Diese Webseite verwendet Cookies, um Ihnen eine angenehmere Nutzung zu ermöglichen: Mehr Informationen.
 
Einloggen und mehr sehen: Login
 
 
Jetzt einloggen oder kostenlos registrieren...
... und viel mehr Fotos und Artikel sehen.
Oldtimer Galerie Oktober 2019
Bild (1/4): Sunbeam 1500 GT (1973) - nur 158,5 cm breit (© Daniel Reinhard, 2019)
Fotogalerie: Nur 4 von total 59 Fotos!
55 weitere Bilder für registrierte Mitglieder.
Melden Sie sich jetzt kostenlos an.

Multimedia

Markenseiten

Alles über Sunbeam

Aus dem Zeitschriftenarchiv

Suche nach ähnlichem Inhalt

Inserate

Aktuelle Marktpreise (Auswahl)

Preisbereich MITTEL: € 5'001 bis 15'000
Sunbeam (GB) Rapier (1967-1976)
Coupé, 85 PS, 1725 cm3
Preisbereich MITTEL: € 5'001 bis 15'000
Sunbeam (GB) Sunbeam-Talbot 90 Mk II (1950-1954)
Limousine, viertürig, 70 PS, 2267 cm3
Preisbereich HOCH: € 15'001 bis 75'000
Sunbeam (GB) Sunbeam-Talbot 90 Mk II/IIA (1950-1954)
Cabriolet, 70 PS, 2267 cm3
Preisbereich MITTEL: € 5'001 bis 15'000
Sunbeam (GB) Rapier Mk IIIA (1961-1963)
Cabriolet, 80 PS, 1592 cm3
Preisbereich HOCH: € 15'001 bis 75'000
Sunbeam (GB) Alpine Mk I (1959-1960)
Cabriolet, 78 PS, 1494 cm3

Spezialisten (Auswahl)

Chromstahl-Auspuffcenter
 
Zwischengas Premium Light SKY: Jetzt Premium Light kaufen
Artikel drucken
Diese Funktion ist nur dann verfügbar, wenn Sie angemeldet sind.

  • Falls Sie einen Benutzernamen haben, melden Sie sich an (Login).
  • Ansonsten können Sie sich kostenlos registrieren!
  • Persönliches Archiv
    Sie können nur dann Inhalte dem persönlichen Archiv hinzufügen, wenn Sie angemeldet sind.

    Sie haben Benutzername und Passwort?
    Dann melden Sie sich an (Login).

    Noch kein Benutzername?
    Die Registrierung ist kostenlos und dauert höchstens eine Minute.

    Sunbeam 1500 GT – Budget-Granturismo für die ganze Familie

    Erstellt am 29. August 2019
    Text:
    Bruno von Rotz
    Fotos:
    Daniel Reinhard 
    (49)
    Bruno von Rotz 
    (1)
    Archiv 
    (9)
     
    59 Fotogalerie
    Sie sehen 4 von 59 Fotos
    Weshalb nicht alle Fotos?

    Wie kann man alle Fotos sehen?

    55 weitere Bilder für registrierte Mitglieder.
    Melden Sie sich jetzt kostenlos an.

    Der Sunbeam 1500 GT war die Speersitze eines Modells der unteren Mittelklasse, das die Rootes Group, die in den späten Sechzigerjahren von Chrysler übernommen worden war, 1970 als Sunbeam 1250/1500 lancierte. Obschon ein Erfolg, sind diese Autos fast komplett verschwunden, ein guter Grund, daran zu erinnern.

    Sunbeam 1500 GT (1973) - vollwertiger Viersitzer auf 410 cm Länge
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Rückkehr in die untere Mittelklasse

    Die Rootes Group, mit Marken wie Humber, Hillman oder Sunbeam grossgeworden, hatte in den späten Sechzigerjahren zwar kleine und grosse Autos im Programm, ein Fahrzeug für die untere Mittelklasse fehlte aber. Bereits 1963 wurden erste Spezifikationen definiert, doch entwickelte man zuerst den grösseren Hunter mit 1,7-Liter-Motor zur Serienreife. Anfangs 1966 wandte man sich dem Projekt dann erneut zu, um mit Zieltermin Januar 1970 einen neuen Viertürer auf den Markt zu bringen.

    Tatsächlich schaffte man es dann einen Monat schneller und dies obschon die Entwicklung nach der Einflussnahme von Chrysler US teilweise auch in Amerika erfolgte. So wurden etwa zwei Styling-Varianten dies- und jenseits des Atlantiks erarbeitet, das Ergebnis war dann sozusagen ein Kompromiss aus beiden Entwürfen.

