Diese Webseite verwendet Cookies, um Ihnen eine angenehmere Nutzung zu ermöglichen: Mehr Informationen.
 
Einloggen und mehr sehen: Login
 
 
Jetzt einloggen oder kostenlos registrieren...
... und viel mehr Fotos und Artikel sehen.
ZG Archiv AMS 2019
Bild (1/4): Lancia Stratos HF Zero (1970) - Modell vor dem Bertone-Gebäude (© Zwischengas Archiv)
Fotogalerie: Nur 4 von total 78 Fotos!
74 weitere Bilder für registrierte Mitglieder.
Melden Sie sich jetzt kostenlos an.

Artikelsammlungen zum Thema

Konzeptfahrzeuge und Prototypen

Aus dem Zeitschriftenarchiv

Suche nach ähnlichem Inhalt

Inserate

Aktuelle Marktpreise (Auswahl)

Preisbereich HÖCHSTPREISIG: € 250'001 bis 25'000'000
Lamborghini Miura P 400 (1966-1970)
Coupé, 350 PS, 3929 cm3
Preisbereich HÖCHSTPREISIG: € 250'001 bis 25'000'000
Lamborghini 350 GT (1964-1967)
Coupé, 280 PS, 3464 cm3
Preisbereich HÖCHSTPREISIG: € 250'001 bis 25'000'000
Lamborghini 400 GT (1965-1967)
Coupé, 320 PS, 3929 cm3
Preisbereich SEHR HOCH: € 75'001 bis 250'000
Lamborghini Urraco Silhouette (1976-1979)
Targa, 260 PS, 2996 cm3
Preisbereich SEHR HOCH: € 75'001 bis 250'000
Lamborghini Jalpa 3500 (1981-1985)
Targa, 255 PS, 3485 cm3
 
Bonhams Chantilly 2019 Teil 2
Artikel drucken
Diese Funktion ist nur dann verfügbar, wenn Sie angemeldet sind.

  • Falls Sie einen Benutzernamen haben, melden Sie sich an (Login).
  • Ansonsten können Sie sich kostenlos registrieren!
  • Persönliches Archiv
    Sie können nur dann Inhalte dem persönlichen Archiv hinzufügen, wenn Sie angemeldet sind.

    Sie haben Benutzername und Passwort?
    Dann melden Sie sich an (Login).

    Noch kein Benutzername?
    Die Registrierung ist kostenlos und dauert höchstens eine Minute.

    100 Jahre Bertone - Schönheit, Effizienz und Innovation

    13. April 2012
    Text:
    Bruno von Rotz
    Fotos:
    Daniel Reinhard 
    (1)
    Archiv Bertone 
    (31)
    Tom Wood (RM Auctions) 
    (4)
    Tom Wood (courtesy RM au) 
    (1)
    Archiv 
    (41)
     
    78 Fotogalerie
    Sie sehen 4 von 78 Fotos
    Weshalb nicht alle Fotos?

    Wie kann man alle Fotos sehen?

    74 weitere Bilder für registrierte Mitglieder.
    Melden Sie sich jetzt kostenlos an.

    Das Arbeitswerkzeug am AnfangMit drei Arbeitern eröffnete Giovanni Bertone im Alter von 28 Jahren im Jahr 1912 eine “Carradore”-Firma, einem Betrieb, der von Tieren gezogene Transportmittel baute und reparierte.

    Zu dieser Zeit gab es noch kaum Automobile in Turin und auf den Strassen bewegten sich hauptsächlich Kutschen, die von Pferden gezogen wurden.

    Qualitativ hochstehende Pferdekutschen als Startpunkt

    Von Anfang an zeichneten sich Bertones Konstruktionen durch hohe Handwerksqualität und Stabilität aus. Im Jahr 1914 gebahr Giovannis Frau einen Sohn, der auf den Namen Giuseppe getauft, aber von allen Nuccio genannt wurde.

    Die ersten Autos ab 1920

    Der erste Weltkrieg hinterliess auch in Italien deutlichen Spuren und Giovanni Bertone musste sein Geschäft schliessen. Nach Kriegsende, im Jahr 1920, begann er neu an der “Via Monginevro 119”, stellte bald 20 Arbeiter ein und begann seinen Fokus ausschliesslich auf motorisierte Fahrzeuge zu richten.

