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Bild (1/3): Siata 1300 Coupé 2+2 (1962) - kaum jemand erkennt das seltene Coupé auf Anhieb (© Balz Schreier, 2014)
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    Siata Fiat 1300 Coupé 2+2 - unbekannter Schönling mit internationalem Flair

    19. April 2014
    Text:
    Bruno von Rotz
    Fotos:
    Balz Schreier 
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    Anfangs der Sechzigerjahren waren die grossen Automobilhersteller noch voll damit beschäftigt, ihre Limousinenherstellung in Schwung zu bringen (oder zu halten), Nischen wurden daher von spezialisierten Kleinherstellern gefüllt. Eine davon war Siata und sie lieferte mit dem Siata Fiat 1300/1500 Coupé 2+2 ein Meisterstück.

    Siata 1300 Coupé 2+2 (1962) - gerundete und kantenfreie Flanken
    © Copyright / Fotograf: Balz Schreier

    Vom Motortuning zum Fahrzeugbau

    Markenzeichen Siata Auto 1964Die Firma Siata entstand bereits 1926 und war einer der Pioniere im Bereich des Frisierens (neudeutsch: tunen) von Serienwagen. Siata stand für Societa Italiana Auto Transformazioni Acceesori. Man beschäftigte sich in der Turiner Firma hauptsächlich mit der Leistungssteigerung von Fiat-Modellen, begann aber schon vor dem Krieg auch, eigene Fahrzeuge zu fertigen.

    Diese Tradition führte man nach dem 2. Weltkrieg fort und produzierte elegante und schnelle Sportwagen wie den Siata Amica, den Daina und das 208 S in Coupé- und Spider-Varianten auf Basis der Technik des Fiat 8V.

    Zwischenzeitlich ging man eine Ehe mit Abarth ein, doch wurden diese Banden wieder gelöst. Es wurde zeitweise ruhig um die Turiner Tuning-Schmiede. Bis 1961, denn da präsentierte Siata ein elegantes Coupé auf der Basis des Fiat 1300/1500.

    Fiat 1300/1500 als Technik-Spender

    Der italienische Grossserienhersteller Fiat präsentierte seine neue Limousine mit 1,3- und 1,5-Liter-Motoren im April 1961 nach ausführlichen Testfahrten über 1,5 Millionen Kilometer. Man überliess nichts dem Zufall und lancierte ein modernes Fahrzeug mit einem Vierzylindermotor mit seitlicher Nockenwelle und 72-SAE-PS für die 1,3-Liter-Version, respektive 80-SAE-PS in der 1,5-Liter-Variante.

    Fiat 1300 und 1500 (1961) - eine sorgfältig konstruierte Mittelklasse-Limousine
    © Zwischengas Archiv

    Die Karosserie war selbsttragend und die Räder vorne einzeln, hinten an einer Starrachse geführt. Gebremst wurde mit Scheiben vorne, Trommeln hinten. 920 kg schwer war die 4,03 Meter lange Limousine.

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    Giovanni Michelotti führte den Zeichenstift, als es bei Siata darum ging, auf der technischen Basis der Fiat 1300/1500-Limousine ein elegantes Coupé zu entwickeln. Allzuviel Zeit nahm man sich nicht dafür, denn bereits Ende Oktober wurde das fertige Fahrzeuge am Turiner Autosalon vorgestellt.

    Siata 1500 TS Coupé 2+2 (1961) - erstmals ausgestellt am Turiner Automobilsalon im Herbst 1961
    © Archiv Automobil Revue

    “Ganz auf den neuen 1300/1500 hat sich Siata spezialisiert und zeigt eine GT-Ausführung dieses Modells, die als Coupé oder Spider gebaut wird. Durch die Montage von Doppelvergasern und weiteren Änderungen steigt die Nettoleistung der Motoren von 65 auf 78 PS (1300) bzw. von 72 auf 85 PS (1500), während die Höchstgeschwindigkeiten um fast 20 km/h auf 160 bzw. 168 km/h gesteigert werden konnten. Die Lenkradschaltung wurde durch einen Mittelschalthebel ersetzt. Die geschmackvollen Modelle bieten als erste eine sportliche Variante dieses neuen Fiat-Typs”, schrieb die Automobil Revue in ihrem Bericht zum Turiner Autosalon.

