Man ist sich in den Ardennen ja einiges gewöhnt, aber so unsäglich wie vom 17. bis 19. Mai 2024 hatte sich das Wetter anlässlich der Spa Classic noch selten gezeigt.
Temperaturen unter zehn Grad und fast sintflutartige Regenfälle machten die Bedingungen für Publikum und Fahrer schwierig. Letztere liessen sich allerdings von den garstigen Umständen die Freude kaum verderben, während das Besucheraufkommen wohl eher etwas hinter vergangenen Jahren zurücklag. Am Samstag war es zwar etwas voller, aber dies kompensierte den insgesamten Rückgang wohl nicht.
Weitgehend gut gefüllte Startfelder
Die einzelnen Grids waren auch 2024 wieder gut gefüllt, obwohl sich der Autor auch an noch umfangreichere Startfelder erinnern mag.
Als Beispiel mag hier die Gruppe C dienen. In vergangenen Jahren waren dies volle Startfelder, 2024 aber musste man sich schon sehr anstrengen, um überhaupt genügend Wagen an den Start zu bringen, damit das Rennen gewertet werden konnte. Es gelang schliesslich und ein kleines, aber feines Feld mit grosser Markenvielfalt könnte auf die Reise gesandt werden.
Die anderen Felder waren wie gewohnt gut besetzt und sorgten für ordentlich Spektakel. Das Highlight der Rennen war wie fast jedes Jahr das Zweistunden-Rennen der Sixties`Endurance mit rund 60 Rennwagen am Start, die in die Dunkelheit hineinfuhren.
Für gute Laune sorgte das Faktum, dass mit sieben Shelby Cobra Daytona Coupés mehr dieser Wagen am Start waren, als in den Sechzigerjahren das Werk verlassen hatten.
55 Jahre Porsche 917
Ein weiteren Höhepunkt lieferte die Fahrzeugausstellung „55 Jahre Porsche 917“ dar.
Die Rennwagen konnten nicht nur statisch zu bewundert werden, sondern zeigten sich auch mehrmals auf Demorunden dem Publikum und sorgten auch akustisch für eine eindrückliche Kulisse.
Gezeigt und gefahren wurden die Rennwagen von bekannten Rennfahrern wie David Piper, Jürgen Barth, Gerard Larousse und dem Sohn von Jo Siffert, Phillippe Siffert.
Für einige Diskussionen bei den Betrachtern sorgte der gezeigte Langheck-917 im Stil des 917-041.
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Es durfte gesiegt werden
Matthew Holme/Andrew Jordan gewannen das Rennen um den 2.0-Liter-Cup der Porsche 911.
David und Oliver Hart siegten in ihrem Lola T70 Mk 3B im Rennen der Classic Endurance Racing 1, während Stéphane Nguyen den Lauf der Classic Endurance Racing 2 im Lola T298 von 1981 für sich entschied.
Max und Andrew Banks fuhren das 60-Minuten-Rennen der Classic Touring Challenge in ihrem Alfa Romeo Giulia Sprint GTA nachhause,
In beiden Läufen der Gruppe C siegte Kriton Lendoudis auf dem Mercedes-Benz C11 von 1990.
Die beiden Rennen des Heritage Touring Cup entschied Yves Scemama im Ford Capri RS 3100 für sich.
Beim 120 Minuten dauernden Rennen der Sixties’ Endurance stand schliesslich Jonathan Michell mit dem Jaguar E-Type 3.8 von 1965 zuoberst auf dem Treppchen, während die beiden Rennen der Gentlemen Challenge zwar zweimal durch einen Lister entschieden wurden, aber durch zwei verschiedene Fahrzeuge. Es siegten Luc-Pierre Verquin und Thomas Thorpe.
Abwechslungsreich und einen Besuch wert
Trotz widriger Umstände wurde dem Publikum einiges geboten. Das Programm war abwechslungsreich und es wurde toller historischer Rennsport gezeigt. Nicht ganz zufrieden waren wohl die Betreiber der Verkaufsstände, da die Besucher nicht davor im Regen stehen wollten und schnell zum nächsten Unterstand weiterliefen.
Die umfangreiche Fotogalerie gibt Einblicke in die unterschiedlichen Rennen und Startfelder.






































































































































































































































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