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Bild (1/3): Lancia Delta HF Turbo "Zagato" (1985) - nur ein Spiegel - das war Mitte der Achtzigerjahre in Italien noch so üblich (© Daniel Reinhard, 2017)
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    Lancia Delta HF Turbo “Zagato" - die ganz besondere Variante eines Kompaktwagens

    4. Mai 2017
    Text:
    Bruno von Rotz
    Fotos:
    Daniel Reinhard 
    (48)
    Lancia / FCA Group / Werk 
    (11)
    FCA - Fiat Chrysler Group / Lancia 
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    Tuning ist gewiss nicht jedermanns Sache, aber wenn die Meister des Karosseriebaus Hand anlegen, dann ist das sicher etwas anderes. Und wenn sie sich dann sogar noch selber hinter das Lenkrad setzen, dann spätestens wird der Wagen sowieso geadelt.

    Lancia Delta HF Turbo "Zagato" (1985) - zusammen mit dem Lancia Flavia Sport Zagato der Sechzigerjahre
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Andrea Zagato fuhr als Student einen weissen Lancia Delta HF Turbo, der mit Zagato-Anbauteilen veredelt war und bis zum heutigen Tag überlebt hat.

    Giugiaro am Zeichenstift

    Präsentiert wurde der Lancia Delta an der IAA in Frankfurt im Jahr 1979. Lancia war zu jenem Zeitpunkt schon lange in der Hand von Fiat und man hätte eigentlich erwarten können, dass der Delta ein Zwillingsbruder des Fiat Ritmo wäre. Doch weit gefehlt, ausser den Motoren entwickelten die Lancia-Ingenieure fast alles neu.

    Lancia Delta (1979) - Schnittmodell des kleinen Delta, der in Frankfurt erstmals der Oeffentlichkeit gezeigt wurde - Internationale Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt 1979
    © Archiv Automobil Revue

    Für das Design liessen sie den ausgewiesenen Spezialisten Giorgetto Giugiaro (Italdesign) eine kompakte und moderne fünftürige Limousine entwerfen. Er leistete ganze Arbeit, denn auf 3,89 Meter Länge und 1,62 Metern Breite konnten fünf Personen mit Gepäck deutlich kommoder transportiert werden als im grösseren VW Golf der zweiten Generation. Der Kofferraum liess sich durch Umlegen der Rückbank von 260 auf bis 1000 Liter vergrössern.

    Lancia Delta 1.3 (1979) - in der Urform von Giugiaro
    © Copyright / Fotograf: FCA - Fiat Chrysler Group / Lancia

    Als besonderes Designdetail neben der geraden und schnörkellosen Linienführung wies der Delta wagenfarbene Kunststoff-Stossfänger mit Gummieinlagen auf, die Rempler bis fünf Kilometer aushalten sollten.

    Bei den Aufhängungen setzte man auf McPherson-Federbeine vorne und hinten, bei den Motoren griff man auf bewährte 1,3- und 1,5-Liter-Ritmo-Aggregate zurück, steigerte aber deren Höchstleistung um je 10 PS.

    Während der nächsten Jahre wurden wie üblich weitere Varianten mit mehr Leistung präsentiert.

    Delta Turbo als Prototyp

    Auf dem Turiner Autosalon im Frühling 1982 präsentierten die Italiener einen Prototyp, der gleichsam die Zukunft des Delta vorweg nahm, obwohl zunächst kein entsprechendes Serienmodell erschien. Der Delta Turbo 4x4, wie er genannt wurde, hatte einen mit Turbolader auf 130 PS leistungsgesteigerten 1,6-Liter-Motor unter der Haube und verteilte dessen Kraft über drei Ausgleichsgetriebe auf alle vier Räder. Technisch war dies nicht ganz so einfach, denn das Antriebsmoment musste wegen des querliegenden Frontmotors erst einmal um 90 Grad umgelenkt werden.

    Die Automobil Revue schrieb anlässlich einer kurzen Probefahrt: “Der in nur 12 Monaten entwickelte Lancia Delta 4x4 Turbo zeigte anlässlich einer ersten Kontaktnahme auf einem abgesteckten Parcours sehr gute Fahr- und Traktionseigenschaften. Das Fahrzeug untersteuert gegenüber dem normalen frontgetriebenen Delta viel weniger und lässt sich vorwiegend im neutralen Bereich fahren. Allerdings zeigten diverse Unwuchten im Antriebsstrang deutlich, dass der Delta 4x4 noch nicht ganz die Serienreife erreicht hat. Eigentlich schade."