    Die Spider-Version materialisierte sich allerdings nicht, das “Siata Fiat 1300/1500 2+2 Coupé” genannte Fahrzeug kam beim Publikum allerdings gut an. Beim Motor hatte Siata seine Expertise in der Leistungssteigerung genutzt und den Motoren mit schärferer Nockenwelle, anderer Ansaugrohre sowie geänderter Vergaser-Kalbrierung zu mehr Leistung verholfen.

    Sportliches Mittelklasseauto

    Allerdings standen die 78 PS für den 1,3-Liter, respektive die 85 PS für den 1,5-Liter wohl nur auf dem Papier, denn die Fahrleistungen waren nicht allzu berauschend. Selbst die stärkere 1,5-Liter-Version nahm sich in einem Test der Zeitschrift “Auto Motor und Sport” immerhin 14,1 Sekunden Zeit, was den Schreiberling Manfred Jantke 1964 zur folgender Aussage veranlasste: “Die Fahrleistungen des TS-Coupés liegen geringfügug über denen eines 60-PS-Porsche, der ja mittlerweile wegen zu geringen Fahrleistungen nicht mehr gebaut wird.”

    Siata 1500 TS Coupé (1963) - schöner Innenausbau, das Armaturenbrett war in Metall gehalten
    © Zwischengas Archiv

    Aber ein Sportwagen wollte der Siata ja auch nicht sein, sondern ein komfortables Reiseauto der Mittelklasse. Und hier bot das 4,2 Meter lange und 1,55 Meter breite Coupé einiges, nämlich vier Sitzplätze und einen 340 Liter grossen Kofferraum. Die Rücksitze waren selbst für Erwachsene tauglich, solange sie nicht zu gross waren.

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    Verbreitung über Kooperationen

    Richtig Schub erhielt das kleine Coupé, als sich die deutsche Fiat dem Wagen annahm. 1962 nämlich stand der Wagen als NSU-Fiat Mistral oder auch Neckar 1500 auf dem Pariser Autosalon. Man konzentrierte sich auf die grössere 1,5-Liter-Version, zum kleineren Modell 1300 griff beim geringen Preisunterschied - (das Coupé 1300 kostete in Italien 1,78 Millionen Lire, während die 1,5-Liter-Variante mit 1,82 Millionen Lire angeboten wurde - sowieso kaum jemand. 

    Fiat Neckar 1500 TS (1962) - das Siata-Coupè in der deutschen NSU-Fiat-Produktepalette auf dem Autosalon von Paris
    © Archiv Automobil Revue

    11’950 Mark betrug der Preis des NSU-Fiat 1500 Coupés im Jahr 1964, womit er immerhin  über 70% teurer war als die für 6’890 DM verkaufte Fiat 1500 Limousine. Wohl auch deshalb gab es zwischendurch auch ein 1300 N sowie ein 1500 N Coupé, das sich von der Limousine nur noch in der Karosserie, nicht aber im Motor, den Armaturen und der Lenkradschaltung unterschied.

    Gebaut wurde das Siata-Coupé immer in Italien und offensichtlich überzeugte die Verarbeitungsqualität damals nicht. Jantke schrieb nach seinem Fahrbericht für AMS im Jahr 1964: “Das Finish ist ausgesprochen schlecht, und beim Fahrern stössst man auf zahllose Kleinigkeiten, welche die Fahrfreud emehr oder weniger eindämmen”. Er verwies dabei auf Fertigungsmängel, ungenügende Scheibenwischer, einem von der A-Säule verdeckten Rückspiegel, runterfallenden Sonnenblenden, Elektrikmängel und Benzingerüche im Innenraum.

    Gleichzeitig lobte Jantke aber den Motor, den kleinen Wendekreis, die sportliche Optik und den angemessenen Verbrauch (im Testmittel 11,3 Liter pro 100 km).

    Immer stärker, aber auch schöner?

    Am Turiner Autosalon 1964 wurde eine erstarkte Version mit einem 1,6-Liter-Motor mit 105 PS gezeigt. Plexiglasabdeckungen umgaben nun die vorderen Doppelscheinwerfer.

    Siata 1600 TS (1966) - nach Modellpflege mit rechteckigen Frontscheinwerfern
    © Zwischengas Archiv

    Und ein Jahr später wurde die Front gar neu gestaltet, wais die AR in ihrem Bericht zum Turiner Autosalon zu folgendem Kommentar veranlasste:
    “Das Coupé 1600 TS erhielt eine neue, markantere Karosserie, und der Hubraum des Motors wurde durch eine um 2,5 mm vergrösserte Bohrung auf 1587 cm3 gebracht. Mit einem Doppelvergaser soll die Leistung etwa 90 DIN-PS erreichen.”

