Diese Webseite verwendet Cookies, um Ihnen eine angenehmere Nutzung zu ermöglichen: Mehr Informationen.
 
Einloggen und mehr sehen: Login
 
 
Jetzt einloggen oder kostenlos registrieren...
... und viel mehr Fotos und Artikel sehen.
SC73
Bild (1/2): Maserati Boomerang (1971) - viel keilförmiger geht es nicht (© Simon Clay - Courtesy Bonhams, 2015)
Fotogalerie: Nur 2 von total 56 Fotos!
54 weitere Bilder für registrierte Mitglieder.
Melden Sie sich jetzt kostenlos an.

Markenseiten

Alles über Maserati

Artikelsammlungen zum Thema

Konzeptfahrzeuge und Prototypen

Aus dem Zeitschriftenarchiv

Suche nach ähnlichem Inhalt

Inserate

Aktuelle Marktpreise (Auswahl)

Preisbereich HOCH: € 15'001 bis 75'000
Maserati Merak (1972-1975)
Coupé, 190 PS, 2965 cm3
Preisbereich SEHR HOCH: € 75'001 bis 250'000
Maserati Khamsin (1972-1982)
Coupé, 320 PS, 4855 cm3
Preisbereich HOCH: € 15'001 bis 75'000
Maserati Kyalami (1976-1983)
Coupé, 280 PS, 4930 cm3
Preisbereich SEHR HOCH: € 75'001 bis 250'000
Maserati Mistral 3700 (1963-1969)
Coupé, 245 PS, 3692 cm3
Preisbereich HÖCHSTPREISIG: € 250'001 bis 25'000'000
Maserati Mistral 4000 (1965-1970)
Cabriolet, 255 PS, 4014 cm3
 
SC-Abo-Kampagne
Artikel drucken
Diese Funktion ist nur dann verfügbar, wenn Sie angemeldet sind.

  • Falls Sie einen Benutzernamen haben, melden Sie sich an (Login).
  • Ansonsten können Sie sich kostenlos registrieren!
  • Persönliches Archiv
    Sie können nur dann Inhalte dem persönlichen Archiv hinzufügen, wenn Sie angemeldet sind.

    Sie haben Benutzername und Passwort?
    Dann melden Sie sich an (Login).

    Noch kein Benutzername?
    Die Registrierung ist kostenlos und dauert höchstens eine Minute.

    Maserati Boomerang - der innovative Extremkeil von Giugiaro

    8. Juli 2015
    Text:
    Bruno von Rotz
    Fotos:
    Simon Clay - Courtesy Bonhams 
    (25)
    Werk / Giugiaro / ItalDesign 
    (8)
    Eventattitude / F.Blaise-J.Mahiels-R.de Borman 
    (4)
    Bruno von Rotz 
    (3)
    Archiv Adolfo Orsi - Courtesy Bonhams 
    (2)
    Roger Gloor 
    (1)
    Fotorissima.net / Patrick Payani 
    (1)
    Archiv 
    (12)
     
    56 Fotogalerie
    Sie sehen 2 von 56 Fotos
    Weshalb nicht alle Fotos?

    Wie kann man alle Fotos sehen?

    54 weitere Bilder für registrierte Mitglieder.
    Melden Sie sich jetzt kostenlos an.

    Es gibt nur wenige Autos, die denselben Effekt auf Betrachter haben, wie der Maserati Boomerang von ItalDesign. Fast ausschliesslich aus planen Flächen und Kanten bestehend und ultraflach daherkommen, ist der silberne Boomerang sicher nicht ein Auto, das man übersehen kann. Nie für die Serienproduktion gedacht, konnte Giorgetto Giugiaro seinen Ideen freien Lauf lassen.

    Maserati Boomerang (1971) - Designskulptur
    © Copyright / Fotograf: Simon Clay - Courtesy Bonhams

    Schrittweise Entstehung

    Erstmals gezeigt wurde der Boomerang am Turiner Autosalon im Späthebst 1971.

    Maserati Boomerang (1971) - erste Präsentation des Konzeptautos, noch ohne Motor - auf dem Stand von ItalDesign am Turiner Autosalon
    © Archiv Automobil Revue

    Die Automobil Revue notierte:
    “Die zweite Neuheit aus dem Hause ItalDesign erinnert ein wenig an Bertones Stratos-Keilcoupé. Es handelt sich hier um ein Coupé namens Boomerang der 3-Liter-Klasse, über dessen Antriebsherkunft noch ein Schleier des Geheimnisses schwebt. Jedenfalls ist dieses Fahrzeug noch nicht ganz fertiggestellt und bloss als 1:1-Modell gezeigt. Am Genfer Salon 1972 dürfte über diese Stilstudie weiteres zu erfahren sein ... falls ItalDesign die zu spät bestellte Ausstellungsfläche noch erhält. Beim Boomerang sind übrigens die Armaturen nicht in einer horizontalen Trommel , sondern in einem vom Lenkrad umrandeten kreisförmigen Sammelinstrument untergebracht.”

