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    Der Rolf – Rennfahrer für alle Fälle (Buchbesprechung)

    29. August 2013
    Text:
    Balz Schreier
    Fotos:
    Balz Schreier 
    (15)
    Petrolpics 
    (1)
     
    16 Fotogalerie

    «Wenn die Technik streikt», hat Rolf Stommelen einmal gesagt, «dann kann man nichts machen, dann ist es Schicksal». Als die aerodynamischen Kräfte an jenem tragischen Tag im April 1983 so heftig an seinem Porsche 935 zerrten, sollte der frühere Formel-1-Pilot recht behalten. Bei Tempo 300 brach der Heckflügel. In der 94. Runde des Sechs-Stunden-Rennens im kalifornischen Riverside wirbelte der Sportwagen des Kölners durch die Luft und krachte gegen eine Betonwand. Der deutsche Automobil-Rennsport verlor an diesem Tag einen seiner Großen – dieses Jahr jährte sich Stommelens Tod zum 30. Mal, deshalb haben wir die neuste Biografie über Rolf Stommelen unter die Lupe genommen.

    Einband des Buches «Der Rolf – Rennfahrer für alle Fälle»
    © Copyright / Fotograf: Balz Schreier

    Von der Geburt im Schutzbunker bis zum fatalen Riverside

    Während des Zweiten Weltkriegs war Köln immer wieder Ziel alliierter Luftangriffe. Wilhelm Stommelen brachte deshalb seine schwangere Frau zu Freunden nach Siegen. So wurde Rolf am 23. April 1943 vor den Toren Kölns in einem Luftschutzbunker geboren. Es fällt auf, dass man im Buch nur ein einziges Foto von Rolfs Kindheit findet. Der damals noch junge Vater meinte auf die Frage, weshalb er keine weiteren Fotos hätte: «Damals bin ich noch 20 Kilometer mit dem Rad gefahren, damit mein Junge seine frische Milch bekam. Zeit für Fotos blieb mir da keine.»

    Ausschnitt aus dem Buch «Der Rolf – Rennfahrer für alle Fälle»
    © Copyright / Fotograf: Balz Schreier

    Der 2. Weltkrieg zwang viele, ihr Geschäftsleben neu zu starten. Es änderte auch das Leben der Stommelen. Nach der Währungsreform 1948 machte sich Wilhelm mit einer Tankstelle selbständig, mietete später eine Garage dazu und etablierte eine Autovermietung. Während sich Kinder im Alter von Rolf auf Fussballplätzen austobten, fuhr Stommelen Junior mit einer NSU Fox auf Vaters Gelände herum. Mit sieben steuerte Rolf bereits den Opel des Vaters. Nach acht Jahren Schule folgte die Ausbildung zum Kfz-Mechaniker bei dem damals führenden VW- und Porsche-Händler in Köln.

    Ein Porsche Super 90 zum Geburtstag

    Als Lohn für die bestandene Mechaniker-Lehre schenkten Stommelens Eltern 1962 ihrem Sohn einen Porsche Super 90. Mit dem neuen Auto verfolgte Rolf keineswegs sportliche Aktivitäten, wenn man mal von den zahllosen Kavalierstarts an Ampeln einmal absieht. «Ich entdeckte, dass ich es konnte», sagte Stommelen später, «Rennfahrer wollte ich aber immer noch nicht werden. Ich habe mir dann einen Porsche 904 zugelegt, um mit hübschen Mädchen durch die Gegend zu flitzen», das war 1964.

    Aus Spass auf Platz 3

    «Es war an einem Bergrennen in der Nähe von Bitburg in der Eifel, bei dem ich, völlig unbelastet von jeglichen automobilsportlichen Kenntnissen, zum ersten Mal antrat. Ich fuhr ganz einfach am Samstag hin, wunderte mich über das Wort 'Abnahme', und war dann beim Training entsetzlich langsam, weil ich bei jeder unübersichtlichen Kurve dachte, jetzt könnte unter Umständen eine Spitzkehre kommen. Am Nachmittag sah ich mir mit dem alten Opel meiner Freundin die Strecke in bisschen näher an, und dann ging es schon besser», schmunzelte Stommelen später in einem Interview über sein erstes Rennen, in welchem er aufs Podest fuhr, Platz 3 nach Udo Schütz im Porsche 904 und Willi Bartels im Carrera 2.

    Von Bergrennen nach Le Mans

    Porsche Rennleiter Huschke von Hanstein hatte schon früh ein Auge auf den jungen Stommelen geworfen und vermittelte ihm so bereits 1965 einen Startplatz beim 24 Stunden Rennen von Le Mans, wo er aber als Co-Pilot wegen frühzeitigen Getriebeschäden nicht zum Einsatz kam. 1966 sass Stommelen in einem Carrera 6 zusammen mit Günter 'Bobby' Klass und sicherten sich den Klassensieg in der Sportwagen Kategorie. 

    Ausschnitt aus dem Buch «Der Rolf – Rennfahrer für alle Fälle»
    © Copyright / Fotograf: Balz Schreier

    «Der Porsche 917 ist mir zu unsympathisch...»