    Namenswirrwarr

    Im Februar 1970 wurde der viersitzige Sunbeam 1250/1500 vorgestellt, allerdings wurde er je nach Zielmarkt Hillman Avenger, Sunbeam Arrow oder eben Sunbeam 1250/1500 genannt. Im Laufe der Produktion, die in verschiedenen Ländern stattfand, kamen dann auch noch Chrysler Avenger, Dodge Avanger, Plymouth Cricket, Dodge Polara oder sogar Volkswagen 1500 nebst weiteren Marken-/Typen-Kombinationen noch als Bezeichnungen dazu.

    Angebote von Zwischengas-Spezialisten
     
    Passione Caracciola 2019

    Moderne Konstruktion

    Im Jahr 1970 war der Sunbeam 1250/1500 auf der Höhe der Zeit. Seine bei Rootes gefertigte selbsttragende Karosserie war zwar nicht überaus modisch, aber dank innovativer Klebetechnik deutlich leichter als Aufbauten, die nur mit Punktschweissung entstanden. 20 Prozent weniger Schweissstellen und 10 Prozent weniger Teile wurden beim Sunbeam benötigt, was zu einem geringen Leergewicht des Fünfsitzers ab 858 kg führte.

    Sunbeam 1300 (1975) - als zwei- oder viertürige Limousine ab 8925 Franken erhältlich - Genfer Automobilsalon 1975
    © Archiv Automobil Revue

    Die Motoren waren neu konstruiert worden und wiesen Querstromzylinderköpfe auf. Eine seitliche Nockenwelle und hängende Ventile entsprachen dem Stand der Massentechnik. Der 1248 cm3 grosse kleiner Vierzylinder leistete 54 PS bei 5000 Umdrehungen, der 1498 cm3 grosse Antriebssatz war für 64 PS bei 5000 Umdrehungen gut.

    Kombiniert mit einem neuen Vierganggetriebe wurde die Kraft auf die Hinterachse übertragen. Diese war als Starrachse mit vier Längslenkern ausgebildet, während vorne McPherson-Federbeine mit Querlenkern für die Radführung sorgten. Scheibenbremsen vorne und Trommelbremsen hinten sorgten für die Verzögerung, eine Servohilfe war je nach Modellvariante an Bord. Eine Zahnstangenlenkung stellte den Kontakt zur Strasse sicher.

    Ausstattungsvielfalt

    Der Sunbeam-Käufer der ersten Stunde konnte unter verschiedenen Ausstattungsvarianten, je nach Markt De Luxe, Super, Grand Luxe oder ähnlich genannt auswählen und erhielt je nachdem nur das Wesentliche oder aber auch einiges an Luxus, z.B. Doppelscheinwerfer, mehr Instrumente, Sitze mit Liegestellung oder einen Aschenbecher für die Fondpassagiere, geboten.

    Preislich lag man am unteren Ende der Klasse, Escort und Co. waren teurer.

    Bonhams Bonmont 2019

    GT-Version mit mehr Kraft

    Bereits gegen Ende 1970 wurde die schnellste Version der Baureihe, genannt 1500 GT, eingeführt. Wie die übrigen Modelle war er nur viertürig erhältlich, verfügte aber dank Doppelvergasern, ausbalancierter Teile, modifiziertem Zylinderkopf und überarbeitetem Auspuff nun über 76 DIN-PS bei 5400 Umdrehungen.

    Von aussen gab sich der “GT” an einem mattschwarzen Kühlergrill, GT-Zierstreifen am unteren Karosserierand, spezielle Radkappen und eine eingeschwärzte B-Säule zu erkennen.

    886 kg wog der kleine Sportler und er beschleunigte in 14,8 Sekunden von 0 bis 100 km/h und wenn nötig weiter bis 159 km/h Spitzengeschwindigkeit. Damit hängte er seine schwächere Geschwister, aber auch die Konkurrenz im ähnlichen Preissegment, der 1500 GT kostete CHF 9750, deutlich ab. Dazu verbrauchte er auch noch weniger als der normale 1500, nämlich 11 anstatt 12,8 Liter pro 100 km. Die Automobil Revue sprach von einem “kernigen, nicht unsympathischen Brummen”, das der Motor, der sich im mittleren Drehzahlbereich am wohlsten fühlte, von sich gäbe. Ab 40 km/h könne man im obersten Gang beschleunigen. Allerdings startete der mit zwei Horizontalvergasern von Stromberg ausgerüstete Vierzylinder nicht so gern, selbst in warmem Zustand war der Choke nötig, zudem zog sich der Anlasser zu früh zurück, befand die AR.

