Sunbeam Alpine – Komfort reimt sich nicht auf Sport
Zusammenfassung
Er war hübscher als ein Triumph TR3, stärker als ein MGA, billiger als ein Austin-Healey 3000, fortschrittlicher als ein Morgan – und komfortabler als alle vier zusammen. Trotzdem blieb dem Sunbeam Alpine der ganz grosse Erfolg verwehrt. Und auch heute noch wird er von vielen Liebhabern englischer Roadster nicht als waschechter Vertreter seiner Zunft angesehen. Dabei vergleichen sie ihn meist einfach nur mit den falschen Autos. Dieser Artikel erzählt reichlich bebildert die Geschichte des alpinen Sonnenscheins und erklärt, warum er eine zweite Chance verdient hat.
Dieser Artikel enthält folgende Kapitel
- Stilistische Hilfe aus Amerika
- Sportlich-leicht
- Fünf Serien
- Ein missverstandener Vorreiter?
Geschätzte Lesedauer: 8min
Leseprobe (Beginn des Artikels)
Als Mitte der Fünfziger die Nachfrage nach kleinen Sportwagen aus der alten Welt in den USA in ungeahnte Höhen stieg, wollte auch die englische Rootes-Gruppe von der Kauflust der Amerikaner profitieren. Das Risiko, dabei auf die Nase zu fallen, war denkbar gering. Die Chance, neben dem Verkauf von konservativen Limousinen mit einem kleinen modernen Sportcabrio die finanziellen Reserven der Firma gehörig aufzubessern, hingegen sehr gross. Schliesslich erfreuten sich gerade die zweisitzigen Erzeugnisse von den britischen Inseln jenseits des Atlantiks ganz besonderer Beliebtheit. Nach der Einstellung des erfolglosen ersten Sunbeam Alpine auf Basis des Sunbeam-Talbot 90 im Jahre 1955 begannen 1956 die Arbeiten am Nachfolger. Da MG, Triumph und Austin-Healey bereits etablierte Grössen auf dem US-Markt waren, die mit einem konventionellen Steckscheiben-Roadster zu verdrängen nahezu unmöglich war, musste ein Alleinstellungsmerkmal als Kaufargument her. Das war freilich schnell gefunden. Denn ausgerechnet das, was die Amis am meisten liebten, fehlte den meisten englischen Sportwagen: Komfort. Trotzdem sollte der Favoritenschreck natürlich rassig aussehen und schnell fahren. Kurz: Es sollte ein Auto werden, mit dem nicht nur Grace Kelly in Nizza, sondern auch John Ashley in Hollywood eine gute Figur machen würde – und natürlich alle Hobbyrennfahrer am Wochenende auf dem Flugplatz.
Diesen Artikel kostenlos weiterlesen?
Bilder zu diesem Artikel













































































































































































_RM.jpg)






















Kommentare