Es muss nicht immer ein Typ 3 sein: der andere VW 1500
Argentinien war schon immer ein beliebtes Auswanderungsziel der Deutschen. Insofern war es nur eine Frage der Zeit, bis Volkswagen nach Brasilien und Mexiko seinen dritten Südamerika-Ableger gründete. Oder richtiger: übernahm. Denn die Vorarbeit hatte ab 1960 Chrysler Argentina geleistet, sodass sich die Wolfsburger im Mai 1980 nur noch ins gemachte Nest zu setzen brauchten.
Neben den Eigenkonstruktionen Golf und Käfer übernahm VW auch den in England konstruierten und seit 1971 in San Justo gebauten Dodge 1500 ins eigene Angebot. Seinen Namen durfte er vorerst behalten, lediglich ergänzt um einen Hinweis auf die neuen Hausherren aus Deutschland im Heckfenster. Erst mit der Modellpflege 1982 wurde er offiziell zum Volkswagen – was ihn zum einzigen jemals gebauten VW-Personenwagen in "Standardbauweise" macht.
Das englische Original – der Hillman Avenger – wurde da schon seit rund einem Jahr nicht mehr gebaut. In Argentinien, wo sie (im Gegensatz zum Heimatland) als robust und zuverlässig angesehen wurde, hielt sich die Konstruktion noch bis 1990. Erst 1994 erschien mit dem VW Pointer ein Nachfolger – auf Basis des Ford Escort.


























