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Bild (1/1): Ferrari 250 GT Berlinetta "Tour de France" (1958) - mit verkleideten Scheinwerfern (© RM/Sotheby's, 2018)
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    Ferrari 250 GT Berlinetta “Tour de France” - Wolfgang Seidels Einsatzwagen am Gaisbergrennen von 1958

    23. April 2018
    Text:
    Bruno von Rotz
    Fotos:
    RM/Sotheby's 
    (23)
    Massini Archiv - Courtesy RM/Sotheby's 
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    Bruno von Rotz 
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    The Klemantaski Collection - Courtesy RM/Sotheby's 
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    Actualfoto - Courtesy RM Sotheby's 
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    ecfc0d067add76557a22f05ea868df648f6ba53e - Courtesy RM/Sotheby's 
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    Siege am Berg waren früher (und auch heute) nicht nur eine Frage des Fahrkönnens, sondern auch der richtigen Wagenwahl. Der Düsseldorfer Autoverkäufer Wolfgang Seidel war ein begabter Privatrennfahrer, der sich beim Gaisbergrennen am 15. August 1958 in seine bewährte Ferrari 250 GT Berlinetta setzte und prompt die Konkurrenz im Lauf um den “Aral-Preis”, der für verbesserte Tourenwagen über 1600 ccm Hubraum ausgeschrieben war, hinter sich liess.

    Ferrari 250 GT Berlinetta "Tour de France" (1958) - kurz vor dem Ziel am Gaisbergrennen
    © Copyright / Fotograf: Massini Archiv - Courtesy RM/Sotheby's

    Mit zwei Laufzeiten von zusammen 10:52,6 Minuten distanzierte er die Fahrer Luigi Vilotti (auch auf einem Ferrari 3000 GT), Carl Peter Blamschein (Lancia Aurelia GT B20) und Erich Pagany (Austin-Healey 100) deutlich, während die beiden Mercedes-Benz 300 SL, ein BMW 507 und ein weiterer Ferrari 250 GT im Klassement überhaupt nicht mehr auftauchten.

    Die Rennen gegen den 300 SL Sportwagen aus Sindelfingen gehören genauso zum schnellen Ferrari Coupé wie die Entstehungsgeschichte um seinen inoffiziellen Namen “Tour de France”.

    Reglementsänderung als Chance

    Nach dem dramatischen Rennunfall bei den 24 Stunden von Le Mans reagierte die Automobilsportbehörde FIA schnell und führte eine neue GT-Klasse ein, die bei vielen Rennen anstelle der Sportwagen an den Start gehen sollte. Den Hubraum beschränkte man auf drei Liter, um Leistungsexzessen aus dem Weg zu gehen und als Anforderung definierte, dass der Wagen von einem in Serie gebauten Fahrzeug abstammen musste.

    Ferrari war dafür bestens aufgestellt, den 250 GT Europa baute man bereits seit einiger Zeit und bereits im Herbst 1955 konnte man einen ersten Entwurf von Pinin Farina mit Fastback-Karosserie anschauen, der allerdings mit arg viel Chrom und Verzierungen versehen war.

    Am Genfer Autosalon 1956 stand dann eine weitere Version des schnellen GT, der auf Finnen am Heck verzichtete, aber bereits die vielen Sichtschlitze hinter den Seitenscheiben zeigte.

    Der neue Sportwagen basierte auf dem bekannten Ferrari 250 GT Europa, hatte aber einen Radstand von 260 cm. Der Unterschied zum Europa lag aber vor allem in der Karosserie, die aus leichtgewichtigem Aluminium geformt war, was den Wagen zusammen mit einigem Komfortverzicht  mit rund 1150 kg deutlich leichter machte. In Kombination mit dem bewährten V12-Motor mit 2953 cm Hubraum und etwa 260 PS bei 7000 Umdrehungen ergaben sich sportliche Fahrleistungen, für welche die montierten Trommelbremsen nur knapp ausreichend waren.

    Ferrari 250 GT Berlinetta Competizione 'Tour de France' (1956) - als Lot 332 an der RM/Sotheby's Versteigerung in Monterey am 13. - 15. August 2015
    © Copyright / Fotograf: Patrick Ernzen - Courtesy RM Sotheby's

    Weil Farina keine Produktionskapazität hatte, wurden Karosserien bei Scaglietti gebaut, der nicht nur immer wieder feine Anpassungen an der Linienführung vornahm, sondern auch eng mit Ferrari und den Käufern zusammenarbeitete und so den Wagen stetig verbesserte.