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    4x4 mit Verzögerung

    So ganz reif war der Turbo 4x4 also im Jahr 1982 noch nicht, es sollte noch bis 1986 dauern, bis er offiziell unter dem Namen Delta HF 4WD als Serienmodell vorgestellt wurde. Den Turbomotor allerdings konnte man bereits ab Herbst 1983 kaufen, das entsprechende Modell nannte sich “Delta HF Turbo”. Das “HF” stand dabei für High Fidelity.

    Als Basis diente der Doppelnockenwellen-Motor mit 1585 cm3 (aus dem Delta GT), der mittels einem wastegate-gesteuerten Garrett T3 Turbolader und kernfeldgesteuerter Elektronikzündung bei einer Verdichtung von 8,0:1 130 PS entwickelte. Dass man dabei weiterhin auf einen Fallstrom-Registervergaser von Weber zurückgriff, mag aus heutiger Sicht erstaunen, war damals aber durchaus üblich.

    Lancia Delta HF Turbo (1985) - HF stand für High Fidelity
    © Copyright / Fotograf: Lancia / FCA Group / Werk

    Damit entwickelte der Delta ein flottes Temperament. 8,5 Sekunden reichten dem Fünftürer für den Spurt von 0 bis 100 km/h, einzig das relativ hohe Leergewicht von 1064 kg verhinderten noch bessere Werte, die sich auch im Kreise der damaligen GTI-Generation gut ausnahmen. Als Höchstgeschwindigkeit notierten die Testfahrer der Zeitschrift Auto Motor und Sport nur 194 km/h, Zeichen dafür, dass die Aerodynamik mit einem cW-Wert von rund 0,4 nicht mehr ganz auf der Höhe der Zeit war. Der Turboeffekt zeigte sich auch im Verbrauch, 14,2 Liter pro 100 km genehmigte sich der zwangsbeatmete Delta im Test.

    Lancia Delta 1.6 HF Turbo (1983) - noch ohne Vierradantrieb
    © Copyright / Fotograf: FCA - Fiat Chrysler Group / Lancia

    Gelobt wurde damals die gute Laufkultur, weniger begeistert war man von der straffen Federung und den an der Lenkung zerrenden Antriebskräfte. An der Fahrsicherheit gab es aber insgesamt wenig zu kritisieren und auch der Preis ging mit DM 22’750 in Ordnung.

    Zagato als Tuner

    Die Carrozzeria Zagato ist Autokennern als Schöpfer legendärer Automobile wie Aston Martin DB4 GT Zagato, Alfa Romeo Giulia Tubolare Zagato oder Lancia Flavia Sport Zagato ein Begriff.

    Ab den Siebzigerjahren trat die Firma als Karosseriewerk für kleinere Serien auf, aus dieser Zeit stammt der Alfa Romeo Junior Zagato, aber auch der elektrische Zele. In den Achtzigerjahren wollte man dann auch vom schnell wachsenden Tuning-Kuchen etwas abschneiden. So wurde am Genfer Autosalon 1984 auch ein modifizierter Lancia Delta GT präsentiert.

    Lancia Delta - Tuning von Zagato - Lancia Delta GTZ mit "bemerkenswert sauberem Design" - am Genfer Automobilsalon 1984
    © Archiv Automobil Revue

    Die Automobil Revue schrieb im Rahmen ihrer Berichterstattung vom Salon:
    “Hervorragend gelungen ist die Karosserieveredelung auf Basis des Lancia Delta GT: Die äusseren Änderungen setzen sich aus einer stilistisch überaus gekonnt angepassten Bugschürze mit zur Schwellenverbreiterung passendem unterem Abschluss, einem kecken Heckspoiler und aus Raddeckeln mit Dreieckmotiv zusammen. Gerade diese Designschöpfungen beweisen, dass selbst von Haus aus als exklusiv propagierte Wagen mit geschickt angepasstem Karosseriezubehör an Individualität gewinnen können.“

    Ob man dies heute auch noch so positiv sehen würde, sei dahingestellt, auffällig war der präsentierte Delta GTZ auf jeden Fall. Wieviele Serienautos so umgebaut wurden, ist unklar, aber als Andrea Zagato, der Sohn Elio Zagatos, während seiner Studentenzeit einen fahrbaren Untersatz benötigte, wurde ein fabrikneuer Delta HF Turbo mit einigen Zagato-Zubehörteilen verfeinert.

