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Retro Classics Stuttgart 2022 – neuer und übersichtlicher

Erstellt am 25. April 2022
, Leselänge 5min
Text:
Paul Krüger
Fotos:
Daniel Reinhard 
141
Viele Aussteller freuten sich nach der Zwangspause über den Neubeginn – Retro Classics 2022
Das Porsche-Angebot auf der Messe war mannigfaltig – Retro Classics 2022
Abarth SE 030 (1974) – einer von zwei Renn-Prototypen – Retro Classics 2022
Abarth SE 030 (1974) – fast doppelt so breit wie hoch – Retro Classics 2022
Abarth SE 030 (1974) – der Luftschnorchel war ein typisches Abarth-Merkmal – Retro Classics 2022
Fiat-Abarth X 1/9 (1973) – – Retro Classics 2022


Vor zwei Jahren war die "Retro Classics" in Stuttgart eine der letzten Messen gewesen, die vor der Pandemie noch knapp stattfinden konnten. Nach der beinahe obligatorischen Pause im Jahr 2021 konnte die selbsternannte "Messe für Fahrkultur" nun von 21. bis 24. April 2022 wieder stattfinden.

Bild Viele Aussteller freuten sich nach der Zwangspause über den Neubeginn – Retro Classics 2022
Viele Aussteller freuten sich nach der Zwangspause über den Neubeginn – Retro Classics 2022

Vier Messen zum Preis von einer

Das Publikum hatte den Anlass im vergangenen Jahr wohl vermisst, denn mit 80'000 Besuchern an vier Tagen verkaufte man rund ein Drittel mehr Eintrittskarten als 2020. So mancher Oldtimer-Fan, der seinen Rundgang auf der "falschen" Seite begann, rieb sich allerdings verwundert die Augen, als er statt von altem Blech von jungem Gemüse empfangen wurde. Von den zehn Messehallen wurden nämlich nur fünf von der "Retro Classics" in Anspruch genommen. In den Hallen 2 und 4 war "Der Markt des guten Geschmacks" – eine Messe für "Slow Food" – einquartiert, die sich um regionale und nachhaltige Lebensmittel drehte. Halle 6 war der Messe "Garten" vorbehalten, deren Name relativ selbsterklärend ist. Halle 8 enthielt die Messe "i-MobIlity", die sich nur mit Elektromobilität in allen Formen beschäftigte. Halle 9 wurde in diesem Jahr nicht bespielt.

Bild Das Porsche-Angebot auf der Messe war mannigfaltig – Retro Classics 2022
Das Porsche-Angebot auf der Messe war mannigfaltig – Retro Classics 2022

Wer auf der "richtigen" Seite begann, fand in Halle 1 eine grosse Menge internationaler Oldtimer-Händler vor. Standort-bedingt dominierten Mercedes-Benz und Porsche das Angebot. Gefühlt konnte man sich wie früher beim Händler jedes Modell in jeder Farbe mit jedem Motor aussuchen. Nur bei den Sonderausstattungen hatte man nicht mehr ganz so viel Freiheit wie damals. Porsche feierte auf seinem Stand das 40-jährige Jubiläum der Gruppe C und hatte hierfür fünf 956 und 962 auf seinem Stand versammelt.

Bild Porsche 956 (1983) – Sonderschau "40 Jahre Gruppe C" auf dem Porsche-Stand – Retro Classics 2022
Porsche 956 (1983) – Sonderschau "40 Jahre Gruppe C" auf dem Porsche-Stand – Retro Classics 2022

Auf der umlaufenden Galerie waren wie gewohnt die privaten Fahrzeug-Verkäufer untergebracht, die auch dieses Jahr wieder ein höchst abwechslungsreiches Angebot vom Ford-Transit-Pritschenwagen der ersten Generation bis zum BMW 635 CSi auffuhren. Besonders schön war ein ungeschweisster Citroën DS 19 im nur 1968 angebotenen Farbton "Bleu Angora". Das hellblaue Erstlackauto wollte mit 43'990 Euro aber auch gut bezahlt sein. Nicht weit davon entfernt suchte das erste von 13 Piecha-Cabrios auf Basis des Opel Calibra für 18'500 Euro einen neuen Besitzer.