    Seriensieger an der Tour de France

    Dabei war schon die erste Ausgabe, noch mit offenen Scheinwerfern und einer Linienführung, die noch mehr an den 375 MM als an die Farina-Variante des Genfer Autosalons 1956 erinnerte. Erfolgreich waren sie aber von Anfang an und dies besonders in einem ganz besonderen Rennen, der “Tour de France”. Vor 1956 war diese Mehrtagesveranstaltung eher eine nette Langstreckenfahrt, im Oktober 1956 änderte sich dies aber deutlich.

    Mit 103 Fahrzeugen, viele davon international genannt, entpuppte sich die Tour de France zu einem der schwierigsten Rennen überhaupt. Eine ausgewachsene 6-Tage-Langstreckenfahrt über 5383 km wurde mit zahlreichen Sonderprüfungen, darunter Rennen auf französischen Rundstrecken in  Le Mans, Comminges, Rheims und Montlhéry, Bergprüfungen, aber auch Beschleunigungsrennen und andere Spezialprüfungen, gespickt.

    Am Schluss konnten sich Alfonso de Portago und Ed Nelson im Ferrari mit Chassis-Nummer 0557 GT durchsetzen, gefolgt von Stirling Moss im Mercedes-Benz 300 SL, der sich ob der Chancenlosigkeit des Mercedes “not amused” zeigte. Auf Platz 3 folgte Gendebien auf einem älteren Ferrari 250 GT.

    Mit diesem Erfolg war der Beiname “Tour de France” schon fast garantiert, doch es folgten drei weitere Siege bis 1959, alle eingefahren durch Oliver Gendebien. Eindrücklicher kann die Dominanz eines Autos kaum sein.

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    In vier Serien gebaut

    Zwischen 1956 und 1959 entstanden vier Serien der 250 GT Berlinetta. Insgesamt wurden bei Scaglietta 72 Karosserien von Hand gedengelt. Sie unterschieden sich im Design. Die Serie II bis IV Autos glichen dem in Genf gezeigten Prototyp, hatten aber verkleidete Scheinwerfer. Während bei den ersten Autos keine Schlitze in der C-Säule vorhanden waren, zeigten die Serie II-Autos deren 14 und die Coupés der Serie III deren drei. Die letzten Autos, der Serie IV hatten dann nur noch einen Schlitz. Ansonsten profitierten die Coupés von stetigen technischen Verbesserungen, blieben sich aber bezüglich ihrer Spezifikation (Hubraum, Aufhängungskonstruktion, etc.) immer etwa gleich.

    Im Innern gab es nur wenig Komfort, wer braucht in einem Auto ohne Schallisolation schon ein Radio. Allerdings bestellten einige Kunden ihren “Tour de France” auch für den Strasseneinsatz, was zu etwas komfortabel ausgestatteten Fahrzeugen führte.

    Neben den Scaglietti-GTs, die allesamt ungrade Nummern trugen, gab es auch noch fünf bei Zagato eingekleidete Coupés.

    Beliebt bei den Privatfahrern

    Gekauft wurden die “Tour de France” Coupés hauptsächlich von Privatfahrern. Sie legten 1958 dafür CHF 44’500 auf den Tresen, gleich viel wie für das “normale” Coupé, aber 7500 Franken weniger als für den Spider Pinin Farina. Kein Wunder waren die Rennsportwagen begehrt, denn ein 300 SL war nur unwesentlich günstiger und deutlich weniger sportlich. Deutlich günstiger war allerdings der Porsche 356A 1500 GS Carrera, der der Gaisberg übrigens noch schneller hochwedelte als der Ferrari, aber halt nicht in der Klasse über 1600 cm3 antreten durfte.

    Ferrari 250 GT Berlinetta "Tour de France" (1958) - wie gefahren in der Saison 1959
    © Copyright / Fotograf: RM/Sotheby's

    Der Palmares des Ferrari 250 GT Berlinetta “Tour de France” ist sicherlich eindrücklich, auch wenn Gesamtsiege in Le Mans nicht dazu gehörten.

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    Der zweite Tour de France für Seidel

    Wolfgang Seidel, ein gelernter Kaufmann, begann seine Rennkarriere bereits 1950. Er fuhr auf den unterschiedlichsten Fabriken, auch einige Formel-1-Wagen waren darunter. Auch mit Ferrari hatte er bereits Erfahrung, als er im Frühling 1958 die 250 GT Berlinetta  mit Chassisnummer 0879 GT in Besitz nahm. Es war dies bereits sein zweiter “Tour de France”, denn auch 0607 GT hatte ihm gehört. Jenen fuhr er gemeinsam mit von Trips. Der risikoreich fahrende Graf zerstörte den Ferrari im Mai 1957 auf dem Nürburgring. Das sollte Seidel mit 0879 GT nicht mehr passieren, er liess deshalb keine anderen Piloten mehr ans Steuer.

