Nun schon zum 26. Mal fand vom 14. bis 20. Juni 2015 der Classic Marathon, organisiert von HERO Events, statt.
Vor 28 Jahren fuhren die Teilnehmer zum ersten Mal von der Tower Bridge in London nach Cortina in Italien und dann wieder zurück nach London. Dieses Jahr führte die Strecke die 68 Teilnehmer vom Absatz des Stiefels im Süden bis hinauf ins Gebirge im Norden Italiens.
Am Tag der Abfahrt hatten sich unzählige Zuschauer im Hafen von Otranto, Puglia versammelt, um die Teams auf eine Reise zu schicken, welche sich als ein harter und verbissener Kampf herausstellte, der sich erst am letzten Tag entscheiden würde.
Der Prolog trennt die Spreu vom Weizen
Die erste Etappe diente als Prolog, um die Teams anfänglich etwas zu verstreuen, also um sozusagen die Spreu vom Weizen zu trennen. Dazu gehörte eine Fahrprüfung auf der weltberühmten La Conca Kartbahn und eine Gleichmässigkeitsprüfung, welche die Teams zurück nach Lecce zur Übernachtung und einem stärkenden Willkommensdinner in der Stadt führte.
Erste Rangkämpfe vor wunderschöner Kulisse
Am nächsten Morgen galt es dann ernst. Von Lecce aus führten die engen verwinkelten Gassen rund um Puglia nordwestlich nach Matera, einer wunderschönen Altstadt und Heimat der sogenannten "Sassi", also uralten und sehr beeindruckenden Höhlensiedlungen.
Rangkämpfe gab es bereits hier und zwar an vorderster Spitze; Charles Colton und Ryan Pickering waren in ein Gerangel mit einem weiteren Porsche-Team namens Howard & Matthew Warren verwickelt. Nur drei Sekunden lagen zwischen ihnen, als die Warrens die Oberhand gewinnen konnten.
Auf dem dritten Platz wurden John Abel und Ali Procter, welche ihren atemberaubend klingenden Sunbeam Tiger über italienische Hügel und durch enge Gassen jagten, verfolgt von Andrew & Sarah Mallagh in ihrem Porsche 914/6.
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Auch die Westküste ist ein Besuch wert
Am dritten Tag verliessen die Teams Matera, um die mediterrane Seite Italiens anzusteuern. Die Übernachtung fand in Salerno statt, wo die Teilnehmer bereits einen ersten Eindruck von der traumhaft schönen Amalfi-Küste erhielten.
Dies war ein entscheidender Tag, einer der den Rest des Classic Marathon beeinflussen würde. Die Teams gerieten nun langsam in eher bergiges Gebiet. Mark & Sue Godfrey hatten sich Rang für Rang nach vorne gearbeitet mit dem Ziel die Ersten zu sein, die drei Classic Marathon gewinnen würden. Vor ihnen lagen die relativen Neulinge Marcus Anderson und Matthew Lymn Rose in einem Jaguar E-type, welche den Lauf ihres Lebens hatten.
Monsunartige Regenfälle lassen die Teams unter Bäumen ausharren
Der Verkehr in Salerno war bei der erneuten Abfahrt an Tag 4 schwer zu umgehen und sorgte für Stress bei dem Einen oder Anderen. Jetzt wurden die Distanzen, welche zu bewältigen waren, grösser und auch der Druck auf die Teams stieg, denn die Route führte in einen Nationalpark und die Strassen wurden gebirgiger und daher noch anspruchsvoller.
Das Wetter wechselte ständig und schnell und zeitweise mussten sich die Teams, welche offen fuhren oder kein Dach hatten, vor den Monsun-artigen Regenfällen unter Bäume retten und abwarten. Colton und Pickering hatten nun knapp die Führung vor den Warrens, doch das bedeutete noch gar nichts. Während der nächsten Tage würde dieser Kampf noch viele Male zu Wechseln an der Spitze führen.
Kein Classic Marathon ohne Ausstiege...
Für das Team Claus Coester und Tjorven Christine Schroeder war dies auch ein anstrengender Tag. Das ständig wechselnde Wetter und die rutschigen italienischen Strassen hatten für sie schlussendlich dazu geführt, dass sie aus dem Rennen ausstiegen. John Abel und Ali Procter entzogen sich aufgrund eines gebrochenen Achsschenkels ebenfalls dem Rennen. Sie hätten den Sieg holen können, hätte ihr Auto mitgemacht.
Über 1000km an einem Tag
Der Classic Marathon ist bekannt für seinen Ausdauer-Charakter; Tag für Tag wurden die Distanzen grösser, die Etappen länger. An Tag 5 hatten die Teams drei Etappen zu bewältigen, zwei davon waren je 500km lang. Von Silvi Marini an der Adriaküste aus führte die Route weiter nördlich nach Marche, bevor in San Marino übernachtet wurde. Die meisten Teams konnten ihr Tempo halten, doch man sah ihnen die Strapazen an. Doch das Zwischenziel Maranello, Heimat von Ferrari, welches am nächsten Tag angesteuert werden sollte, spornte die Teilnehmer noch einmal an.
Entscheidende Gardasee-Schleife
Der entscheidende Teil kam an Tag 7. An der finalen Schleife hoch an den Gardasee sollte entschieden werden, wer als Sieger und wer als Verlierer davon ging. Die letzte Gleichmässigkeitsprüfung, welche nicht weniger als acht Zeitmesspunkte beinhaltete, war ein voller Erfolg für Bloxidge und Pullan, welche nur 23 Sekunden Abstand auf Colton und Pickering hatten. Der Druck wurde den Warrens am Ende zum Verhängnis, sie fielen einige Plätze zurück aufgrund eines Fehlers, der sie 1 Minute und 5 Sekunden kostete. So ging der Gesamtsieg an Colton und Pickering.
Die 27. Classic Marathon Rallye wird nach einem Jahr Pause im 2017 wieder statt finden und kann hoffentlich im wunderschönen Griechenland durchgeführt werden.




























































































































































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