    Grosse Verträge konnten unterzeichnet werden und Bertone machte mit Fahrzeugen wie dem SPA 23S oder dem Fiat 501 Sport Siluro Corsa Furore, beides Hochleistungssportwagen.

    Mit Fiat und Lancia durch die Zwanzigerjahre

    Obschon Bertone mit fast allen relevanten Chassis-Bauern zusammenarbeitete, er entwarf und baute unter anderem Karosserien für Fast, Chiribiri, Aurea, SCAT oder Diatto, war seine Beziehung zu Fiat und Lancia entscheidend für seine Fortentwicklung.

    Vincenzo Lancia hatte schnell gemerkt, dass Giovanni Bertone ein aussergewöhnlich kreativer Kopf war und dass ihm eine grosse Zukunft bevorstand. Er beauftragte Bertone mit dem Bau von Kleinserien, welche die Lancia-Fabrik nicht kosteneffizient produzieren konnte.
    Giovanni entwickelte seinen Stil in diesen Jahren stetig weiter, entwarf und baute Torpedo-  und Limousinen-Karosserien für Fiat und Lancia, aber auch auf Chassis der Marken Itala, Diatto oder SPA.

    Er kleidete aber auch Fahrzeuge von Privatkunden nach deren Wünschen ein, so enstandt zum Beispiel auch der Ansaldo 6BS von 1928. In dieser Zeit enstanden auch Luxusfahrzeuge wie die Fiat 505 Limousine, der Itala 51S oder der Lancia Lambda VIII.

    Unbeschadet durch die Krise von 1929

    Dank der vorausschauenden Unternehmensführung von Bertone überlebte seine Firma auch die Weltwirtschaftskrise Ende der Zwanzigerjahre weitgehend unbeschadet. Weiterhin entstanden stolze Fahrzeuge, wie zum Beispiel 1932 der Lancia Artena.

    Nuccio Bertone betrifft die Bühne

    Im Jahr 1933 trat Nuccio Bertone im Alter von 19 Jahren in die Firma seines Vaters ein. Die beiden Bertones beeinflussten das Personenwagen-Design weiterhin, zum Beispiel mit dem Fiat 527S Arita 2500, der durch neuartige Detaillösungen überraschte. Ende der Dreissigerjahre stellen sie weitere Meilensteine auf die Räder, so den Fiat 1500 Aerodinamica, das Lancia Aprilia Cabriolet und den Fiat 1500 Torpedo, die allesamt mit Designaspekten aufwarteten, die die Welt vorher noch nicht gesehen hatte. Bertone hatte sich einen weitreichenden Ruf als Schöpfer eleganter und innovativer Fahrzeuge geschaffen.

    Schwierige Zeiten

    Mit dem Ausbruch des zweiten Weltkriegs wandte sich Bertone, wie so viele andere Betriebe auch, der Herstellung von Rüstungsgütern und Militärfahrzeugen zu. In dieser Zeit entstanden unter anderem Ambulanzfahrzeuge auf Basis des Lancia Artena. Trotz grosser Schwieirigkeiten wurden in der Fabrikation in “Corse Peschiera” aber auch Zivilfahrzeuge hergestellt, z.B. einige Luxusversionen des Lancia Aprilia und ein Fiat 2800 Cabriolet mit extrem langem Radstand für den Rennfahrer und Autojournalisten Giovanni Lurani Cernuschi.

    Rennwagen und Nuccio als Rennfahrer

    Nach dem Krieg fuhren die Fahrzeugproduzenten in Europa ihre Fabrikation wieder langsam hoch, womit auch die Karosseriebauer wieder mehr Arbeit erhielten. Dies war ein schmerzlicher Prozess, denn es fehlte an Rohmaterial, Geldmitteln und Kunden. Trotzdem gelang es der Firma Bertone, in dieser Zeit einige Lancia Aprilia Cabriolets oder Rennversionen von Fiat-Produktionsmodellen, wie den Fiat 1100 Stanguellini zu bauen. Speziell an diesen Fahrzeugen konnten auch neue Designkonzepte und Ideen realisiert werden.