    Ferrari 250 GT Berlinetta "Tour de France" (1958) - im Kampf gegen die 300 SL am Eifelrennen auf dem Nürburgring
    © Copyright / Fotograf: The Klemantaski Collection - Courtesy RM/Sotheby's

    Zu seinen Erfolgen gehörte ein zweiter Rang beim 3-Stunden-Rennen von Pau am 7. April 1958, der erste Platz beim Flugplatzrennen von Trier Ende April 1958, der Sieg beim Grand Prix Handicap von Franchorchamps am 15. Juni oder der bereits erwähnte Klassensieg beim Gaisbergrennen 1958. Im Oktober 1958 fügte Seidel den Siegespokal des Eifelrennens auf dem Nürburgring seiner Sammlung zu. Auch als zweimaliger Gewinner bei den Flugplatzrennen Pferdsfeld 1958 und 1959 wurde er geführt.

    Ferrari 250 GT Berlinetta "Tour de France" (1958) - Wolfgang Seidel am Lenkrad, Gran Premio della Lotteria die Monza
    © Copyright / Fotograf: Actualfoto - Courtesy RM/Sotheby's

    Den letzten Sieg fuhr er beim Flugplatzrennen von Trier am 10. Mai 1959 ein. Im Sommer 1959 gab er den Wagen an Manfred Ramminger weiter, der ihn allerdings nicht lange behielt. Siegfried Mahnke hiess der nächste Besitzer, aber auch dieser blieb dem TdF (Kurzform für Tour de France) nicht allzu lange treu, inzwischen (1966) zeigte der Tacho 79’000 km und der Wagen wechselte für DM 6000 mit leichtem Motorschaden erneut den Besitzer.

    Weitere Besitzerwechsel und eine mehrjährige Restaurierung in den Neunzigerjahren folgten, bis der heutige Besitzer den Ferrari übernehmen konnte, ihn unter anderem bei der Mille Miglia, aber auch im Rahmen der Ferrari Shell Historic Challenge fuhr.

    Ferrari 250 GT Berlinetta "Tour de France" (1958) - komplett restauriert
    © Copyright / Fotograf: RM/Sotheby's

    Jetzt kommt der ex-Seidel-Ferrari 250 GT “Tour de France” am 12. Mai 2018 an der RM/Sotheby’s-Versteigerung in Monaco unter den Hammer, eingeschätzt auf EUR 7 bis 9 Millionen. Im Vergleich zum Portago-Tour-de-France (Chassis 0557 GT) erscheint dies machbar, schliesslich wurde jener für USD 13,2 Millionen verkauft an der RM/Sotheby’s Monterey-Versteigerung im Sommer 2015.

    Ferrari 250 GT Berlinetta "Tour de France" (1958) - Schaltensitze mit Seitenhalt, Gurte trug Wolfgang Seidel keine
    © Copyright / Fotograf: RM/Sotheby's

    Rückkehr zum Gaisberg?

    Die Organisatoren des Gaisbergrennens hoffen seit einigen Jahren, dass der Seidel Tour-de-France dereinst an das immer noch jährlich stattfindende Bergrennen zurückkehren wird. Sie erinnern sich noch heute daran, dass der Wagen anlässlich der Brooks-Versteigerung in Monaco im Jahr 1957, als er für USD 603’000 verkauft wurde, noch den Gaisberg-Kleber, der für “Bluna" Getränke warb, beidseitig auf der Flanke trug.

    Das Gaisbergrennen 2018 findet übrigens vom 30. Mai bis 2. Juni statt.

    Ferrari 250 GT Berlinetta "Tour de France" (1958) - mit voller Kraft vom Startblock weg am Gaisbergrennen
    © Copyright / Fotograf: 298a819695ec08651521674d49b7d9e0792db8ba - Courtesy RM/Sotheby's

    Wer weiss, vielleicht vernimmt der Käufer, der am 12. Mai 2018 an der RM/Sotheby’s Versteigerung in Monaco den Zuschlag für den Ferrari erhält, ja den Ruf und kehrt zum Gaisberg zurück?

