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Bild (1/3): Rolls-Royce Corniche V (2000) - bereit zur nächsten Ausfahrt (© Balz Schreier, 2012)
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Rolls-Royce Corniche (1971-1987)
Coupé, 0 PS, 6750 cm3
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Rolls-Royce Corniche (1971-1987)
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Bonhams2020Paris
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    Rolls-Royce Corniche V – gelebter Luxus im neuen Jahrtausend

    Erstellt am 6. Januar 2020
    Text:
    Bruno von Rotz
    Fotos:
    Bruno von Rotz 
    (15)
    Balz Schreier 
    (14)
    _Balz Schreier 
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    Wenn es Autos gibt, die bereits als Klassiker geboren werden, dann gehört das Rolls-Royce Corniche Cabriolet (Serie V) sicher dazu. Zeitlos elegant und atemberaubend präsentierte er sich, und ähnelt dabei seinen Vorfahren. Ein guter Grund, mit ein wenig Ahnenforschung zu starten.

    Bereits vor dem zweiten Weltkrieg, genauer gesagt 1939 kreierte Bentley einen Prototypen, der Corniche hiess. Das Auto wurde durch eine Bombe zerstört. Aber noch viel früher hatten die Franzosen bereits Küstenstrassen mit “Corniche” beschrieben.

    Rolls-Royce Silver Shadow Drophead Coupé (1967) - bereits mit der charakteristischen Andeutung eines Kotflügelschwungs hinten
    © Archiv Automobil Revue

    1966 dann stellte Rolls-Royce eine Coupé- und Cabriolet-Version des Silver Shadow vor, die allerdings erst 1971 den Beinamen “Corniche” erhielt. Von diesem Fahrzeug, das sowohl unter der Marke Rolls-Royce als auch Bentley verkauft wurde, wurden über mehrere Serien (I bis IV) hinweg bis 1995 6233 offene Versionen gebaut.

    Dann löste der Bentley Azure, eine Ableitung vom Bentley Continental R, die über fast 50 Jahre gebaute Baureihe ab. Einen offenen Rolls-Royce gab es (zunächst) nicht mehr.

    Neuer Elan mit Volkswagen

    Als die Volkswagen-Gruppe 1998 vermeintlicherweise Rolls-Royce neben Bentley übernahm, investierte man wieder in eine offene Rolls-Royce-Version. Als Basis nahm man den Bentley Azure, der im Gegensatz zum Rolls-Royce Silver Seraph nicht mit einem BMW-Motor, sondern mit dem 6,8-Liter grossen traditionellen Rolls-Royce-V8-Motor ausgerüstet war.

    Rolls-Royce Corniche V (2000) - kaum ein Blechteil blieb gleich wie beim Bentley Azure
    © Copyright / Fotograf: Balz Schreier

    Man gab dem Neuankömmling, der im Jahr 2000 präsentiert wurde, wieder den Namen Corniche und liess ihn am Bug Züge ähnlich zum Silver Seraph annehmen.

    Beeindruckender Wagen

    2,74 Tonnen brachte das Cabriolet auf die Waage, Mit 5,4 Metern Länge und 1,91 Metern Breite überragte der Rolls die meisten damaligenStrassenkreuzer. Immerhin 329 PS entwickelte der turbo-beatmete Motor bei nur gerade 4000 Umdrehungen. An Bord war alles, was das Fahren angenehmer machte, von Niveauregulierung, über Getriebeautomatik bis zur vollautomatischen Klimaanlage. Kaum etwas erfordert einen Kraftaufwand, überall sind elektrische Heinzelmännchen zur Stelle.

    Rolls-Royce Corniche V (2000) - da macht die Abreise Freude
    © Copyright / Fotograf: Balz Schreier

    Bei der potentiellen Käuferschaft, die sich zur Hälfte in den USA angesiedelt hatte und im Schnitt 5,9 Automobile und nicht allzu selten auch eine Yacht und ein Flugzeug besass, kam der Neue jedenfalls gut an: “Der Nachfolger trifft derart ins Schwarze, dass es den Stammkunden laut Werksauskunft Tränen der Dankbarkeit in die Augen treibt”, schrieb Wolfgang König anlässlich der Vorstellung in “auto motor und sport”.