    Nach dem tödlichen Unfall von Gerhard Mitter am 1. August 1969 auf dem Nürburgring und dem folgenden Rücktritt von Udo Schütz verblieben nur noch Jo Siffert, Brian Redman, Vic Elford, Kurt Ahrens, Hans Herrmann und Richard Attwood in den beiden Porsche Werk Teams. Rolf Stommelen lehnte die Vertragsverlängerung für 1970 ab: «Das Auto ist mir einfach zu unsympathisch...».

    Ob der Wechsel zu Autodelta wirklich nur durch den anscheinend doch nicht so tollen 917er bestimmt war oder doch eher durch den hochdotierten Vertrag motiviert wurde, weiss niemand so genau. Als man allerdings von Rolfs Freund Günther Bott erfuhr, dass Autodelta das dreifache Salär wie Porsche bot, war vieles klarer.

    «Team der Blinden»

    Und so fuhr Rolf Stommelen ab 1970 für Autodelta. Zusammen mit Andrea de Adamich und Masten Gregory kam so ein weiterer Brillenträger ins Team hinzu und man nannte sie deshalb scherzhaft auch das 'Team der Blinden'. Rolf meinte dazu: «Mit schmalen Brillenrändern ist auch das seitliche Blickfeld optimal. Kontaktlinsen vertragen meine Augen während der Fahrt trotz Visier nicht, zu viel Staub.» Das Buch widmet der Zeit bei Autodelta 40 Seiten.

    Ausschnitt aus dem Buch «Der Rolf – Rennfahrer für alle Fälle»
    © Copyright / Fotograf: Balz Schreier

    Eine Runde Targa Florio mit Rolf Stommelen

    Das Buch ist sehr unterhaltsam und flüssig geschrieben, doch einige kurze Kapitel bieten einen besonderen Kontrast und erhöhen den Spass beim Lesen nochmals um einiges. So darf man im Buch fünf von diesen persönlichen Episoden rund ums Leben von Rolf Stommelen geniessen, angefangen mit dem Höllenritt des österreichischen Motorsportjournalisten Helmut Zwickl, der 1967 eine ganze Runde bei der Targa Florio auf dem Beifahrersitz in Rolf Stommelens Porsche 910 sass. Dass Helmut Zwickl vergebens Kugelschreiber und Notizblock mit ins Auto genommen hatte, ist wohl selbstverständlich! Diese Texte sind einmalig und tragen dazu bei, dass wir das Buch wärmstens weiterempfehlen können.

    «Ich hätte gern eine Küche, die darf aber nichts kosten...»

    Mit dieser unüblichen Bemerkung zauberte Rolf breites Lächeln in die Gesichter der Sponsorenverantwortlichen bei Bosch, als er zusammen mit Hans Herrmann dort zu Besuch war. Das persönliche Kapitel von Hans Herrmann ist zwar etwas kurz, aber alleweil amüsant und unverzichtbar. Man erfährt darin ansatzweise Hintergründe zum Wechsel zu Autodelta.

    Capri, Schnitzer und Formel 1

    Das Buch beleuchtet nicht nur die Langstreckenrennen im Detail, sondern erzählt auch Rolfs Einsätze im Tourenwagensport, in der Deutschen Rennsportmeisterschaft und der Formel 1. 

    Ausschnitt aus dem Buch «Der Rolf – Rennfahrer für alle Fälle»
    © Copyright / Fotograf: Balz Schreier

    Fotos von Ferdi Kräling

    Die meisten der rund 400 abgebildeten Fotos stammen aus dem Archiv von Ferdi Kräling und sind meist grossformatg abgebildet. Die Wahl der Fotos hat dabei besonders gefallen.

    Ausschnitt aus dem Buch «Der Rolf – Rennfahrer für alle Fälle»
    © Copyright / Fotograf: Balz Schreier

    Wer sollte sich das Buch kaufen?

    Liebhaber von qualitativ hochstehenden Fotos kommen voll auf ihre Rechnung, viele Portraits und natürlich Unmengen von Rennfotos, viele der Fotos wurden bisher noch nie veröffentlicht.

    Wer eine Affinität zu einer der Marken Porsche, Ford, BMW oder Alfa Romeo hat, wird das Buch logischerweise auch interessieren. Die Boliden sind detailliert abgebildet und werden im Text auch detailliert beschrieben: man erfährt zum Teil jede Änderung, die an einem Fahrzeug während den Testrunden vorgenommen wurden.

    Wer schon lange kein Motorsport Buch mehr gekauft hatte und gerne wieder mal in diese Welt abtauchen würde, könnte nach diesem Buch greifen: es ist aufgrund von Rolf Stommelens vielseitigen Einsätzen entsprechend abwechslungsreich.

    Ausschnitt aus dem Buch «Der Rolf – Rennfahrer für alle Fälle»
    © Copyright / Fotograf: Balz Schreier

    Informationen

    • Buch bei Amazon bestellen
    • Buch direkt beim Verlag bestellen
    • Verlag: Petrolpics
    • Autoren: Michael Behrndt und Erich Kahnt
    • Fotos: hauptsächlich Ferdi Kräling
    • 304 Seiten, über 400 Fotos
    • Gebunden mit Schutzumschlag
    • Deutsch
    • ISBN-10 : 394030624X 
    • ISBN-13: 978-3-9403-0624-1
    • Abmessungen: 25 x 29 cm (B x H)

     

     

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