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Bild (1/1): Ferrari 315 S / 335 S (1957) - unglaublich elegante Linienführung (© Artcurial, 2015)
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    Ferrari 335 S - der beste Rennsportwagen seiner Zeit

    8. Januar 2016
    Text:
    Bruno von Rotz
    Fotos:
    Artcurial 
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    Neil Rashba Photography - Courtesy Amelia Island Concours d'Elégance 
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    Man stelle sich dies vor: 390 PS aus 4,1 Liter Hubraum, ein Trockengewicht von knapp über 800 kg und Reifen, die vorne etwa 15, hinten nicht ganz 18 cm breit sind und den Wagen auch bei über 300 km/h auf der Strasse halten sollen. Abenteuerlich, aber geschichtsträchtig!

    Der Rennsportwagen hiess Ferrari 335 S und wurde für die Sportwagenmeisterschaft des Jahres 1957 gebaut, um gegen die 400 PS starken Maserati 450 S anzutreten.

    Ferrari 315 S / 335 S (1957) - die Alukarosserie stammt von Scaglietti
    © Copyright / Fotograf: Artcurial

    Ausgewogen wie kein Zweiter

    Gemäss Phil Hill war der 335 S der beste Frontmotor-Sportwagen, den Ferrari je baute. Und er müsste es eigentlich wissen, denn er absolvierte viele Kilometer hinter dem Lenkrad der Barchetta: “Der Wagen war ein Traum aus der Sicht des Fahrers; nicht nur hatte der 335 S mehr Kraft als seine Vorgänger, auch sein Chassis war deutlich besser und konnte auf allen Arten von Strassenoberflächen brillieren. Es passte einfach alles zusammen, der Motor, das Chassis und das Handling”. 

    Ferrari 315 S / 335 S (1957) - rechtsgelenkt
    © Copyright / Fotograf: Artcurial

    Der Ferrari 335 S war aber kein problemloses Auto, insbesondere die Bremsen und die Hinterachse bereiteten einiges Kopfzerbrechen und waren möglicherweise sogar die Ursache für das Ende der Mille Migla, wie man sie bis 1957 kannte.

    Die Automobil Revue beschrieb dies damals so:
    “Ausgelöst wird diese Frage (ob eine weitere Mille Miglia tragbar sei, Anmerkung Redaktion) durch ein tragisches Unglück, das sich im Schlussabschnitt, kurz vor Beendigung des Rennens, ereignete. Als man nämlich in Brescia bereits den Sieger Taruffi ehrte, traf aus dem Dorfe Guidizzola bei Mantua die Nachricht ein, dass der spanische Marquis Alfonso de Portago und sein Beifahrer Eddie Nelson von der Strasse geraten waren. Portago hatte die Ortschaft eben passiert, als an seinem Wagen die Hinterachswelle brach (es barst nicht zuerst ein Pneu, wie die Tageszeitungen schreiben), wodurch sich ein Rad löste, so dass der Wagen ins Schleudern kam und in der Folge auf der linken Strassenseite einen Wehrstein und eine Telefonstange umlegte, um schliesslich auf der rechten Seite in einer Gruppe von Zuschauern zum Stillstand zu kommen. Elf Todesopfer, darunter der Fahrer und sein Co-Pilot, waren als Opfer zu beklagen. Irgend etwas scheint an der Konstruktion oder Ausführung der Hinterachse nicht zu stimmen, denn auch Taruffi hatte am Schluss des Rennens Schwierigkeiten mit diesem Aggregat, und Collins schied wegen Hinterachsschadens aus.”

    Beide gemeldeten 335 S waren also ausgeschieden, als Sieger fuhr Piero Taruffi auf einem eng verwandten 315 S durch das Ziel, gefolgt von Wolfgang von Trips auf einem weiteren Ferrari derselben Bauart.

    Vom 290 MM zum 335 S

    Für das Jahr 1956 war Ferrari von den bisher verwendeten grossvolumigen Vierzylindern abgewichen und hatte mit dem 290 MM wieder einen Zwölfzylinder-Sportwagen auf die Räder gestellt. Der Motor entstammte dabei der Kücher um Vittorio Jano.