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    Fribourg2020

    Alter Bekannter im Bug

    Der Motor war ein alter Bekannter, der schon seit den Sechzigerjahren in immer wieder verbesserter Form in die Autos von Rolls-Royce und Bentley eingebaut wurde. Im Corniche wies der Alu-V8 6750 cm3 Hubraum auf und wuchtete ein Drehmoment von 738 Nm auf die Kurbelwelle, notabene bei 2100 bis 2300 Umdrehungen.

    Bescheidene Trinksitten durften im Kontext mit 2735 kg Fahrzeuggewicht nicht erwartet werden, Rolls-Royce nannte 17,8 Liter Verbrauch im Stadt-Land-Gemischtbetrieb. Die offiziell genannten 8,5 Sekunden für den Spurt von 0 bis 100 km/h dürften sicherlich realistisch gewesen sein, genauso wie die Spitze von 220 km/h. Aber kaum ein Rolls-Royce Corniche V dürfte wohl je so schnell unterwegs gewesen sein.

    Für den Gourmet

    Volkswagen liess sich damals nicht lumpen und lud ausgewählte Autojournalisten nach Kalifornien ein, um dort nicht nur (2 Stunden lang) den neuen Corniche zu fahren, sondern mehrere Tage Luxus der Art kennenzulernen, wie ihn sich die potentiellen Käufer gewohnt waren. Offiziell vorgestellt wurde das neue Cabriolet an den Automesser in Los Angeles und Detroit früh im Jahr 2000.

    Die Berichterstatter hatten kaum etwas auszusetzen am Neuzugang. Vor allem lobten sie das Design, das bei Pininfarina neu entstanden war und bis auf die Tankklappe und eine schmale Traverse am Heck kein Blechteil mit dem Spender Bentley Azure gemeinsam hatte. Zudem hatte man die Karosserie bei der Neugestaltung auch noch steifer gemacht, von 30 Prozent verbesserter Verwindungssteifigkeit wurde berichtet.

    Gelobt wurde vor allem der unnachahmliche Fahrkomfort. Martin Wyler schrieb in der Automobil Revue:
    “Weich in den Federn wiegend, wie man es sich von Rolls-Royce auf unebener Fahrbahn gewohnt ist, schweben die Insassen wie auf einem Kissen über die Chaussee, Vibrationen sind kaum feststellbar, das Schluckvermögen der Federung ist schlichtweg hervorragend. Daumen und Zeigefinger genügen zum Dirigieren des immerhin 2,7 Tonnen schweren und 5,4 m langen Cabrios … “

    Und Wolfgang König kommentierte noch die “ausreichend vorhandene” Motorleistung: 

    “Auf jeden Fall reicht es, um auf dem Weg zum Golfplatz zügig an den langsamen Trucks der Rasenpfleger vor beizukommen, die am frühen Morgen Palm Springs bevölkern. Zugleich erlaubt die füllige Drehmomentcharakteristik den angemessen sanften Fahrstil. Kaum ein Auto absolviert den Martini-Test – von null auf Tempo 100, ohne dass die Mitfahrer ihren Martini verschütten – so überzeugend.”

    Bonhams2020Paris

    Kurze Karriere

    Dem Corniche V war nur eine kurze Karriere beschieden. Als Volkswagen die Namensrechte an BMW abtreten musste, wurde der Rolls-Royce Corniche am 30. August  2002 eingestellt. Nur gerade 374 Fahrzeuge waren produziert worden, was den Corniche V damals wohl zum seltensten Rolls-Royce der Neuzeit machte.

    Komfort in Perfektion

    Fast in reiner Handarbeit wurden die Corniche-Cabriolets erbaut, nur erlesenste Materialien wurden verwendet, kein Wunder kostete der Wagen damals 512’775 Franken oder 685’000 DM. Die Fahrt ist ein unvergleichliches Erlebnis.

