Aus der Scheune gezogen – Bristol 401
Zusammenfassung
Nicht jeden Tag wird ein seltener britischer Klassiker in einer Scheune entdeckt und ans Tageslicht gezogen. Beim Bristol 401 ist diese Wiederentdeckung ein ganz besonderes Erlebnis, denn nur knapp 600 dieser windschlüpfigen Autos wurden zwischen 1949 und 1953 gebaut. Sie kombinierten italienisches Design, deutschen Motorenbau und britischen Autobau und gehörten zu den teuersten Personenwagen jener Zeit. Dieser Bericht zeigt den geretteten Bristol 401 auf vielen Bildern und erzählt die Geschichte des Wagentyps, ergänzt um zahlreiche historische Aufnahmen und die Verkaufsliteratur von damals.
Dieser Artikel enthält folgende Kapitel
- Bewährt
- Schnell
- Fahrsicher, komfortabel und gut ausgestattet
- Kurz vor der Ablösung
- Im Originalzustand erhalten
Geschätzte Lesedauer: 5min
Leseprobe (Beginn des Artikels)
Man schrieb den 8. April 1953 als der Bristol 401 mit Chassisnummer 401-1239 seine ersten Nummernschilder erhielt und ab sofort auf den Berner Kantonsstrassen und natürlich auch anderen verkehren durfte. Nur gerade sieben Tage vorher war der Wagen in die Schweiz eingeführt worden, vermutlich durch Generalvertreter Titan, ansässig an der Badenerstrasse 527 in Zürich und Nachfolger von C. A. Drenowatz, der den Bristol-Import bis 1952 innehatte. Allzu viel weiss man nicht von der frühen Geschichte des bordeauxroten Bristol Coupés, ausser dass es wohl im Mai 1963 den Besitzer (zum ersten Mal?) wechselte und irgendwann in den Sechzigerjahren verunfallte. Eine eingeschlagene Front war das Ergebnis, der Kühler dahinter blieb weitgehend unbeschädigt. Der Wagen landete auf dem Autofriedhof Kaufdorf, man erkannte aber sofort, dass es sich hier um etwas Besonderes handelte und so erhielt der Bristol zumindest einen trockenen Unterstand.
Diesen Artikel kostenlos weiterlesen?
Bilder zu diesem Artikel

https://at-autostyle.com/bristol-401-interior/bristol-401_67/
Der Text zu Bild 49: "… alle Unwuchten werden elektrostatisch gemessen" stimmt nicht.
Mit Elektrostatik hat dies nichts zu tun, eher mit Elektrodynamik. Die Gisholt-Methode des dynamischen Auswuchtens bedient sich elektromechanischer Wandler zum Umwandeln mechanischer Schwingungen in elektrische Impulse, die dann verstärkt an einen Toleranzgrenzendetektor weitergeleitet werden, um zu bestimmen, welche Werkstücke die Toleranzgrenze bei Unwucht überschreiten. Im Prinzip ist es ein Wattmeter-Verfahren, bei dem die Auswirkungen von Unwuchten in zwei Ebenen, die durch zwei Erregerstromspulen dargestellt werden, gemessen werden.
Die Versicherung verkaufte dann das Unfallauto an den Autofriedhof Messerli in Kaufdorf, wo er 2008 zur Versteigerung wiederentdeckt wurde.



































































































































































































Kommentare