    Maserati Boomerang (1971) - das Interieur des Prototyps von Turin
    © Copyright / Fotograf: Werk / Giugiaro / ItalDesign

    Tatsächlich schaffte es Giugiaro, Maserati zu überzeugen, ihm die Technik des Maserati Bora zur Verfügung zu stellen. Zum Genfer Salon 1972 war der Wagen dann fertig und fand auf dem Maserati-Stand fast ungeteilte Bewunderung. Die Automobil Revue schrieb dazu:
    “Giugiaros jüngstes Werk wurde schon in Turin gezeigt; jetzt hat er einen Motor, jenen des Maserati Bora (zentral eingebaut) und zudem neue Rundinstrumente in Lenkradmitte erhalten.”

    Maserati Boomerang (1971) - kein Triumph der Ergonomie, aber spektakuläre Optik
    © Copyright / Fotograf: Simon Clay - Courtesy Bonhams

    Anders, schnell und sicher

    Giugiaro hatte sich einiges überlegt, als er den Boomerang schuf. Der dreiseitige Pressebeschrieb für den Genfer Autosalon 1972 enthüllte einige seiner Absichten.

    Während es ihm in Turin nur darum ging, eine neue Formensprache und die Fähigkeiten von ItalDesign zu demonstrieren, wurde mit dem funktionsfähigen Prototyp am Genfer Salon gezeigt, dass man auch ein komplettes Auto auf Basis einer existierenden Mechanik, in diesem Falle dies des Maserati Bora, bauen könne.

    Maserati Boomerang (1971) - fertiggestellt, auf dem Genfer Automobilsalon im Jahr 1972
    © Zwischengas Archiv

    Der Zweiplätzer war für den Genfer Salon mit dem 4719 cm3 grossen und 310 PS starken Bora-Motor ausgerüstet worden. Als Höchstgeschwindigkeit schätzte ItalDesign ungefähr 300 km/h. Man wollte mit dem Boomerang einen sehr sportlichen Wagen bauen, der aber nicht akrobatische Fähigkeiten des Piloten für den Einstieg voraussetzten.

    Die Form sollte Kraft und Geschwindigkeit ausdrücken und tatsächlich sieht der Boomerang schon im Stand sehr schnell aus und zwar aus jeder Perspektive!

    Maserati Boomerang (1971) - länger und flacher als der Bora
    © Copyright / Fotograf: Simon Clay - Courtesy Bonhams

    Sehr flach geriet dabei die Windschutzscheibe, so flach, dass befürchtet werden musste, dass starke Spiegelungen das Fahren schwierig machen würden. Das Thema der flachen Frontscheibe nahm Giugiaro auch bei anderen Entwürfen, etwas dem Lotus Esprit, wieder auf.

    Auch bei der Fensterkonzeption ging Giugiaro neue Wege. Jede Türe zum Beispiel wies zwei Glasflächen auf, wovon die untere auch geöffnet werden konnte, während die obere fest eingebaut war.

    Aus Rücksicht auf die Sicherheit war die Lenksäule des Boomerang zweiteilig, die beiden Achsen wurden über eine Kette verbunden, so dass garantiert werden konnte, dass das Lenkrad sich bei einem Unfall nicht gegen den Fahrer richtete. Sogar die Installation eines Airbags hatte Giugiaro antizipiert, allerdings muss man sich heute fragen, wo zwischen den Instrumenten dieser Luftsack hätte Platz haben sollen.

    In der Lenkradmitte waren alle Instrumente und einige Schalter untergebracht, beim Prototypen von Turin waren das noch frei erfundene Anzeigen, beim produktionsnäheren Prototypen von Genf wichen diese herkömmlichen Bora-Uhren und Schalter.

    Maserati Boomerang (1971) - das Interieur war einst schwarz eingekleidet
    © Copyright / Fotograf: Simon Clay - Courtesy Bonhams

    Für Fahrer und Beifahrer standen zwei getrennt einstellbare Sitze zur Verfügung, die ursprünglich schwarz eingekleidet waren.
    Speziell waren auch die Momo-15-Zoll-Felgen, die Giugaro ebenfalls gezeichnet hatte.

    Maserati Boomerang (1971) - bei Momo hergestellte Räder nach Giugairo-Ideen
    © Copyright / Fotograf: Simon Clay - Courtesy Bonhams

    Trotz gemeinsam genutzter Mechanik und demselben Designer, sahen sich Bora und Boomerang überhaupt nicht ähnlich. Dies lag nicht zuletzt auch an den unterschiedlichen Proportionen. Der Boomerang war bei fast identischer Länge (4342 mm) Länge 13 cm breiter (also 1860 mm) und 6 cm flacher (also 1070 mm) als der Bora.

