Wieviele Gänge braucht der Mensch?
Anlässlich eines direkten Fahrvergleichs zwischen einem Austin-Healey 100 BN1 und einem BMW Z1 wurden wir mit einem Drei- und einem Fünfganggetriebe konfrontiert.
Tatsächlich reichen dem drehmomentstarken 2,7-Liter-Vierzylinder im Austin-Healey drei Vorwärtsgänge. Allerdings werden diese ergänzt durch einen elektrisch zuschaltbaren Overdrive, den man aber auf Landstrassen und solange man ständig das Tempo wechselt kaum benötigt.
Der BMW Z1 auf der anderen Seite verfügt über fünf Vorwärtsgänge und man ist froh, aus so vielen Fahrstufen auswählen zu können, denn ein Drehmomentwunder ist der Reihensechser aus München in der 2,5-Liter-170-PS-Variante nicht.
Wären sechs oder gar neun Gänge, wie sie moderne Automatik-Getriebe offerieren können, besser gewesen? Eigentlich kaum, zumindest nicht aus fahrerischer Sicht. Sowieso dürfte ein Automatik-Z1 deutlich weniger Fahrfreude bereiten als die Normalversion, bei der das Wechseln der Gänge eine pure Freude ist.
Mit dem Z1, aber auch mit dem Austin-Healey fährt man komplett anders als mit dem modernen Elektroauto, das nur noch über einen Gang (teilweise auch automatisch und kaum merkbar wechselnde zwei Gänge) verfügt. Aber selbst wenn Elektroautos heute wie von der Tarantel gestochen lospreschen und in jeder Lebenslage superdynamisch beschleunigen können, so machen die klassischen Handschalter einfach mehr Spass, denn hier kontrolliert man mit der Gangwahl nicht nur das Beschleunigungsvermögen, sondern eben auch die akustischen Lautäusserungen. Und hier sind Austin-Healey 100 und BMW Z1 fast nicht zu “toppen” …


_RM.jpg)






