    Das Getriebe aber wurde als “vorbildlich” beschrieben, es lasse sich präzise und leichtgängig schalten und auch die Synchronisierung arbeite fehlerfrei, bekundete die Automobil Revue nach einem ausführlichen Test. Auch das Fahrverhalten, das allerdings mit einer straffen Abstimmung erkauft wurde, überzeugte, die grosszügige Ausstattung sowieso, so dass einem positiven Fazit wenig entgegenstand:
    “Mit dem 1500 GT bietet Sunbeam einen leistungsfähigen, kompakten und fahrsicheren Wagen unter 10’000 Franken an; er ist ein logisches Zusatzmodell der Typen 1250/1500, deren Fahrleistungen eher an der unteren Grenze der Hubraumkategorie liegen, und er spricht jene Fahrer an, die einen lebhaften Viersitzer von einiger Individualität wünschen und dabei keinen besonderen Wert legen auf aussergewöhnliche technische Merkmale und hohen Federungskomfort.”

    GT kommt, geht und kommt wieder

    Der viertürige GT blieb allerdings nur rund zwei Jahre im Programm, dann wurde er im September 1972 durch einen ähnlichen GLS mit drei PS mehr Leistung ersetzt. Der hatte nun Sportfelgen und ein Vinyldach und war eher in Richtung Luxus getrimmt.

    Sunbeam 1500 GT (1973) - glänzend gelungene Zweitürer-Version - am Genfer Automobilsalon von 1973
    © Archiv Automobil Revue

    Sportfahrer mussten aber nicht lange darben, denn bereits wenige Monate später erschien der GT erneut, nun aber als Zweitürer. Die Designer hatten die Karosserie überarbeitet und modernisiert, die Automobil Revue befand sogar, dass die zweitürige Limousine eher so wirke, als sei sie am Reissbrett entstanden, als der Viertürer. Speziell war sicherlich das Ende des Dachbereichs, das die C-Säule fast wie einen Targabügel wirken liess. Natürlich waren die Türen etwas länger geworden und der ganze Wagen wirkte trotz Wegfall der Doppelscheinwerfer sportlicher.
    Als GT-Version gab es zudem gut sichtbare Rallye-Streifen und serienmässig ein farblich abgesetztes Vinyldach. Drinnen gab’s vier Rundinstrumente und ein Sportlenkrad.

    Mit 9990 Franken blieb der zweitürige GT ein sehr gutes Angebot, der viertürige GLS mit gleicher Motorisierung kostete nun CHF 10’550.

    Günstige Alternative

    Auch im Jahr 1972 kam die Variante 1250 TC auf den Markt, mit der man sogar den Eintritt in den deutschen Markt erprobte. Auch der 1250 TC wies eine Zweivergaserbestückung auf und leistete trotz nur 1248 cm3 Hubraum 67 PS. Vor allem aber war er mit CHF 9800 und DM 7898 fast konkurrenlos günstig.

    Sunbeam 1300 DL (1976) - für 9600 Franken viel Auto - Genfer Autosalon 1976
    © Archiv Automobil Revue

    Allerdings war dies gemäss Werner Schruf von Auto Motor und Sport auch sein grösster Vorzug, denn in den meisten Punkten sei ihm die Konkurrenz deutlich überlegen, so Schruf.

    Bonhams Zoute 2019 Teil 2

    Der noch schnellere Tiger

    Eine besondere Version trat 1972, allerdings nur für bestimmte Märkte, in Form des Hillman Avenger Tiger auf den Markt. Dank Optimierung des Motors mit Weber-Doppelvergasern und anderen Massnahmen leistete diese Variante, deren Namen an die Achtzylinder-Sunbeam Tiger erinnerte, nun über 90 PS bei 6100 Umdrehungen. Damit war das Modell sogar schneller als der Ford Escort Mexico. Viele wurden allerdings nicht gebaut, auch nicht von der überarbeiteten Version Tiger Mark 2.

    Noch mehr Namen und Varianten

    Im Jahr 1976 hiess der Wagen, erneut etwas überarbeitet, dann Chrysler Avenger, aber 1979 schliesslich Talbot Avenger. Inzwischen hatte PSA Peugeot Citroën Chrysler Europa übernommen. Eine interessante Abwandlung war der Talbot/Chrysler Sunbeam ab 1977, den es bekanntlich auch mit Lotus-Motor gab und der so sogar die Rallye-Weltmeisterschaft gewann.