    Die neue Front wusste allerdings nicht allen zu gefallen, kontrastierten doch die eckigen Frontscheinwerfer deutlich mit dem rundlichen Dachaufbau.

    1967 schliesslich fertigte Siata die letzten Coupés, Fiat hatte dem Wagen mit dem Übergang zum Fiat 124 die Basis entzogen. Man wandte sich neuen Dingen zu und lancierte mit dem Siata Spring ein Freizeitfahrzeug im Look der Dreissigerjahre.

    Über die genauen Stückzahlen, die das Siata Coupé erreicht hat, ist man sich heute unschlüssig, bereits 1964 aber sollen schon 2214 Fahrzeuge, die Mehrzahl mit 1,5-Liter-Motor, gebaut worden sein.

    Überlebt haben nicht allzu viele davon, denn selbst an Oldtimer-Treffen sieht man sie kaum je.

    Schöner und besser als neu?

    Siata 1300 Coupé 2+2 (1962) - glattflächige Silhouette, man beachte die visuelle Fortsetzung des hinteren Radausschnittes
    © Copyright / Fotograf: Balz Schreier

    Von den vor 50 Jahren rapportierten Fertigungsmängeln können wir kaum etwas erkennen, als wir zum ersten Mal Kontakt mit einem Fiat 1300 Coupé 2+2 mit Jahrgang 1962 nehmen. Sollten die Neuwagen damals tatsächlich mit den Qualitäten die Fabrik verlassen haben, die der vor einigen Jahren komplett restaurierte grau-grün-metallisierte Wagen heute aufweist, dann sind die Äusserungen Jantkes kaum zu verstehen.

    Das kompakte Coupé, das 1962 erstmals in Rom zugelassen wurde, sieht hinreissend aus, das Interieur strömt jenes Flair aus, das bei Spezialkarosserien der Sechzigerjahre italienischer Provenienz erwartet wird. Wunderschöne Jaeger-Instrumente, ein elegantes Lenkrad mit schwarzem Kranz und verchromten Speichen, hübsche Kippschalter und ein lackiertes Armaturenbrett schmeicheln dem Auge. Hübsch gestaltete Sitze und sorgfältig eingepasste Teppiche und Verkleidungen  verströmen eine angenehme Atmosphäre. Kein Zweifel, dieser Wagen ist begehrenswert.

    Siata 1300 Coupé 2+2 (1962) - im Gegensatz zur Limousine Fiat 1300/1500 mit Lenkradschaltung sass beim Siata Coupé der Schaltheben in der Mitte
    © Copyright / Fotograf: Balz Schreier
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    Angenehmes Reisecoupé

    Der Motor lässt sich problemlos mit dem Schlüssel starten und zeigt selbst im Kaltlauf kaum Allüren. Gas, Kupplung und Bremse lassen sich genauso wie das Viergang-Getriebe ohne Kraftanstrengung bedienen, der Geräuschpegel bleibt gedämpft. Einzig eine Beschriftung der Kippschalter hätte man sich vielleicht gewünscht, um nicht statt Licht die Scheibenwischer einzuschalten.

    Siata 1300 Coupé 2+2 (1962) - das Siata-Markenzeichen erkennt man nicht auf Anhieb, spätere Modelle hatten ein "S" auf dem Kühlergrill
    © Copyright / Fotograf: Balz Schreier

    Alles macht einen stabilen Eindruck, Flügelfenster vorne und Ausstellfenster hinten erlauben vielfältige Belüftungsvarianten. Kein Mensch käme auf die Idee, den Wagen auf den Anhänger zu fahren, um einen Concours d’Elégance, wo der Wagen sicher einen guten Eindruck hinterlassen würde, zu besuchen. 

    Es fällt schwer, den Wagen wieder zu verlassen, denn wann hat man schon je wohl wieder die Gelegenheit ein Siata Fiat Coupé 2+2 zu fahren ...

    Das für diesen Bericht portraitierte Siata Fiat 1300 Coupé 2+2 mit Jahrgang 1962 wird von der Firma allcarta zum Verkauf angeboten.

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    ···
     
    Quelle:

    Neueste Kommentare

     
     
    hr******:
    28.04.2014
    Mit mehr Platz wäre er kein richtiger Coupé.hr
    hr******:
    28.04.2014 (21:17)
    Innenraum von Siata 1300 2+2 Coupè (1962) sieht fantastisch aus! hr
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