    Angebote von Zwischengas-Spezialisten
     
    Bonhams Chantilly 2019 Teil 2

    Showcar

    Seine ersten Jahre verbrachte der Boomerang als Vorzeige-Fahrzeug der jungen Firma ItalDesign. Nach seinen ersten Präsentationen in Turin (1971) und Genf (1972), dann an einigen weiteren Ausstellungen, zuletzt 1974 in Barcelona. Der Wagen war komplett fahrtüchtig und erhielt sogar eine Strassenzulassung.

    Strassenzugelassen und verkauft

    Mitte der Siebzigerjahre verkaufte ItalDesign den Keil an einen privaten Besitzer. Ob und wieviel der Boomerang auf öffentlichen Strassen bewegt wurde, ist unklar. Wahrscheinlich ist, dass er nicht für lange beim selben Besitzer blieb.

    Zwischengas Premium Light SKY: Jetzt Premium Light kaufen

    Concours-gewandt

    Als fahrendes Konzeptfahrzeug war und ist der Maserati natürlich der perfekte Concours-Teilnehmer und so wurde er dann auch immer wieder vorgezeigt.

    Maserati Boomerang (1972) - Best in Show am Concours d'Elégance Zoute Grand Prix 2013
    © Copyright / Fotograf: Eventattitude / F.Blaise-J.Mahiels-R.de Borman

    1993 trat der Boomerang nach einigen Restaurierungsarbeiten in Pebble Beach an, 2012 wurde er dort erneut gezeigt. 2013 nahm der Wagen am Concours d’Elégance Zoute teil, 2014 fuhr er am Chantilly Arts  & Elégance Richard Mille 2014 Concours über die Bühne, nachdem er bereits am Autosalon in Paris in einer Sonderausstellung zu sehen gewesen war. Diverse andere Auftritte an Schönheitskonkurrenzen, darunter Villa d’Este, komplettieren seine Geschichte.

    Maserati Boomerang (1972) - Design von Giorgetto Giugiaro, ersmals als Holzmodell 1971 gezeigt - Techno Classica 2015
    © Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

    Quintessentiell

    Wieviel kann ein derartiges Einzelstück wert sein? Bonhams schätzt hinter vorgehaltener Hand, dass 3 bis 4 Millionen Euro sicher gerechtfertigt wären. Ob dies die finanzkräftigen Sammler auch so sehen, wird am 5. September 2015 herauskommen, wenn der Wagen an der Bonhams-Versteigerung anlässlich des Chantilly Arts & Elegance Richard Mille in der Nähe von Paris unter den Hammer kommt.

    Maserati Boomerang (1971) - gerade Linien, grosse Glasflächen
    © Copyright / Fotograf: Archiv Adolfo Orsi - Courtesy Bonhams

    Weitere Informationen

    Alle 56 Bilder zu diesem Artikel

    ···
     
    Quelle:

    Neueste Kommentare

     
     
    bo******:
    08.09.2015 (12:22)
    ....der BOOMERANG hatte ursprünglich silbergraues Kunstleder, keine
    schwarzen Ledersitze......
    ....nur der Fahrersitz hatte eine hydraulische Verstellung der Lehne und
    der Pedalerie(Citroen), da die Position, des Lenkrades konstruktionsbedingt
    nicht verstellbar war.
    ........das zweite Mal in Pebble Beach war zum 50-jährigen Jubiläum im
    Jahr 2000 nicht 2012
    Möchten Sie einen Kommentar abgeben?
  • Sie haben bereits einen Benutzernamen für Zwischengas?
    Dann melden Sie sich an (Login).
  • Sie haben noch kein Profil bei Zwischengas? Die Registrierung ist kostenlos und geht ganz schnell.
  • Markenseiten

    Alles über Maserati

    Artikelsammlungen zum Thema

    Konzeptfahrzeuge und Prototypen

    Aus dem Zeitschriftenarchiv

    Suche nach ähnlichem Inhalt

    Inserate

    Aktuelle Marktpreise (Auswahl)

    Preisbereich HOCH: € 15'001 bis 75'000
    Maserati Merak (1972-1975)
    Coupé, 190 PS, 2965 cm3
    Preisbereich SEHR HOCH: € 75'001 bis 250'000
    Maserati Khamsin (1972-1982)
    Coupé, 320 PS, 4855 cm3
    Preisbereich HOCH: € 15'001 bis 75'000
    Maserati Kyalami (1976-1983)
    Coupé, 280 PS, 4930 cm3
    Preisbereich SEHR HOCH: € 75'001 bis 250'000
    Maserati Mistral 3700 (1963-1969)
    Coupé, 245 PS, 3692 cm3
    Preisbereich HÖCHSTPREISIG: € 250'001 bis 25'000'000
    Maserati Mistral 4000 (1965-1970)
    Cabriolet, 255 PS, 4014 cm3
    Pantheon Basel - Ikonen und Boliden 2019: Pantheon Basel - Ikonen und Boliden 2019