Es war einmal … als man Batterien noch selber wechseln konnte
Wenn die Batterie bei meinen Autos in den Achtzigerjahren schlapp machte, dann gab es meist ein einfaches Prozedere. Entweder stand im Handbuch, welcher Batterietyp benötigt wurde, oder man las diese Werte auf der Batterie. Dann ging's in den Baumarkt, wo meist eine reichhaltige Auswahl an Batterien vorhanden war, legte einen zweistelligen Betrag auf den Tresen und wechselte die Batterie zuhause in wenigen Minuten aus. Grosse Mechaniker-Erfahrung oder -Kenntnisse waren dafür nicht nötig. Kaum war die neue Batterie angeschlossen, lief das Auto wieder wie zuvor.
Von dieser Einfachheit sind wir heute beim modernen Automobil weit entfernt. Nicht nur sind Starterbatterien viel grösser und teurer geworden, im Baumarkt findet man wohl nur noch selten ein passendes Modell. Dafür gibt es die Möglichkeit der Beschaffung online, wenn man weiss, wonach man sucht. Weil es inzwischen verschiedene Batterietypen gibt, sollte man hier keine Abkürzungen suchen. Es wird sogar abgeraten, die Batterie bei Autos mit Start-Stopp-Automatik selber zu wechseln. Wer es trotzdem versucht, sollte sicherstellen, dass die Bordelektrik auch dann mit Strom versorgt wird, wenn die Batterie abgeklemmt und gewechselt wird. Und selbst, wenn all dies gelingt, ist nicht sicher, dass das Auto die neue Batterie einfach so akzeptiert, in vielen Fällen muss sie dem Batteriemanagementsystem im Wagen zuerst mit einem Hilfsgerät gemeldet werden. Sicherlich findet man auch dazu Anleitungen im Internet, aber wirklich heimwerkerfreundlich ist das nicht mehr.
Ja, das war wirklich sehr viel einfacher (und kostengünstiger) vor 20 und mehr Jahren, der Preis für den Fortschritt?


