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    ···
     
    Quelle:

    Alle Kommentare

     
     
    we******:
    25.04.2018 (12:24)
    Guten Tag Herr von Rotz,
    vielen Dank, dass Sie den Bericht zum Ferrari 250 GT Berlinetta aktuell aufgenommen haben, denn Wolfgang Seidel
    ist ein Großonkel väterlicherseits gewesen, und er wohnte nicht weit weg von meiner heutigen Heimat Solingen,
    in Meerbusch bei Düsseldorf.
    In Düsseldorf arbeitete er in den ersten Jahren als Mechaniker, später als Werkstattleiter der Ferrari-Abteilung
    von AUTO BECKER in Düsseldorf.
    Dort konnte und durfte er nach Feierabend immer an seinen privaten Rennfahrzeugen schrauben, nur morgens
    am nächsten Tag mußten die Bühnen ab 07.00 UHr wieder für´s Alltagsgeschäft geräumt sein!
    Nach dem abrupten Ende seiner sportlichen Karriere in 1962 arbeitete er, der u.a. auch ein langjähriger Freund
    von Graf Berghe von Trips war und gemeinsam mit ihm in der Scuderia Colonia Gründungsmitglied war, noch einige
    Jahre als VErkaufsleiter in der Sportwagenabtelinug des europaweit bekannten Autohauses in Düsseldorf.

    Einer von vielen Prominenten, dem er 1972 einen Ferrari verkaufte, hier einen 365 GTB/4 als Neuwagen, war kein
    geringerer als der deutsche Fußballstar Günter Netzer.
    Die Bilder von Netzer und seinem Ferrari gingen damals durch die gesamte Presse, auch meine damalige Lieblings-Jugendzeitung
    "BRAVO" berichtete 1972 davon. 1974 kaufte Netzer bei meinem Großonkel noch einen Ferrai Dino 246 und später in 1977
    einen 512 Berlinetta.
    Leider habe kein Archiv über Wolfgang Seidel, auch mein Vater leider nicht und ich war damals noch zu jung (Jg. 1961) für das Fotografieren. Ich kann mich auch nur schwach an ihn erinnern, auch wenn er sonntags schonmal, aber eher selten, zum Kaffeetrinken bei meinen Eltern reinschaute.
    Er kam übrigens immer in einem italienischen Sportwagen, ob offener Alfa, Lancia oder auch mal Ferrari....!
    Ich weiß nur, dass wenn ich wußte das er kommen würde, ich mir schon eine halbe Stunde vorher die Nase am Wohnzimmerfenster platt gedrückt habe, mit welchem Auto er denn diesmal kommen würde.
    Dann angekommen, habe ich direkt in meinen Autoquartetts nachgeschaut, ob dieser Wagen auch darin war und wenn er es dann war, habe ich am nächsten Tag in der Schule ganz stolz meinen Schulfeunden das Bild aus dem Quartett gezeigt und denen erzählt, dass jemand mit so einem Auto gestern bei uns zu Besuch war.
    Natürlich glaubte mir das damals keiner, waren diese Fahrzeuge doch so teuer gewesen, vor allem die Italiener...!
    Einen Ferrari kannten wir doch nur aus Büchern und eben aus dem Quartett.
    In den späten 1980iger-Jahren ist er nach Süddeutschland umgezogen und leider hatten wir ein wenig den Kontakt über die Entfernung zu ihm verloren. Zum Schluß lebte er in einem Altenpflegeheim bei München.
    Es war wirklich schade, dass er damals wegen AvD und der ONS seine Rennfahrerkarriere beenden mußte, aber diese "Beamtenclübchen" konnten keine Kritik, aus den eigenen Reihen schon gar nicht, vertragen.
    Hätte man ihn, nach dem Zwischenfall am Nürburgring, für 1 oder 2 Rennen gesperrt, wären wohl alle damit einverstanden gewesen, aber erst lebenslängliche Sperre und dann noch für 2 Jahre, das ist nicht gerecht gewesen. Andere Fahrer kamen für ähnliche Fälle mit einer Verwarnung davon....!???
    Aber Wolfgang war ein ziemlicher Dickkopf und hasste Ungerechtigkeit und das sagte er auch öffentlich, und das passte gewissen Funktionären eben nicht in den Kram und so wurde man ihn auf einfache Weise endlich los.....!
    Übrigens setzten sich er und von Trips sehr für die Nachwuchsförderung ein, was den "Herren" ebenfalls mißfiel,
    denn "Motorsport wäre nur was für Männer".
    Zu dumm, denn gut, dass die beiden sich nicht um solche Meinungen scherrten, sonst hätte es später keinen Schumacher, Vettel, Frenzen, Rosberg usw. jemals mehr in Deutschland gegeben.
    MfG
    A. Seidel
    Antwort von pi******
    29.04.2018 (11:36)
    Herr Seidel,
    herzlichen Dank für die histrorische einblicke in der Seidel Familie umd Wolfgang Seidel der ich (als Italiener) zugegeben nicht kannte, sehr interessant und was man nie in die Bücher lesen wird.
    MfG
    P.Francescatti
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