    Lancia Delta HF Turbo "Zagato" (1985) - auch die Seitenschweller wurden bei Zagato angepasst
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Ein ganz besonderer Delta

    Gegenüber der Serienvariante unterschied sich der im Oktober 1985 erstmals mit dem Nummernschild MI0000Z in Verkehr gesetzte weisse Delta in einigen Punkten. So trug er vorne Doppelscheinwerfer, wie sie bei Lancia erst mit dem Delta HF 4WD kamen. Die vordere Stossstange samt Frontspoiler war ein Zagato-Design, genauso die seitlichen Schweller und der Heckspoiler, der allerdings später wieder entfernt wurde.

    Lancia Delta HF Turbo "Zagato" (1985) - die Front ist Zagato-spezfisch mit Doppelscheinwerfern und modifizierter Bugverkleidung
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Man kann sich den Wagen eigentlich als Mittelweg zwischen dem 1984 präsentierten Delta GTZ und dem späteren Delta HF 4WD vorstellen. Ergänzt wurden die Modifikationen durch Zagato-Schriftzüge auf dem Kühlergrill, auf den den Flanken und am Heck.

    Lancia Delta HF 4WD (1986) - mit Turbomotor und Vierradantrieb
    © Copyright / Fotograf: Lancia / FCA Group / Werk

    Im Innern blieb der Wagen weitgehend serienmässig, einzig eine Stereoanlage mit in der Mittelkonsole eingebauten Lautsprechern liess sich Andrea Zagato montieren.

    Am Lenkrad

    Inzwischen ist Andreas Delta schon längst in neue Hände übergegangen, er hat aber die Zagato-Handschrift behalten und fährt sich noch so wie damals. Aus heutiger Perspektive ist der Wagen geradezu frappant kompakt, selbst ein Polo ist heute länger und breiter. An der Übersichtlichkeit gibt es kaum etwas auszusetzen, die Bedienung bereitet keine Schwierigkeiten.

    Lancia Delta HF Turbo "Zagato" (1985) - kaum Unterschiede zum Serien-HF-Turbo
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Die Zahnstangen-Lenkung setzt den Armuskeln erstaunlich wenig Widerstand entgegen, die damals teilweise aufpreispflichtigen Sportsitze geben genügend Seitenhalt. Nur die LED-basierenden Anzeigen überzeugen heute nicht mehr so ganz und auch die 130 PS wirken im Jahr 2017 natürlich nicht mehr ganz so üppig wie über 30 Jahre zuvor. Dafür überrascht das gute Raumgefühl, wenn man einmal hinten sitzen muss/darf.

    Lancia Delta HF Turbo "Zagato" (1985) - ... eine weitere für das Gepäckabteil
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Die lange Karriere des Delta

    Der Delta der ersten Generation war im Jahr 1985 noch lange nicht am Ende seiner Karriere, bis ins Jahr 1994 wurde er gebaut und die spätere Variante Integrale mit Vierradantrieb bot schliesslich sogar die Basis für einen Zagato-Sportwagen, den Hyena.

    Lancia Delta HF Turbo "Zagato" (1985) - kaum zu glauben, dass darunter fast dieselbe Technik sitzt, der Hyena nutzte allerdings die Integrale-Basis
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    1993 wurde dann der Delta II vorgestellt, der es dann nur noch auf sechs Baujahre brachte, bis man die Modelllinie zumindest vorübergehend auslaufen liess.

    Wir danken dem Classic Car Fund für die Gelegenheit, den weissen Lancia Delta Zagatos ablichten zu können. Wir danken auch dem Pantheon Basel/Muttenz , das im Rahmen der zu Ende gehenden Zagato-Ausstellung das Foto-Shooting unterstützte!

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    ···
     
    Quelle:

    Alle Kommentare

     
     
    ae******:
    11.05.2017 (09:29)
    Toller Bericht! Ich besitze einen Delta HF Baujahr 1984, heute ein ganz rares Stück! Absolut rostfrei und in einem tollen Gesamtzustand, mit Recaro Sitze, Schiebedach und el. Fensterheber. Mechanisch läuft er prima, die Elektrik macht Probleme. Es macht auch heute noch mächtig Spass mit dem kleinen Italiener rum zu kurven.
    Hans Sägesser, 4051 Basel
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