    Rolls-Royce Corniche V (2000) - einen Bordcomputer gibt es nicht, wozu auch?
    © Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

    Man setzt sich auf feinstes Connolly-Leder, die Füsse werden von Lammwollteppichen der Marke Wilton umschmeichelt, das Holz-Furnier des Armaturenbretts dürfte einen Schreiner tagelang beschäftigt haben.

    Rolls-Royce Corniche V (2000) - Luxus pur für vier Personen
    © Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

    Gestartet wird wie üblich im Rolls-Royce mit der linken Hand durch Drehen des Zündschlüssels. Es erklingt das leise Summen des Achtzylinders. Mit minimalem Kraftaufwand kann mit der rechten Hand am Lenkrad die Fahrstufe eingelegt werden und schon rollt der Gentlemen-Express an.

    Rolls-Royce Corniche V (2000) - man schwebt fast in diesem Wagen
    © Copyright / Fotograf: Balz Schreier

    Zügig aber ohne Hast nimmt der Wagen Fahrt an und die Besatzung fühlt sich derweil wie im siebten Himmel. Die Automatik schaltet weich, die Federung bügelt (fast) jegliche Unebenheiten aus, komfortabler kann Cruisen kaum sein.

    Gepflegtes Reisen

    Die Klimaanlage vermag auch im offenen Fahrzeug zu kühlen, Motorgeräusche bleiben (bei kaum messbaren Drehzahlen) im Hintergrund, über die Köpfe säuselt der Wind hinweg. Im Gegensatz zu den früheren Corniche-Versionen verschwindet das Verdeck (elektrisch) unter einer festen Abdeckung und schmälert die Sicht nach hinten kaum.

    Rolls-Royce Corniche V (2000) - die riesigen Dimensionen bleiben dem Fahrer nicht verborgen
    © Copyright / Fotograf: Balz Schreier

    Man räkelt sich in den riesigen Sesseln, die auch in einem Club gut aufgehoben wären, die Augen gleiten über die fast endlos lange Motorhaube und die “Spirit of Ecstacy”. Da kann eine Reise gar nicht lange genug sein. Und fährt man erst beim Hotel vor, sind einem bewundernde Blicke gewiss. Kalt lässt der riesige Rolls-Royce jedenfalls niemanden, auch sportwagenliebende Klassikerenthusiasten nicht.

    ToffenMarch2020

    Wertanlage?

    Heute kostet ein gepflegter Corniche kaum mehr einen Fünftel seines Neupreises, die Anschaffungskosten bewegen sich also auf der Ebene eines gut motorisierten und ausgestatteten BMW Fünfers oder Audi A6. Den Wert dürfte der Rolls ab jetzt sicherlich deutlich besser halten als ein Neuwagen. Bezüglich Eleganz und Fahrkultur kann sich aber kaum ein moderner Konkurrent messen.

    Rolls-Royce Corniche V (2000) - klassischer Rolls-Royce-Kühlergrill
    © Copyright / Fotograf: Balz Schreier

    Doch halt, bevor jetzt einfach drauflosgekauft wird, sollte man die Unterbringung des edlen Autos sicherstellen, denn in eine moderne Normgarage passt der Rolls-Royce Corniche kaum.

    Wir danken der Oldtimer Galerie Toffen für die Gelegenheit zur Probefahrt.

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    ···
     
    Quelle:

    Alle Kommentare

     
     
    uj******:
    10.01.2020 (13:00)
    Sehr schön (Auto & Artikel). Kleine Korrektur: Der RR Silver Seraph hatte einen BMW-V12; der (turbogeladene) BMW-V8 steckte bis 2000 im Schwestermodell Bentley Arnage.
    Antwort vom Zwischengas Team (Chefredaktor)
    10.01.2020 (13:04)
    danke! Wir haben das korrigiert.
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