    Ferrari 290 MM (1957) - Phil Hill Seite an Seite mit einem kleinvolumigeren Konkurrenten anlässlich der 12 Stunden von Sebring 1957
    © Zwischengas Archiv

    Im Laufe der Saison erhielt dieser 3,5-Liter-Motor dann neue Zylinderköpfe und insgesamt vier obenliegende Nockenwellen. Damit leistete dieses motorische Meisterwerk rund 330 PS.

    Ferrari 315 S (1957) - 3,5-Liter-V12 in Arbeit in Maranello
    © Archiv Automobil Revue

    Für die Saison 1957 entwickelte man den Wagen weiter und vergrösserte den Motor von 3,5 auf 3,8 Liter Hubraum, die Leistung stieg auf 360 PS. Wiederum setzte man auf das bewährte und verbesserte Fahrgestell des 290 MM, was vordere Einzelradaufhängungen an Trapez-Deckeckslenkern und eine hintere De-Dion-Achse mit Querblattfeder bedeutete. Das Getriebe war in Transaxle-Bauweise hinten an der Achs angedockt, die Kardanwelle drehte mit Motorgeschwindigkeit. Gebremst wurde mit grossen hydraulisch betätigten Trommeln.

    Ferrari 335 S (1957) - grosse Trommelbremsen waren für die Verzögerung verantwortlich
    © Archiv Automobil Revue

    Über den massiven Stahlrohr-Leiterrahmen wölbte sich eine von Scaglietti kunstvoll gedengelte Aluminium-Barchetta-Karosserie, die Platz für zwei Personen und einen dicken rund 190 Liter fassenden Langstreckentank bot.

    Weil man die 400 PS der Maserati 450 S fürchtete, bohrte Jano den Motor bereits zu Beginn der Saison 1957 ein weiteres Mal auf. Mit dem 335 S standen 4023 cm3 Hubraum zur Verfügung, was zusammen mit der üppigen Vergaserbestückung echte 390 PS bedeutete und für Spitzengeschwindigkeiten über 300 km/h gut war.

    Ferrari 335 S (1957) - der 4,1 Liter grosse V8-Motor
    © Archiv Automobil Revue
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    Beispiellose Geschwindigkeiten

    Der Ferrari 335 S war gebaut worden, um die Mille Miglia zu gewinnen. Das gesamte Wissen und die jahrzehntelange Rennerfahrung der Ferrari-Ingenieure war in diesen Wagen geflossen. Und das Ergebnis überzeugte, wie Louis Klemantaski, der Beifahrer im Collins-335 S der Mille Miglia 1957 bezeugte. Höhere Tempi, kraftvollere Beschleunigung waren möglich und die erreichbaren Fliehkräfte waren so hoch, dass jeder Rennkilometer auch für den Navigator äusserst anstrengend war.

    Schnell aber war der Ferrari 335 S. Während die Maserati 450 S schon früh aus dem Rennen schieden - Jean Behra war bereits bei der Anreise verunfallt und Stirling Moss schaffte nur 10 km, bis das Bremspedal brach - sorgte Peter Collins für eine Bestzeit nach der anderen und war drauf und dran, die Rekordleistung von Stirling Moss im Mercedes-Benz aus dem Jahr 1955 zu verbessern.

    Bei der Kontrolle in Rom lag Collins nach einer Fahrt mit durchschnittlich 172,964 km/h praktisch gleichauf mit Moss, in Florenz lag er nach 7 Stunden 23 Minuten und 37 Sekunden mit vier Minuten vorne. Es hätte also gut ausgesehen für eine neuen Rekord, doch bis Bologna ging der Vorsprung wegen des einsetzenden Regens respektive des sich ankündigenden Hinterachsdefekts wieder verloren. Und vor Parma war dann endgültig Schluss.