Bild Lotus Esprit (1976) – vor einem Triumph Herald – Retro Classics 2022
Lotus Esprit (1976) – vor einem Triumph Herald – Retro Classics 2022

Niedriger Altersdurchschnitt – aber nicht bei den Besuchern

Gewisse Blickwinkel liessen einen jedoch hin und wieder vergessen, dass man auf einer Oldtimer-Messe war. Die "Sonderschau Mustang" in Halle 1 bestand zu zwei Dritteln aus Neuwagen, die die erste Reihe belegen durften. Die Klassiker vom Schlage eines wunderbar originalen 1969er Cobra Jet in "Silver Jade" und eines 1980er Mustang Turbo mit rotem Häkel-Interieur wurden in die zweite Reihe unter die Empore verbannt. Generell war der Anteil an fabrikneuen Autos und "jungen Gebrauchten" gefühlt so hoch wie nie zuvor. Lamborghini Urus und Mercedes-AMG GT teilten sich die Stände mit Miura und 450 SLC. Im Atrium, wo vor zwei Jahren noch eine beeindruckende Sammlung von 40 überwiegend historischen Gulf-Rennwagen die Besucher begrüsste, befand sich nun ein Alfa-Romeo- und Jeep-Autohaus, das neben 17 Neuwagen noch zwei Oldtimer am Rand parkiert hatte. In Halle 5 "Neo Classics" wurden ganz bewusst moderne Autos als "Klassiker der Zukunft" angeboten.

Bild Drei Klassiker und 14 Neuwagen, davon zehn SUVs: genau das richtige Verhältnis für eine Oldtimermesse – Retro Classics 2022
Drei Klassiker und 14 Neuwagen, davon zehn SUVs: genau das richtige Verhältnis für eine Oldtimermesse – Retro Classics 2022

Ebenfalls in Halle 5 wurden 100 Jahre Moto Guzzi gefeiert. Eigentlich wäre das Jubiläum schon vergangenes Jahr fällig gewesen, aber da die Messe ausfiel, hat man die Feierlichkeiten kurzerhand um ein Jahr verschoben. Das Warten hatte sich für Freude der italienischen Zweiräder aber definitiv gelohnt. Über 70 Maschinen deckten fast das komplette Guzzi-Programm eines Jahrhunderts ab, gekrönt von historischen Rennmaschinen und dem passenden Fiat 1100 Familiare als Renntransporter. Lino Tontis Meisterwerk namens V7 Sport bildete mit insgesamt zehn Exemplaren beider Rahmenfarben (Rot und Schwarz) den Mittelpunkt der Sonderschau.

Bild Moto Guzzi Stornello 125 (1968) – – Retro Classics 2022
Moto Guzzi Stornello 125 (1968) – – Retro Classics 2022
Angebote von Zwischengas-Spezialisten
Alfa Romeo 1750 GTV Series 2 (1971)
Alfa Romeo 1750 GTV Series 2 (1971)
Alfa Romeo 6C 2500 Tourismo 5 posti (1940)
Alfa Romeo 6C 2500 Tourismo 5 posti (1940)
Ford Torino 302 V8 Hardtop Coupé (1970)
Ford Torino 302 V8 Hardtop Coupé (1970)
BMW 850i (1991)
BMW 850i (1991)
+41 (0)31 / 819 61 61
Toffen, Schweiz

Mehr Abwechslung abseits der grossen Händler

Die Autos abseits des Massengeschmacks wie Mitsubishi Sapporo und Goggomobil Dart waren nur in den seltensten Fällen zu verkaufen und fanden sich meist auf den Ständen der Markenclubs in den Hallen 5 und 7, die gewohnt liebevoll dekoriert waren. Ebenfalls ungewöhnlich und deswegen erfreulich war die Sonderschau der historischen Reisebusse in Halle 3 mit teils skurrilen Mobilen wie dem Citroën N 350 mit Heuliez-Aufbau. BMW liess es sich nicht nehmen, im Revier des schwäbischen Konkurrenten zu wildern und stellte in Halle 7 nicht nur Oldtimer, sondern auch die neuesten Modelle aus dem aktuellen Programm aus.

Bild Der Glas-Automobilclub International zeigte einen 1004 CL, ein Goggomobil sowie einen australischen Dart – Retro Classics 2022
Der Glas-Automobilclub International zeigte einen 1004 CL, ein Goggomobil sowie einen australischen Dart – Retro Classics 2022

In Halle 10 fand sich die Verkaufsfläche für Händler und Autos ausserhalb des Hochpreis-Segments – oder für Autos, die zwar das richtige Preisschild, aber das falsche Emblem haben wie der Opel Diplomat V8 Coupé für 230'000 Euro. Damit war das nur 347-mal bei Karmann gebaute, tunisbeige Dickschiff teurer als der viperngrüne Porsche 911 T daneben. Dennoch wird wohl der eine oder andere Betrachter eine versehentliche Null zu viel vermutet haben.

