Von der Viper zum SLS
2008 waren technische Komponenten für den Mercedes-Benz SLS AMG reif für die Strassenerprobung. Um früh mit den Versuchsträgern beginnen zu können, wurden wichtige Bauteile in eine Dodge Viper eingebaut, ein Produkt der damaligen DaimlerChrysler AG.
Insgesamt entstanden im Laufe der Entwicklung zehn dieser Versuchsfahrzeuge, sogenannte Mulettos. Nur das hier abgebildete und an der Retro Classics Stuttgart gezeigte Exemplar hat überlebt.
Die Fahrgastzelle stammte bis zuletzt von der Viper, zwischen AMG-Front und AMG-Heck brachten die Ingenieure in Affalterbach den kompletten Antriebsstrang mit dem 6,3-Liter-V8-Frontmotor und dem Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe in Transaxle-Anordnung an.
Diese Viper-Mulettos durchliefen das gesamte bei AMG übliche Erprobungsprogramm von Südafrika bis Schweden mit einem Hauptaugenmerk auf Leistung und Sicherheit. Komponenten wie die Klimaanlage mussten selbst bei der Fahrt auf den 4301 Meter hohen Gipfel des Pikes Peak (Colorado USA) allen Anforderungen bestehen.
Der SLS AMG war das erste Fahrzeug das AMG im Auftrag von Mercedes-Benz selbst zur Serienreife entwickelte. In enger Tradition zum legendären 300 SL Gullwing (W198 von 1954) und dem C111 (1969) hat auch der SLS AMG die charakteristischen Flügeltüren.
2009 wurde die Serienversion des SLS AMG Coupé vorgestellt.
2011 folgte der Roadster. 2012 entstand der SLS AMG Coupé „Electric Drive“, damals eines der fortschrittlichsten und leistungsstärksten Elektroautos der Welt.


