    Ferrari 315 S (1957) - Gregory-Brero steuerten den besten Ferrari in Sebring im Jahr 1957 auf den vierten Rang
    © Archiv Automobil Revue

    Von Europa nach Amerika

    Die Ferrari-Combo 315 S / 335 S sicherte Enzo Ferrari die Sportwagen-Meisterschaft des Jahres 1957. Maserati hatte zwar einen schnellen, aber nicht immer zuverlässigen Rennwagen. Sein letztes Rennen in der Scuderia Ferrari schloss der 335 S mit Hill/Collins und Musso/Hawthorn anlässlich des Grossen Preises von Venezuela mit einem Doppelsieg ab.

    Weil die Sportwagen-Meisterschaft in Europa ab 1958 nur noch Autos mit Motoren bis drei Liter Hubraum offenstand, verkaufte Ferrari die kräftigen Zwölfzylinder in die Vereinigten Staaten, wo es kein Hubraumlimit gab und der Kampf Maserati gegen Ferrari unter Beizug lokaler “Big Bangers” weitergehen konnte.

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    Einer von vier 335 S - Fahrgestell 0674

    Insgesamt wurde nur eine Handvoll Ferrari 315 S / 335 S gebaut, einer davon ist der Wagen mit der Fahrgestellnummer 0674, der in den ersten Monaten des Jahres 1957 die Fertigung verliess. Ausgerüstet mit dem 3,8-Liter-Motor wurde der “315 S” Peter Collins und Maurice Trintignant für die 12 Stunden von Sebring zugeteilt und ging auf Platz 6 ins Ziel.

    Ferrari 315 S / 335 S (1957) - Aufsicht
    © Copyright / Fotograf: Artcurial

    An der Mille Miglia 1957 fuhr Wolfgang von Trips den Sportwagen und er erreichte hinter Taruffi den zweiten Platz. Für weitere Einsätze erhielt der Wagen sodann den auf 4,1 Liter aufgebohrten und 390 PS starken Zwölfzylinder, wurde somit zum “335 S”.

    Ferrari 315 S / 335 S (1957) - die sechs Vergaser stammen von Solex
    © Copyright / Fotograf: Artcurial

    Die Leistungsspritze zahlte sich aus, denn Mike Hawthorn flog dem Feld vor rund 250’000 Zuschauern fast von Anfang an davon und fuhr die erste Le-Mans-Rekordrunde mit einem Schnitt von über 200 km/h.

    Die Automobil Revue beschrieb das damals so:
    “Hawthorn erzielt in der ersten Runde einen Schnitt von 190,605 km/h und stellt bereits einen neuen Rundenrekord auf. Jean Behra kommt mit seinem 4,5-Liter-Maserati in der 19. Runde auf ein Mittel von 200,495 km/h, worauf Hawthorn zu einer Gegenattacke ausholt und die Runde in 3' 59,6" zurücklegt, entsprechend einer Stundengeschwin- digkeit von 202,252 km/h.”

    In der 56. Runde aber musste er mit Motorproblemen aufgeben. Und er besiegelte damit ein italienisches Favoritensterben, das schliesslich mit einem Vierfachsieg der Jaguar D-Types endete. Als Fünfter retteten Stuart Lewis-Evans mit Martion Severi auf einem Ferrari 315 S die Ferrari-Ehre nur teilweise.

    Beim Grand Prix von Schweden wendete sich das Blatt wieder, Fahrgestell 0674 lief dort auf Platz 4 ein, in Venezuela schaute der zweite Platz heraus.

    1958 wurde der Ferrari Sportwagen an Luigi Chinetti, den amerikanischen Ferrari-Importeur in New York verkauft und siegte mit Stirling Moss und Masten Gregory beim Grand Prix von Cuba am 24. Februar 1958.

    Weitere Rennteilnahmen folgten, bis der Wagen 1960 an Robert N Dusek verkauft wurde und schliesslich rund ein Jahrzehnt später an Pierre Bardinon, den Ferrari-Sammler in Frankreich ging, wo er bis heute verblieb.

    Ferrari 315 S / 335 S (1957) - kleine Türen, die auch einen Blick auf den Rahmen freigeben
    © Copyright / Fotograf: Artcurial

    Jetzt kommt Ferrari 315 S / 335 S 0674 an der Rétromobile-Versteigerung vom 5. Februar 2016 unter den Hammer, als Schätzpreis werden von Artcurial EUR 28 bis 32 Millionen angegeben.

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