Eiskaffee und kalte Füsse
Zwei essenzielle Maschinen gibt es in meiner Werkstatt in der Winterzeit: Eine gasbetriebene Wärmekanone – ich weiss, die Dinger heissen Heizgebläse – und eine Kaffeemaschine. Denn mein windiger Schuppen ist so luftdurchlässig, dass man bei manchen Wänden durch die Ritzen nach draussen sehen kann.
Drinnen ist auch immer ein klein wenig draussen oder: «semitransparente Wände»
Das hat gewisse Vorteile. So ist es relativ trocken in der Halle. Ausser es hat Nebel, dann ist dieser auch im Innern zu fühlen. Die Temperaturen innen wie aussen sind immer etwa dieselben. Das verhindert Kondensation. Und die Kälte verhindert auch, dass man beim Arbeiten herumtrödelt, noch eine Mitteilung ins Handy tippt oder sich durch irgendwelche alten Zeitschriften wälzt, die in den Regalen lagern – pardon – verstauben. Es ist also toll, wenn es etwas kalt ist in meiner Werkstatt.
Nein, ist es natürlich nicht! Die klammen Finger nach einer Stunde werden zum Problem, die Kälte kriecht einem von den Füssen die Beine hoch und geht einem buchstäblich an die Nieren. Und die triefende Nase nervt irgendwann. Darum habe ich mir das Heizgebläse besorgt. Es ist bei der Arbeit stets auf mich gerichtet. Somit heize ich quasi punktuell. Dass ich damit aber hauptsächlich in die Luft blase, ist mir bewusst. Man müsste irgendwie direkt unter dem Dach arbeiten können, eine hohe Decke ist nicht immer nur ein Vorteil. Für bauliche Massnahmen haben die Finanzen aber bisher noch nicht gereicht, die Autos gehen vor.
Und für das Innere gibt es dann den Kaffee. Viel davon! So sollte der Werkstatt-Winter zu schaffen sein. Denn es warten noch diverse Arbeiten und die nächste Saison kommt – hoffentlich – schneller als erwartet.


























