Continental Mark IV – Stille Yacht, geschmeidige Yacht
Zusammenfassung
Polster so weich wie Marshmallows und eine Motorhaube so weit wie das Land. Der Continental Mark IV verkörperte noch die traditionelle Form von Luxus, bei der Bequemlichkeit über alles ging. Wir haben uns von einem 1972er Exemplar zurück in die Siebzierjahre schaukeln und zu diesem Artikel inspirieren lassen.
Dieser Artikel enthält folgende Kapitel
- Jetzt noch grösser und verschwenderischer
- Sanftes Wesen von sanfter Gewalt
- Zu traditionell fürs eigene Wohl
Geschätzte Lesedauer: 6min
Leseprobe (Beginn des Artikels)
Es gab einmal eine Zeit, in der sich automobiler Luxus nicht über die Zahl der elektronischen Helferlein definierte, sondern über Fahrkomfort und Fertigungsqualität. Je leiser, sanfter und vor allem besser verarbeitet ein Auto war, desto höher stand es in der weltweiten Hierarchie der Spitzenprodukte. Doch gerade das letztgenannte Kriterium verlor mit der stetig wachsenden Serien- und Fliessbandfertigung zunehmend an Bedeutung. Perfekte Montage kostet unverhältnismässig viel Zeit, und Zeit ist teuer. Als sich die Ford Motor Company 1955 anschickte, das beste Luxusauto der Welt zu bauen, legte sie deshalb ein besonderes Augenmerk auf Qualität und handwerkliche Perfektion. Die Montage des Continental Mark II dauerte daher doppelt so lange wie die eines gewöhnlichen Lincoln, wurde dafür aber auch siebenmal nach einem detaillierten Plan auf Makellosigkeit geprüft. Dieser Zeitaufwand hatte natürlich seinen Preis: Als der Mark II – das einzige Modell der neugegründeten Continental Division – zum Modelljahr 1956 erschien, kostete er mit knapp 10'000 Dollar rund das Eineinhalbfache eines Cadillac Eldorado und das Doppelte eines Imperial Southampton.
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Bild 32: „Continental Mark IV (1972) – Zweispeichenlenkrad mit "Rim-Blow Horn", also Hupenbetätigung im Lenkradkranz“
Aber Achtung: Nicht überall wo Cartier draufsteht, ist Cartier drin! Viele Uhren tragen zwar ein Cartier-Logo, bei vielen ist der Name Cartier jedoch ein Marketing-Clou. Die Uhren wurden von Borg, Westclox oder General Time hergestellt.
In den späten 1960er Jahren wurde den Lincolns ein gewisser Cartier-Charme verliehen. Eine erste Uhr mit Cartier-Emblem stammt aus dem Jahr 1969 im Lincoln Mark III und war vor der Einführung der Designer-Serie weiterhin im Mark IV erhältlich.
Die Lincoln-Designer Series wurden in den 1970er für die Mark IV Continental-Generation eingeführt. Vier namhafte Modedesigner dieser Zeit – der rein amerikanische Country-Clubber Bill Blass, der psychedelische italienische Muster-Maestro Emilio Pucci, der ehrwürdige französische Schmuckhersteller Cartier und der à la mode französische Modefan Hubert de Givenchy – wurden gebeten, Lincolns Luxuscoupé ihre Eleganz aufzutragen. Diejenigen, die eine dieser Designer-Editionen des Mark IV oder V erwarben, erhielten eine originale Cartier-Uhr serienmäßig.
Quellen:
https://www.automotivemileposts.com/cartiermyth.html
https://cartierparisalarmclock.wordpress.com/2019/11/25/horloge-de-bord-lincoln-continental-mark-ii-a-v/
https://www.autoblog.com/2022/02/06/lincoln-designer-series-history/
Eine Frage hab ich allerdings noch, wieviel Benzin haben diese Dinger wirklich verbraucht?
Haben Sie da Einblick?
Vielen Dank für Ihre Arbeit…
Danke für die Aufklärung

Dennoch frage ich mich, wieso wieder Auto-Gattungen gegeneinander ausgespielt werden müssen? Dieser Lincoln mit über 5 Meter Länge und 2,03 Meter Breite wäre mir einfach zu groß - aber ich gönne Jedem, der solche Autos liebt, sein Vergnügen.
Auch ich bin kein Fan des Porsche Cayenne - aber ein VW Touareg I als 5.0 V10 TDI macht mich schon an. Und der ist sparsamer als der Lincoln.
Da ich mittlerweile im Rentenalter bin, sitze ich gerne höher - ich habe kein Verlangen danach, mit einem SUV (habe selbst einen Land Rover Freelander II TD4) im Gelände herumzupflügen.
Mal sehen, welcher Trend als nächstes kommt, nachdem die Gesundheitsgefahr des in einer Batterie sitzens, bei Elektroautos nachgewiesen ist anhand der Immunglobulin Reaktion nach 30 Minuten Fahrt in so einem Ding. Aber es ist wie bei Windrädern, man folgt dem Narrativ.
Hier wird immerhin über die schöne und abwechslungsreiche Zeit berichtet , die wir Alle erlebt haben, das ist großartig zu wissen. Danke für den freundlichen Austausch.
Grüße und schönes Wochenende

Ich habe es an mir selbst beobachtet. Früher fuhr ich gerne Sportwagen - und liebte seinerzeit meinen Alfa Bertone 1600 heiß und innig, hatte danach noch Weitere. Auch fuhr vich gelegentlich kleinere Wettbewerbe. Quasi mit meinem 60. Geburtstag verlor ich mein Renngen - und heute habe ich einen sparsamen Land Rover Freelander 2 TD4 Diesel, und einen Chrysler PT Cruiser 2.2 CRD in seltener Zweifarben-Lackierung, ähnlich einer Charleston-Ente in der Lackkomposition. Der hat den 220 CDI-Motor aus der Daimler Chrysler-Zeit und ist 2002 in Österreich bei Magna Steyr gebaut.
Träumen wir weiter….
Ich hab noch ein Herz für den Ferrari Dino, einfach großartige Linienführung und machmal sind 6 Zylinder ausreichend..
Wurde in einer tollen Farbe bei Simon Kidston verkauft, der hat auch traumhafte videos auf seiner Seite..


























































































































































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