    Chrysler Sunbeam Lotus (1979) - Weltpremiere, mit auf 2,2-Liter Hubraum vergrössertem Lotus-Motor - Genfer Automobilsalon 1979
    © Archiv Automobil Revue

    Während die Produktion in Europa 1981 nach rund 640’000 gebauten Exemplaren aufgegeben wurde, verliessen in Argentinien sogar 1990 noch letzte Abkömmlinge des ursprünglichen Avengers die Fabrik.

    Ehrliches Auto

    Wer sich ans Steuer eines Sunbeam 1500 GT setzt, braucht keine langen Instruktionen, um mit dem Wagen zurechtzukommen. Die Knöpfe sind gut beschriftet und viele davon gibt es nicht. Das Vierganggetriebe schaltet sich exakt und leichtgängig, der Sunbeam gibt sich handlich und handzahm.

    Sunbeam 1500 GT (1973) - sportlich angehauchter Arbeitsplatz
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Es fährt sich gut im kompakten GT, dessen Aussenmasse geringer ausfallen als die eines modernen Golfs. Vor allem die reduzierte Breite bemerkt man, zudem ist die Übersichtlichkeit nach vorne deutlich besser als bei heutigen Autos. Nach hinten ist das Heck zwar nicht ersichtlich, aber es ist ja erfreulich nahe, so dass man auch beim Parken keine Mühe hat.

    Sunbeam 1500 GT (1973) - längs eingebauter Vierzylinder mit 75 PS
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Natürlich entfaltet der brave Vierzylinder kein Temperament wie ein neuzeitlicher Turbo-Benziner, langsam ist man deswegen aber noch lange nicht. Im Alltag wird man kaum je abgehängt und Autobahn-Richtgeschwindigkeit erreicht der Brite in kurzer Zeit.

    Sunbeam 1500 GT (1973) - macht Spass beim Fahren ohne anzustrengen
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Bei Passanten stösst man meist auf fragende Gesichter, wenn der Wagen überhaupt auffällt. Kaum jemand kann sich noch an den Avenger erinnern und auch bei Briten-Treffen sind sie echte Exoten.

    Das gefahrene Exemplar wurde aber über die Jahrzehnte gut behütet und lebt hoffentlich noch viele Jahre weiter.

    Wir danken der Oldtimer Galerie Toffen für die Gelegenheit zur Fotosession. Der Sunbeam 1500 GT von 1973 wird am 19. Oktober in Toffen versteigert.

    Weitere Informationen

    Alle 59 Bilder zu diesem Artikel

    ···
     
    Quelle:

    Alle Kommentare

     
     
    fo******:
    09.09.2019 (09:40)
    Tolles Auto - ist natürlich dem Ford Cortina GT (ab Ende 1967 als Mk II mit Querstromkopf und 1600 ccm) sehr ähnlich..... ein Auto welches ich aus Österreich bezogen habe und hier in Deutschland erstaunte Gesichter hervorruft..... Er fährt sich hervorragend und bringt alle Fahrer -innen zum lächeln...
    Andreas Formann / Mühlhausen
    Möchten Sie einen Kommentar abgeben?
  • Sie haben bereits einen Benutzernamen für Zwischengas?
    Dann melden Sie sich an (Login).
  • Sie haben noch kein Profil bei Zwischengas? Die Registrierung ist kostenlos und geht ganz schnell.
  • Multimedia

    Markenseiten

    Alles über Sunbeam

    Aus dem Zeitschriftenarchiv

    Suche nach ähnlichem Inhalt

    Inserate

    Aktuelle Marktpreise (Auswahl)

    Preisbereich MITTEL: € 5'001 bis 15'000
    Sunbeam (GB) Rapier (1967-1976)
    Coupé, 85 PS, 1725 cm3
    Preisbereich MITTEL: € 5'001 bis 15'000
    Sunbeam (GB) Sunbeam-Talbot 90 Mk II (1950-1954)
    Limousine, viertürig, 70 PS, 2267 cm3
    Preisbereich HOCH: € 15'001 bis 75'000
    Sunbeam (GB) Sunbeam-Talbot 90 Mk II/IIA (1950-1954)
    Cabriolet, 70 PS, 2267 cm3
    Preisbereich MITTEL: € 5'001 bis 15'000
    Sunbeam (GB) Rapier Mk IIIA (1961-1963)
    Cabriolet, 80 PS, 1592 cm3
    Preisbereich HOCH: € 15'001 bis 75'000
    Sunbeam (GB) Alpine Mk I (1959-1960)
    Cabriolet, 78 PS, 1494 cm3

    Spezialisten (Auswahl)

    Chromstahl-Auspuffcenter
    Motorex