Bild Opel Diplomat V8 Coupé (1967) – Mit 230'000 Euro teurer als der Porsche daneben – Retro Classics 2022
Opel Diplomat V8 Coupé (1967) – Mit 230'000 Euro teurer als der Porsche daneben – Retro Classics 2022

Ein paar Reihen dahinter wartete ein sehr gepflegter, teilrestaurierter Renault 9 GTX mit gerade einmal 51'000 Kilometern Laufleistung auf einen neuen Besitzer. Der musste gerade einmal 6200 Euro dabei haben, um mit der dunkelblauen Limousine von 1984 nach Hause fahren zu können. Noch günstiger kamen Interessenten bei einem Fiat Tipo für 5900 Euro weg. Der kleine Italiener mit den grossen Borbet-Rädern hatte gerade einmal 21'000 Kilometer zurückgelegt.

Bild Kleinstwagen zum Verkauf in Halle 10 – Retro Classics 2022
Kleinstwagen zum Verkauf in Halle 10 – Retro Classics 2022

Wenig Teile, viel Zubehör

In der anderen Hälfte von Halle 10 wurden Automobilia, alte und neue Modellautos sowie sonstige Sammlerstücke feilgeboten. Das Angebot an Ersatzteilen war abgesehen von den beiden Stuttgarter Hausmarken eher bescheiden. Wer Kleinkram für seinen Renault 4 benötigte, ging leer aus. Dafür fand sich aber sonst alles, was heute so zum Oldtimer-Hobby dazugehört: Acrylgemälde von Porsche-Klassikern, Konterfeis von Steve McQueen, Sofas und jede Menge Kleidung mit Gulf- oder Martini-Dekor.

Bild Triumph Spitfire (1971) – In Gulf-Farben und mit aufgemalten Absnutzungsspuren – Retro Classics 2022
Triumph Spitfire (1971) – In Gulf-Farben und mit aufgemalten Absnutzungsspuren – Retro Classics 2022

Veranstalter und Aussteller zeigten sich zufrieden mit der diesjährigen Retro Classics. Ein Termin für nächstes Jahr wurde noch nicht genannt. Die Retro Classics Bavaria in Nürnberg wird von 1. bis 4. Dezember 2022 stattfinden.

