Markensterben
Es gehört zur Geschichte des Automobils, dass Marken kommen und gehen. Gegangen sind deutlich mehr Autohersteller und Marken, als geblieben sind. Und würden nicht in China aktuell ständig neue Anbieter auftauchen, würden wir wohl von einer arg geschrumpften Markenlandschaft sprechen.
Es kann selbst grosse Hersteller wie Chrysler oder Opel treffen, deren Zukunft aktuell intensiv diskutiert wird. Und auch Marken, die Epochales leisteten, wie Lancia oder Citroën. Wer hätte vor 20 oder 50 Jahren gedacht, dass diese Autohersteller einst um ihre Zukunft bangen würden?
Stellantis ist aktuell daran, ihr Markenportfolio neu auszurichten. Dabei sollen nur noch die vier Kernmarken Fiat, Peugeot, Jeep und RAM übrigbleiben. Andere Marken würden nicht unbedingt verschwinden, aber ihre Eigenständigkeit verlieren und regionale Rollen übernehmen, basierend auf den Technologieplattformen der Kernmarken.
Das hatten wir doch alles schon einmal, erinnern Sie sich? BMC vermarktete etwa den Austin/Morris 1100 auch als MG, Innocenti, Vanden Plas, Riley oder Wolseley. Überlebt haben dies weder die spezialisierten Kleinmarken noch die Mutterfirma. Und heute sind solche Marken nur noch Oldtimerenthusiasten ein Begriff, wenn man einmal von MG absieht. Aber auch die heutigen MG haben nichts mehr mit britischer Tradition zu tun, sondern sind chinesische Automobile mit und ohne Oktagon.

































