Oldtimerfahrer sind weniger abgelenkt
Als ich neulich eine Pressemeldung der Allianz las, war ich schon etwas erstaunt. “Neue Untersuchungen des Allianz Zentrums für Technik (AZT) zeigen, dass der Anteil von Ablenkungen am Unfallgeschehen deutlich höher ist als bislang angenommen. Während frühere Schätzungen von rund 10 Prozent der Verkehrsunfälle ausgingen, weisen die aktuellen Analysen auf einen Anteil von mehr als 30 Prozent hin. Damit ist Ablenkung bei mindestens jedem dritten Unfall entweder der unmittelbare Auslöser oder ein entscheidender mitwirkender Faktor.
Dank neuer Studienmethodik mit kognitive Modellierung sind diese Ablenkungsmanöver offenbar erstmals konkret messbar. Als Ursachen für die zunehmende Ablenkung nennt die Allianz mehrere Dinge, etwa Touch-Screen-Bedienung, komplexere Funktionalitäten im Auto und so weiter.
Da lob ich mir doch den Oldtimer (der Fiat 500 auf dem Bild oben ist da ein ziemlich gutes Beispiel). Kaum einer der Fahrer dürfte da von seinem Cockpit abgelenkt werden. Im Gegenteil, ich würde behaupten, dass Oldtimerfahrer besonders konzentriert sind, wenn sie mit ihrem alten Auto durch die Stadt fahren. Schliesslich kennen sie den deutlich längeren Bremsweg ihres Gefährts und sind mit dessen Technik vertraut.
Der moderne Autofahrer hingegen wird durch mit den Geräuschen und optischen Eindrücken der Hilfssysteme berieselt, muss sich durch Menühierarchien tasten, wenn er die Innentemperatur verstellen will oder den Radiosender wechseln möchte.


