    Nuccio Bertone begann, seine Kreationen auch selber rennmässig zu fahren. So trat er mit einem Fiat 500 mit selbstgebauter Barchetta-Karosserie an, welcher dann wiederum zu einem begeistert aufgenommen Stanguellini-Coupé auf Fiat-1100-Basis führte.

    Zum ersten Mal Aufträge aus dem Ausland

    Im Jahr 1952 begann Bertone auch mit ausländischen Firmen zusammenzuarbeiten. So entstanden Sportwagen auf MG und Bristol-Basis, initiiert durch den Amerikaner Stanley Arnolt . 1954 wurde am Turiner Salon der Prototyp des Alfa Romeo Giulietta Sprint enthüllt. Der ursprüngliche Plan, etwa 1’000 Fahrzeuge dieses Modelles zu bauen, wurde mit den rund 40’000 zwischen 1954 und 1965 produzierten Wagen weit übertroffen.

    Während der Fünfzigerjahre trug die Zusammenarbeit zwischen Alfa Romeo und Bertone noch weitere Früchte, es enstanden die BAT-Modelle (BAT steht für Berlinetta Aerodinamica Tecnica). Die Beschäftigung mit den Gesetzen der Aerodynamik führte aber auch noch zu einem weiteren Erfolg: Der Abarth 750 Record wurde in Monza über 4’000 km mit 156,36 km/h durchschnittlich gestoppt und legte in 72 Stunden 10’125,26 km zurück, beeindruckend für einen derart kleinen Wagen, der auf Basis des Fiat 600 aufgebaut worden war.

    Nuccio Bertone baute seine Produktion immer weiter aus. 1957 begann er den NSU Sport Prinz herzustellen. Um mehr Kapazität zu generieren, wurde ein neues Fabrikgebäude in Grugliasco ausserhalb von Turin bezogen.

    Ende der Fünfzigerjahre sorgten Modelle wie der Alfa Romeo Giulietta Sprint Speciale und der Maserati 3500 GT für weitere internationale Anerkennung.

    Kein Glück mit Ferrari

    Anfangs der Sechzigerjahre baute Bertone zwei Einzelstücke auf Basis des Ferrari 250 GT, doch es sollte sich keine richtige Zusammenarbeit mit dem Commendatore ergeben. Auch der Aston Martin DB4 GT “Jet” blieb ein Einzelstück. Dafür konnten weitere Produktionsaufträge für das Simca 1000 Coupé und den BMW 3200 CS gewonnen werden.

    Nicht erfolgreich war hingegen das Projekt ASA 1000 GT , auch Ferrarina genannt. Trotz interessanter Ausgangslage wurde der kleine Sportwagen nie in nennenswerten Stückzahlen produziert.

    Die Zusammenarbeit mit Renzo Rivolta war von mehr Erfolg gekrönt, es entstanden die Modelle Iso GT 300 und 340, der Grifo sowie der A3C.

    Ein Meisterstück lieferte Bertone mit dem Chevrolet Corvair Testudo, den er sogar persönlich fuhr und im Jahr 1963 nach Genf an den Salon brachte. Weitere Höhepunkte dieser Zeit waren der unvergessliche Alfa Romeo Canguro und natürlich im Jahr 1965 die Alfa Romeo Giulia GT . Dazu kam dann noch der Fiat 850 Spider, der mit rund 140’000 produzierten Einheiten zu einem grossen kommerziellen Erfolg wurde.

    Enge Zusammenarbeit mit Lamborghini

    Ferruccio Lamborghini und Nuccio Bertone konnten es wesentlich besser miteinander, als die Zusammenarbeit mit Enzo Ferrari geklappt hatte. Aus dieser fruchtbaren Beziehung enstanden Serienfahrzeuge wie der Lamborghini Miura , der Espada, der Jarama und der Countach , aber auch Prototypen wie der unvergessliche Bravo und der futuristische Marzal .

    Zwei wichtige Sportcoupés entstanden während der zweiten Hälfte der Sechzigerjahre in den Ateliers von Bertone: das Fiat Dino Coupé und der Alfa Romeo Montreal .

    Der Stratos Zero und der Lancia Stratos

    Zum vermutlich absoluten Höhepunkt setzte Bertone mit dem Stratos Zero an, von Kritikern als zeitlose Synthese von Architektur, Kunst und Industriedesign beschrieben. Diese Studie, die Bertone ebenfalls persönlich fuhr, ebnete den Weg für den Lancia Stratos .

