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Bild (1/9): Lancia Fulvia 1.3 S (1974) - Flinkes Sportcoupé (© Daniel Reinhard, 2020)
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    Lancia Fulvia 1.3 S - tolle Aussichten

    Erstellt am 10. März 2020
    Text:
    Bruno von Rotz
    Fotos:
    Daniel Reinhard 
    (38)
    Archiv Bernhard Brägger 
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    Mit dem Lancia Flavia war der Turiner Autobauer zukunftsweisende Wege gegangen, nur wenige Jahre später stand 1963 auf dem Genfer Automobilsalon der neue Lancia Fulvia.

    Lancia Fulvia Berlina GT (1967) - mit Doppelscheinwerfern
    © Archiv Automobil Revue

    Wie die grössere Schwester, ebenfalls unter Professore Dottore Ingeniere Antonio Fessia entstandene Flavia wies auch der (oder die) neue Fulvia Frontantrieb auf, allerdings wählte man die bereits beim Appia angewendete V4-Bauweise und nicht einen Boxermotor. 12 Grad nur betrug der Winkel zwischen den beiden Zylinderreihen, weniger als beim Ardea (16 Grad), mehr als beim Appia (10 Grad). 1019 cm3, zwei obenliegende Nockenwellen und ein Fallstrom-Doppelvergaser ermöglichten 60 PS bei 5800 Umdrehungen. Der Motor wurde in einem Hilfsrahmen länges um 45 Grad geneigt eingebaut und vor der Vorderachse montiert, während das Getriebe dahinter angeordnet wurde. Die Vorderräder wurden an oberen und unteren Trapez-Dreieckquerlenkern geführt, hinten begnügte man sich mit einer Starrachse mit Panhardstab. Vier Scheibenbremsen stoppten die nüchtern gezeichnete viertürige Limousine zuverlässig.

    Premiere am Genfer Autosalon

    Nur zwei Jahre später schob Lancia wiederum am Genfer Autosalon in Genf 1965 ein zweitüriges Coupé mit zwei Notsitzen hinterher. Wie bereits die Limousine wurde auch das Coupé im eigenen Haus gezeichnet, als Designer stand Pietro Castagnero am Zeichenbrett.

    Lancia Fulvia Coupé (1965) - kompakt, hübsch und sportlich - Genfer Automobilsalon 1965
    © Copyright / Fotograf: Archiv Reinhard / Max Pichler

    Das Ergebnis wusste zu überzeugen, denn auf dem um 15 cm verkürzten Radstand der Berlina war ein überaus hübscher Sportwagen mit tiefer Gürtellinie und grossen Fensterflächen entstanden. Viel mehr Rundumsicht bot kaum ein anderes geschlossenes Auto in jener Zeit (und bis heute). 

    Leichter Sportler

    Technisch erbte das Coupé die Technik der Limousine Fulvia 2 C, allerdings wurde der Hubraum auf 1216 cm3 vergrössert, so dass nun 80 PS bei 6000 Umdrehungen zur Verfügung standen. Leer wog der Wagen mit selbsttragender Karosserie rund 950 kg, als Spitzengeschwindigkeit wurden vom Werk 160 km/h genannt, als Verbrauch neun Liter pro 100 km. Damit konnte das Fulvia Coupé sowohl hinsichtlich Sportlichkeit, als auch Sparsamkeit punkten.

    Lancia Fulvia 1.3 S (1974) - Viel Agilität dank wenig Gewicht
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Im Test (von Auto Motor und Sport) im Frühling 1967 zeigte sich der Wagen sogar noch dynamischer, beschleunigte in 15,4 Sekunden von 0 bis 100 km/h und lief 164 km/h. Da war ihm auch der etwas höhere Verbrauch von 10,5 Liter pro 100 km im Testschnitt verziehen, zumal das Coupé mit hoher Fahrsicherheit, gediegener Ausstattung und einer guten Gesamtqualität überzeugen konnte. Nur mit der Motorelastizität, hohen Bremskräften und schlechtem Licht war Testfahrer Manfred Jantke nicht so ganz zufrieden, zumal der Wagen immerhin DM 10’500 oder CHF 13’750 kostete.

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    Drei Serien

    Auch Lancia sah Verbesserungsbedarf und vergrösserte den Motor auf 1.3 Liter Hubraum, womit nun mindestens 87 PS zur Verfügung standen. Zumal wurden Hauben und Türen nun aus Aluminium hergestellt, womit sich das Gesamtgewicht spürbar reduzierte.
    Bereits 1966 hatte Lancia die Variante "HF" (für High Fidelity) vorgestellt, eine auf knapp über 800 kg reduzierte Sportversion. Die amerikanische Zeitschrift "Road & Track" verglich 1967 das normale Fulvia Coupé 1,3 mit der ebenfalls erschienenen Zagato-Variante und war von beiden Versionen begeistert. "The Rallye coupe is a car for anyone who wants a precision motorcar …", schrieben die Amerikaner und wiesen dabei auf die guten Fahreigenschaften bei annehmbarem Komfort hin.

    Lancia Fulvia HF (1974) - Start und Ziel der Rallye di Lugano war 1974 auf der Piazza della Riforma mitten in Lugano
    © Copyright / Fotograf: Archiv Bernhard Brägger

    Selbst den geradezu kleinen Hubraum und die nur vier Zylinder konnte die amerikanischen Testfahrer nicht abschrecken, eher noch der Preis, für den man jenseits des Atlantiks durchaus auch eine Achtzylinderlimousine erstehen konnte.

