Alles anders - tout différent?
Wer regelmässig an die Rétromobile in Paris fährt, der muss sich dieses Jahr doch grundlegend umgewöhnen. Es hat sich einiges geändert. Das hat aber nichts damit zu tun, dass man dieses Jahr sogar einen ganzen Zug (von Bugatti, Bild oben) zeigen kann.
Geändert haben sich aber die genutzten Hallen. Die gewohnten Hallen 1 und 2 vorne, bei der Porte de Versailles werden 2026 anders verwendet, so dass die Rétromobile in die Hallen 7.1 bis 7.3 ausweichen muss. Wer während der Corona-Pandemie an der Rétromobile war, dem kommt dies wie ein Déja-Vu vor.
Die hinteren Hallen sind deutlich moderner und übereinanderliegend. Sie werden durch Rolltreppen verbunden. Oben sind die Edelhändler zu finden, die einmal mehr kaum zu übertreffende Portfolios an Autos nach Paris gekarrt haben.
Alleine die drei Talbot-Lago T26 mit Spezialkarosserien von Figoni et Falaschi, Saoutchik und Antem wären schon fast eine Fahrt nach Paris wert.
Aber kaum ist man um die Ecke gebogen, entdeckt man weitere Superlative.
Und auch dieses Jahr wird wieder fotografiert, was das Zeugs hergibt.
Es darf im Autopark auch farbenfroh zugehen.
Und auch Skurriles hat in den Auslagen Platz.
Frisch restauriert kann man den Aston Martin DBS, den George Lazenby als Bond im Film “Im Dienste Ihrer Majestät” gefahren ist, betrachten. Man hat ihn sogar auf Sand geparkt und im Hintergrund laufen Szenen aus dem Film. Toll gemacht!
So gesehen hat sich eigentlich doch nicht soviel geändert, auch Modelle gibt es wieder in grosser Zahl zu sehen.
Und natürlich nutzen auch die noch existierenden Autohersteller die Messe, um auf sich (und neue Modelle) aufmerksam zu machen. Vor Ort sind u.a. Skoda, VW, Porsche, Mazda, Peugeot, DS Automobile, Citroën, die Stellantis-Marken Fiat, Alfa Romeo und Opel und eben auch Honda mit verschiedenen Prelude-Varianten.
Auch die Restaurierer fehlen nicht. Die Clubs genauso wenig.
Ist also mit Ausnahme der neuen Hallen doch alles beim Alten geblieben? Nein, denn die Auktionslandschaft wurde in Paris tüchtig durcheinander gewirbelt. Artcurial musste die Hallen verlassen und versteigerte bereits gestern u.a. einen unrestaurierten Mercedes-Benz 300 SL Flügeltürer im Peninsula-Hotel, rund eine halbe Stunde von der Messe weg.
Der Zuschlag erfolgte bei EUR 3,8 Millionen, das dürfte Artcurial ein wenig darüber hinwegtrösten, dass nun Gooding Christie's das offizielle Auktionshaus der Messe ist und einen beträchtlichen Teil der untersten Halle 7.1 mit Auktionsautos bespielt.
Wer nun Angst hat, dass die Rétromobile wegen der Änderungen den französischen Touch verloren haben könnte, dem sei gesagt, dass davon genügend übrig geblieben ist. Und dazu gehören nicht nur die Schlangen bei den Eingängen …
Nun, noch ist die Rétromobile ja noch jung, bis am Sonntag, den 1. Februar 2026 ist sich für Besucher offen. Mal sehen, was wir noch alles entdecken …


























