Samba kommt aus Frankreich
Wie genau sich der heute geläufige Name des in deutschem Verkaufsmaterial erst "Sonderausführung" und dann "Sondermodell" genannten Luxus-Kleinbusses erklärt, weiss nicht einmal VW mehr. Auch darüber, wann er erstmals in Umlauf gebracht wurde, herrscht Unklarheit. Oft wird eine Preisliste des niederländischen Importeurs "Pon's Automobielhandel" von 1954 als erste überlieferte Verwendung genannt.
Doch brachte Kollege Zufall jüngst Überraschendes ans Licht: Bereits in einem französischen Prospekt, der anlässlich des Pariser Salons 1952 ausgegeben wurde, wird der dreifarbige Luxuslaster als "Samba-Bus Spécial" bezeichnet. Allerdings blieb es bei diesem einen Anflug von lateinamerikanischer Tanznomenklatur. In folgenden Publikationen wurde der spezielle Rhythmusbus wieder zum "Huite-places de luxe" versachlicht.
Möglicherweise war der Gruss nach Brasilien (in dem manche ein Akronym für "Sonderausführung mit breitem Armaturenbrett" o. ä. sehen) nie für die Öffentlichkeit bestimmt. Obwohl die Bezeichnung "Samba" noch in weiteren Händler-Preislisten auftauchte, hiess der Dachfenster-VW nämlich in den Prospekten, die ans Käuferpublikum ausgehändigt wurden, auch in den Niederlanden schlicht "Acht-Persoonswagen de luxe".

