    Es folgen weitere Verbesserungen

    Lancia optimierte derweil weiter und präsentierte im September 1970, bereits unter der Ägide Fiat, die Serie 2, bei der vor allem bezüglich Sicherheitsattributen manches verbessert worden war. So war nun eine Superduplex-Zweikreisbremse an Bord, Verankerungen für Sicherheitsgurte auf allen Sitzplätzen, drei Bedienungshebel am Lenkrad und ein Sicherheitsrückspiegel. Die Scheinwerfer waren etwas höher angeordnet und entsprachen nun den neuesten amerikanischen Gepflogenheiten, die Stosstangen erhielten Gummiauflagen.

    Lancia Fulvia Coupé 1,3 S (1970) - dei Leichtmetall-Türen und Hauben entfielen mit der Serie 2
    © Archiv Automobil Revue

    Auch ein Aussenspiegel gehörte zur Serienausstattung. Auf die teuren Leichtmetallhauben und -türen musste die 2. Serie allerdings verzichten, dafür gab’s ein Fünfganggetriebe, womit allfällige gewichtsbedingte Fahrleistungsverluste wieder ausgeglichen werden konnten, zumal die Leistung der 1,3-Liter-Version mit 1298 cm3 nun mit 90 PS angegeben wurde.

    FridayClassic20

    Fachpresse überzeugt

    Klaus Westrup testete für "Auto Motor und Sport" das 1,3-Liter-Coupé und konnte die versprochenen Fahrleistungwerte problemlos nachvollziehen. 12,4 Sekunden dauerte der Sprint von 0 bis 100 km/h und erst bei fast 168 km/h hörte der Vorwärtstrieb auf. Der Verbrauch lag weiterhin bei moderaten 10,8 Litern pro 100 km im Testbetrieb.

    Lancia Fulvia Coupé (1966) - Pressebild zeigt die Begeisterung der ganzen Familie
    © Archiv Automobil Revue

    Während bei der Verarbeitungsqualität Einbussen gegenüber früheren Versionen moniert wurde, erhielt die Fahrdynamik gute Noten: "Beim schnellen Kurvenfahren legen die Fulvia-Coupés
ein untersteuerndes Fahrverhalten an den Tag. Dass in Extremfällen das kurveninnere Hinterrad vom Boden abhebt, hat auf die Fahrsicherheit keinen nennenswerten Einfluß."

    Vergleich mit der Konkurrenz

    DM 11’900 kostete das Modell 1,3 S im Jahr 1971 in Deutschland, in der Schweiz wurden dafür CHF 14’200 verlangt. Zum Vergleich kostete ein Ford Capri 2600 GT XLR CHF 14’150, ein Lotus Elan Sprint Coupé CHF 20’650 und ein Alfa Romeo GT 1300 Junior CHF 14’000. Eine Alpine-Renault A110 1600 S kostete fast das Doppelte, preislich war man also gut aufgestellt. Im Jahr 1974 wurde das Fulvia Coupé erneut ein wenig überarbeitet, die Anpassungen waren allerdings vor allem kosmetischer Natur. Der Kühlergrill war nun mattschwarz lackiert, die Rundinstrumente weiss unterlegt, es gab nun edle Stoffpolster statt der früheren Vinylbezüge und im Getriebe rührte man mit einem dickeren Schaltknüppel.

    Lancia Fulvia 1.3 S (1974) - Gute Rundumsicht dank schlanker Säulen
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Technisch war praktisch alles beim Alten geblieben und so wurde das Werkscoupé noch bis im März als "Fulvia 3" weitergebaut, da war der Lancia Beta schon lange auf dem Markt, auch als Coupé. Immerhin rund 140’000 Fulvia Coupés (inklusive HF-Versionen) hatte Lancia in den rund 14 Baujahren produziert, kein schlechtes Ergebnis für ein Auto, das eigentlich niemand wirklich benötigte. Davon dürfte allerdings nur ein geringer Teil überlebt haben.

    Der Fulvia 3 heute

    Auch 50 Jahre nach seiner Entstehung wirkt der Lancia Fulvia als Coupé attraktiv, da sehen andere Autos aus jener Zeit deutlich älter aus. Die Platzverhältnisse vorne sind generös, wenn man nicht gerade ein Sitzriese ist. Die Rundumsicht ist, wie bereits erwähnt, hervorragend. Der Motor wird per Zündschlüssel gestartet und tönt etwas rauh, erinnert ein wenig an den Klang des Boxer-Subarus.

    Lancia Fulvia 1.3 S (1974) - Kompakter Sportler
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Das Fünfganggetriebe lässt sich gut schalten, wenn man sich an das Schaltschema gewöhnt hat. Ein echter Heisssporn ist der Wagen mit 90 PS heute natürlich nicht mehr, damals aber hatten die Konkurrenten auf der Strasse 40 oder vielleicht 60 PS und da war man im 10-kg-pro-PS-Lancia natürlich gut aufgehoben.

    Lancia Fulvia 1.3 S (1974) - Die Bedienung dürfte keine Rätsel aufgeben
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Am Lenkrad lässt sich der Wagen sein Alter aber kaum anmerken und man kommt jederzeit mit dem Alltagsverkehr mit. Er überzeugt mit gesittetem Komfort und einer sehr sportlichen Auspuffnote. Und zu den Schönen gehört man im Fulvia Coupé sowieso.

    Wir danken der Oldtimer Galerie Toffen für die Gelegenheit, das hübsche Lancia-Coupé probefahren zu dürfen.

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    ···
     
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