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Bild Bitte die Alfas nicht füttern: Giulia GT und Spider waren eingezäunt – Retro Classics 2022
Bild Evolution der BMW-Sportlimousinen vom 2000 ti zum M5 – Retro Classics 2022
Bild Bugatti und VW an getrennten Ständen. Heute gehören beide Marken zum selben Konzern – Retro Classics 2022
Bild Sonderschau für historische Feuerwehrfahrzeuge in Halle 5 – Retro Classics 2022
Bild Mercedes-Benz sind in Stuttgart noch immer gerne gesehen, Diesel jedoch nicht mehr – Retro Classics 2022
Bild Schlauchanschlüsse aus Messing an einem historischen Feuerwehrwagen – Retro Classics 2022
Bild Mercedes-Benz-Sportwagen aus drei Jahrzehnten – Retro Classics 2022
Bild Gruppe-C-Rennwagen auf dem Stand von Porsche Classic – Retro Classics 2022
Bild "Junge Sterne" bei Mercedes-Benz – Retro Classics 2022
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von he******
26.04.2022 (07:38)
Antworten
Wenn man extra aus Wien anreist und die Messe von früher kennt, ist man ob der Größe enttäuscht und überlegt nächstes Jahr wiederzukommen....
Antwort von 1c******
26.04.2022 (08:11)
Deutschland:Österreich = 1:0 „Wien ist anders“!
von au******
26.04.2022 (08:20)
Antworten
Meine Anreise aus Düsseldorf hätte ich mir sparen können.
Das beste war der Italienische Käse.
Nie wieder Stuttgarter Retro Classic.
von bu******
26.04.2022 (09:01)
Antworten
Zitat :
"Drei Klassiker und 14 Neuwagen, davon zehn SUVs: genau das richtige Verhältnis für eine Oldtimermesse"
Mehr ist dem eigentlich nicht hinzu zu fügen
Favicon
von kd******
26.04.2022 (09:04)
Antworten
netter Artikel mit vielen Fotos von den bekannten Marken, aber wo sind die Fotos von den vielen enthusiastischen Club Ständen, hier spielt doch die Musik. Hier wird die Tradition hochgehalten von der auch "Zwischengas" lebt. Darum bitte das nächste Mal mehr über die Clubs und weniger die Hersteller show. Danke
von ru******
26.04.2022 (09:26)
Antworten
Na ja. Wenn man vergleicht mit den Messen 2019 und früher, dann war dieses Jahr Enttäuschung pur.
Man kann nur sagen Retro Classic: Quo vadis?
von pe******
26.04.2022 (10:45)
Antworten
auch die Anreise aus der Region Zürich war in diesem Jahr nicht lohnenswert. Logischerweise dominieren Fahrzeuge und Hersteller aus Süddeutschland auf dieser Messe, ist ja schliesslich ein Zentrum der Autoproduktion. Aber Deutschland hatte mal viele andere spannende Marken und davon war nix zu sehen. Dass hin und wieder ein heutiges Auto ausgestellt war finde ich kein Problem, die Entwicklung geht weiter. Aber dass so gut wie keine Teile verkauft wurden nervte, das vom Veranstalter gewählte Datum war sicher nicht ideal wenn gleichzeitig der Teilemarkt Ulm stattfand.... Ich jedenfalls werde diese Messe auslassen in Zukunft, und ich freue mich schon wieder auf Padua!
Die Gartenmesse war übrigens auch sehenswert, es gibt auch Oldtimerfahrer die haben neben schmierigen Händen auch einen grünen Daumen!!! ;-)))
von lo******
26.04.2022 (11:06)
Antworten
Die Messe war enttäuschend, ich gebe ihr noch ein Chance. Wenn das nächste mal die Messe wieder so viel Krimskrams und Neuwagen bietet, lasse ich es sein.
Antwort von bo******
26.04.2022 (11:53)
schon früher zuviele neuere und neue Fahrzeuge, auch zuviele Youngtimer (erst 20-jährige Autos).
Es ist Mercedes, Porsche und BMW Show. Es fehlt die breite Vielfalt
von lo******
26.04.2022 (11:09)
Antworten
Ich plante 2 Tage in Stuttgart, aber nach dem ersten Tag bereits alles gesehen und so ging es schon am Freitag früh wieder nach Hause.
von Michael
26.04.2022 (12:23)
Antworten
Hat nach langer Pause wieder Spaß gemacht, für die heutige Zeit waren die angebotenen Fahrzeuge meiner Meinung nach zu hochpreisig.
Das Teileangebot war überschaubar und das Angebot von Modellautos riesig.
Mich haben am meisten die vielen Neuwagen in der Ausstellung gestört, die kann ich mir die ganze Woche bei den Händlern in der Umgebung anschauen und dafür fahre ich nicht 300 km ( eine Strecke ).
Es war mal ein Anfang der nur zu 50 % Retro war, schade.
von an******
26.04.2022 (12:27)
Antworten
Enttäuschend. Wenig Ausstellfläche und zuwenig abwechslungsreiche Angebote. Man fühlte sich teilweise in einem neuen Autohaus. Der Eintrittspreis lohnt nicht.

PS: auch ich hatte mich zunächst in die Gemüse- und Gartenabteilung verirrt.
von Don Pedro
26.04.2022 (12:59)
Antworten
Seit Jahren organisiere ich die Reise mit einem Car von Zürich nach Stuttgart zur Retro Classics und immer mit 40 - 50 Personen .
Diesmal war es die Reise nicht wert und enttäuschend Gärten und Food zu sehen. Das war nicht die Retro Classics die ich kenne.
Sehr Neuwagen lastige Ausstellung. Ich habe den Organisator per Mail angeschrieben, als ich den Hallenplan gesehen habe, aber keine Antwort erhalten jetzt weiss ich auch warum.
Ich denke, dass war meine letzte Retro Classics .
Macht es besser beim nächsten mal.
Freundliche Grüsse aus der Schweiz Don Pedro
Favicon
von he******
26.04.2022 (13:53)
Antworten
Danke für den Bericht und die zahlreichen schönen Fotos.

