizonas hatte ich während den Grand-Prix in Phoenix in den Jahren 1989 bis 1991 doch auch schon mal unter der Schuhsohle.
In meinen beiden Büchern „Inside Formel 1“ und "Inside Formel 1 Lap 2“ sind unzählige dieser Geschichten zu lesen und deren Bilder zu sehen. Ein paar deren, die es mit ihrer Geschichte nicht bis in die Bücher geschafft haben, werden nun künftig an dieser Stelle einen Platz finden.


























