Fahrspass entsteht durch – volle Konzentration
Castrol hat die Ergebnisse seiner Studie „Thrill of Driving“ veröffentlicht, mit der das Gefühl hinter dem „Fahrspaß“ ergründet wurde. Die Studie erforscht das Spektrum neurophysiologischer Einflüsse auf das Fahrerlebnis sowie die Bedeutung der Geschwindigkeit.
Für die Studie wurden die Teilnehmer mit speziellen Sensoren ausgestattet, die Gehirn-, Augen-, Herz- und Hautaktivität gemessen haben. Gefahren wurde Offroad, auf einer Kartbahn und einer Rennstrecke.
Festgestellt wurde, dass Fahrspaß aus dem Zusammenspiel dreier Schlüsselfaktoren entsteht: körperlich (intensiver Zustand geistiger und physischer Stimulation), kognitiv (starke gedankliche Fokussierung auf die Fahraufgabe) und emotional (Erkennen der genauen Balance zwischen Aufregung und Anspannung).
„Es gibt keinen einzelnen Messwert, der den Fahrspaß definiert, vielmehr entsteht er dort, wo verschiedene Faktoren verstärkt zusammenwirken“, kommentiert Dan Phillips, Mitbegründer und Direktor bei Brainbox Ltd.
Wenn einer dieser drei Faktoren ein Niveau überschreitet, das sich für den Fahrer noch beherrschbar anfühlt (dies variiert stark von Person zu Person), kann er von äußeren Reizen überwältigt werden, und das Erlebnis kippt vom Nervenkitzel in einen Zustand der Angst um.
Geschwindigkeit ist zwar einer von mehreren Faktoren, die den Nervenkitzel verstärken, aber kein primärer Einflussfaktor. Tatsächlich wurden die Kriterien für den Fahrspaß bei den Testpersonen während einer Kart-Session erfüllt.
Dabei waren die Höchstgeschwindigkeiten moderat, aber alle wesentlichen körperlichen, kognitiven und emotionalen Schwellenwerte wurden für den Fahrspaß erreicht. Fahrspaß entsteht damit vor allem durch die Konzentration auf das Fahren und das Fahrgeschehen.
Als besonders aufregend stach der Testdurchgang hervor, bei dem die Probanden einen McLaren Artura GT4-Rennwagen fuhren. Hier zeigte sich das höchste Maß an neuronaler und physischer Aktivierung, bei der die Testpersonen an der Grenze ihrer Leistungsfähigkeit agierten.
Die mit tiefer Konzentration verbundene Gehirnaktivität war am höchsten, die Wachsamkeit und das Engagement des Körpers waren gesteigert, und die Augenbewegungen zeigten intensive Konzentration.
Der Angstzustand zeigte sich am deutlichsten im Beifahrertest. Die Studie stellte vermehrt schnelle Beta-Gehirnwellen fest, die mit Stress und Angst in Verbindung stehen, während die mit Konzentration verbundene Theta- und die beruhigende Alpha-Aktivität abnahmen. Dies spiegelt ein Gehirn wider, das eher überfordert statt völlig fokussiert ist.

























