Warum nicht alle V8-Motoren ähnlich klingen
Seit einigen Jahren tauchen immer wieder sogenannte “Flat-Plane”-V8-Motoren auf, die im Gegensatz zu “Cross-Plane”-Motoren ihre Hubzapfen um 180 anstatt 90 Grad versetzt haben. Entsprechend zündet im “Flat-Plane”-V8 das Gemisch immer abwechslusweise in einem Zylinder der einen und dann der anderen Zylinderbank. Dies führt zu einem weniger gleichmässigen Lauf, wie man ihn sich bei amerikanischen V8-Motoren gewöhnt ist.
Der Klang unterscheidet sich stark, denn “Flat-Plane-Crank”-Achtzylinder-Motoren tönen eher wie Vierzylinder-Aggregate. Das war schon beim Ferrari 308 GTB so, aber auch beim Lotus Esprit V8. Der Vorteil der “Flat-Plane-Crank”-Motoren liegt in deren drehfreudigen Natur, in der leichteren Bauweise und der höheren Leistungsausbeute. Negativ schlagen zusätzliche Vibrationen und eine gewisse Drehmomentschwäche bei tieferen Drehzahlen zu Buche.
Wir konnten die beiden Konstruktionsphilosophien neulich bei einem Fotoshooting mit dem TVR Cerbera und dem TVR Griffith 500 direkt vergleichen. Nur selten kann man innerhalb eines Herstellers und einer Epoche zwei so unterschiedliche Motoren-Bauweisen in Kontext setzen!
Während der Cerbera nämlich über einen 4,2-Liter-V8-Flat-Plane-Crank-Motor besitzt, entspricht der von Rover stammende V8-Motor im TVR Griffith 500 der amerikanischen Motorenphiliosophie. Schliesslich übernahm ja Rover diesen V8 auch von Buick vor rund 60 Jahren.
Hier der Klang des Cerbera …
… und hier der Klang des Griffith.
Der Unterschied ist schon beträchtlich. Den Beitrag zum TVR Cerbera haben wir übrigens bereits veröffentlicht.

