    In den Siebzigerjahren entstanden in den Räumen von Bertone Fahrzeuge wie der Fiat X 1/9, der Maserati Khamsin, der Dino 308 GT/4, sowie der Audi 50. Aber auch bei den Prototypen und Einzelstücken entstanden mit dem Alfa Romeo Navajo, um nur ein Beispiel zu nennen, weitere einflussreiche Kreationen.

    Leider starb im Jahr 1972 Nuccios Vater Giovanni Bertone im Alter von 88 Jahren.

    Volvo und die Erweiterung des Tätigkeitsspektrums

    Mit dem Volvo 262C betrat Bertone Neuland. Nicht nur entstand das Design in seinen Konstruktionsbüros, die Turiner Firma übernahm alle Entwicklungsschritte bis zum fertigen Modell.

    Bertone Schriftzug

    Die Produktionskapazität wuchs weiter, Bertone stellte parallel den X 1/9 und das Ritmo Cabrio her und vermarktete diese Modelle sogar unter seiner eigenen Marke.

    Zusammenarbeit mit Citroën und General Motors

    Im Jahr 1982 schloss Bertone einen Vertrag mit Citroën und entwickelte für die Franzosen den BX. Kurz danach übernahm er die Produktion des Volvo 780 und ein paar Jahre später den Bau des Opel Kadett Cabrios. Bis weit ins neue Jahrtausend blieb die Firma Bertone ein breit aufgestellter Industriebetrieb. Auch nach dem Tod von Nuccio Bertone im Jahr 1997 wurden die verschiedensten Modelle in Grugliasco hergestellt. Doch das Geschäft wurde schwieriger und im Jahr 2009 wurden die Serienproduktion an Fiat verkauft, die Firma Bertone konzentrierte sich auf Design und Prototypenfertigung.

    Im Jahr 2012 kann die Firma auf ein hundertjähriges Bestehen zurückschauen. Sie feierte dies mit der Präsentation eines aufsehenerregenden Sportwagens am Genfer Automobilsalon.

    Alle 78 Bilder zu diesem Artikel

    ···
     
    Quelle:

    Neueste Kommentare

     
     
    Ru******:
    06.11.2012 (14:35)
    Daß der Fiat 850 Spider auch noch von Bertone - parallel zum Serien-850SportCoupé von Fiat - als ein süßes "850 Berlinetta Racer" - Coupé (ca. 2500Stk.) hergestellt wurde, wäre in dem schönen Artiekl eine Erwähnung wert gewesen!
    Möchten Sie einen Kommentar abgeben?
  • Sie haben bereits einen Benutzernamen für Zwischengas?
    Dann melden Sie sich an (Login).
  • Sie haben noch kein Profil bei Zwischengas? Die Registrierung ist kostenlos und geht ganz schnell.
  • Artikelsammlungen zum Thema

    Konzeptfahrzeuge und Prototypen

    Aus dem Zeitschriftenarchiv

    Suche nach ähnlichem Inhalt

    Inserate

    Aktuelle Marktpreise (Auswahl)

    Preisbereich HÖCHSTPREISIG: € 250'001 bis 25'000'000
    Lamborghini Miura P 400 (1966-1970)
    Coupé, 350 PS, 3929 cm3
    Preisbereich HÖCHSTPREISIG: € 250'001 bis 25'000'000
    Lamborghini 350 GT (1964-1967)
    Coupé, 280 PS, 3464 cm3
    Preisbereich HÖCHSTPREISIG: € 250'001 bis 25'000'000
    Lamborghini 400 GT (1965-1967)
    Coupé, 320 PS, 3929 cm3
    Preisbereich SEHR HOCH: € 75'001 bis 250'000
    Lamborghini Urraco Silhouette (1976-1979)
    Targa, 260 PS, 2996 cm3
    Preisbereich SEHR HOCH: € 75'001 bis 250'000
    Lamborghini Jalpa 3500 (1981-1985)
    Targa, 255 PS, 3485 cm3
    Pantheon Basel - Ikonen und Boliden 2019: Pantheon Basel - Ikonen und Boliden 2019