Ein guter Freund von mir besuchte die Messe, er war enttäuscht über das was geboten wurde.
Ich finde Neuwagen haben an einer Oldtimermesse nichts verlohen.
Antwort von ax******
26.04.2022 (21:52)
Ich befürchte, dass alle hohen Ansprüche nicht mehr erreicht werden können. Durch das Internet kennt doch jeder bereits alle bisher unbekannten Modelle, Scheunenfunde sind mittlerweile schneller im Netz als man kucken kann, Schnäppchen (oder der Oma ihr Auto billig abquatschen) macht man auf den Messen auch nicht mehr, weil jeder schon gut genug weiß, was er da stehen hat.
Also: was erwartet man von einer Messe? Möchte man evtl. neue Anbieter von Dienstleistungen kennenlernen? Live mit Clubmitgliedern oder eben Besitzern des gewünschten Oldtimers sprechen? Einfach ein paar schöne Autos sehen? Ich denke, das kann man weiterhin bei einer Messe sehr gut tun, besser als nur in Foren etc. Und wie man sieht, war die Messe für viele Leute ein guter Grund, um rauszugehen und mal etwas anderes zu sehen. Insofern ist doch alles bestens!
von ma******
26.04.2022 (18:52)
Antworten
Danke für Ihren Bericht und auch den vorangegangenen Leserbriefen
Mit meiner Vermutung, dass in erster Linie hypermoderner Schrott ausgestellt wurde, lag ich demnach richtig und freue mich die Messe nicht besucht zu haben.
Wenn man die ersten Ausstellungen im alten Messegelände besucht hat, kann man nur Hildegard Knef zitieren:
"Von nun an gings bergab"
Mit Polierten Messinggrüßen aus Österreich
von ct******
26.04.2022 (22:06)
Antworten
Auch wir waren aus Österreich angereist. Nach 2010, 2018 und 2019 zum 4. Mal - und ganz sicher zum letzten Mal. 3 Hallen mit Food/Garten, 1 Halle mit New mobility (nahezu leer, nicht überraschend) und Halle 9 auch leer. Im Foyer nichts im Vergleich zu den Vorjahren. Alles in allem war das nix, und was zu sehen war ist der übliche Einheitsbrei gewesen. Keine Audi/Ford/Opel, keine Healeys, keine Aston Martin, Lamborghini, Ferrari, keine gar nix. Keine Amerikaner Halle, keine Italiener, keine…. Ich glaube der Veranstalter hat sich damit keinen Gefallen getan, die Messe ist mausetot. Den Grund kann ich nicht nennen, Padua floriert selbst mitten in Pandemie und Krise, selbst bei Maskenpflicht wie 2021, vielleicht sollte sich der deutsche Veranstalter nicht zu schade sein sich bei seinen italienischen Kollegen etwas abzuschauen, aber mit der Performance 2022 lockt er ohnehin niemanden mehr - viel Glück für die Retro Classic Bavaria, das werden sie dringend brauchen.
von ct******
26.04.2022 (22:11)
Antworten
übrigens, nein die großen Messen sind nicht passe, die deutschen Veranstalter bekommen es einfach nur nicht mehr hin - es wird das IAA Syndrom genannt
von in******
27.04.2022 (14:05)
Antworten
... immerhin ein Neubeginn...
Ja, das war nicht die Retro, wie sie einmal war, aber für mich ein hoffnungsvoller Neubeginn nach Corona.
Man musste sich vielleicht ein bisserl mehr Zeit nehmen und nicht nur so "durchrauschen" und nur die Rosinen rauspicken. Da gab es auch viel Bewundernswertes und nette Schmankerln, wie z.B. dem einzigartigen Gutbrod-Stand mit 10! Exponaten, darunter einem von weltweit nur noch zwei existierenden Atlas-Pritschenwagen sowie Buch-Neuvorstellung zur Gutbrod-Story. Man konnte aber auch einen Lamborghini Miura Superleggera (einer von 129 gebauten) bewundern und anlässlich der Autogrammstunden mit Fabio Lamborghini plauschen, wie es sich z.B. für mich ergeben hat. Vom zum Niederknien schönen Iso Griffo in Halle3 bis zum Lot1 der Versteigerung in Halle1, einem superseltenen Cheetah, es gab schon was zu kucken außer Porsche und Daimler und ich hatte viele gute Gespräche.
Man musste sich ein bisserl Zeit nehmen und näher hinschauen und dass die Messe nur auf der linken Seite der Messe (ungerade Hallennummern plus Halle 10) stattfindet, konnte jeder Besucher vorher wissen, wenn er auch nur einmal auf der Homepage der Messe war und nicht komplett unvorbereitet hineingestolpert ist.
Mein Resumee: trotz eingeschränktem Umfang und, das gebe ich gerne zu, leider vielen unpassenden Neuwagen-Präsentationen war mal wieder Retro Time, von meiner Seite aus "Daumen hoch" für alle, die trotz Risiko mitgemacht haben und ich bin beim nächsten Mal auch wieder mit dabei.
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