Pininfarina Spidereuropa – Es war einmal in Amerika
Zusammenfassung
Als der Fiat 124 Sport Spider 1982 unter falschem Namen nach Europa zurückkehrte, war er auf den ersten Blick gar nicht wiederzuerkennen. Doch wer über Äusserlichkeiten hinwegsehen konnte, der merkte bald, dass sich zwischen den dicken Stossfängern gar nicht so viel verändert hatte. Zu einer Zeit, in der im Automobilbau zunehmend die Vernunft regierte, war es schön, dass es ihn überhaupt noch gab. Als Pininfarina Spidereuropa war er einer der letzten Vertreter des klassischen zweisitzigen Sportcabriolets.
Dieser Artikel enthält folgende Kapitel
- Hässlichkeit zugunsten der Sicherheit
- Auswanderung nach Amerika
- Rückkehr nach Europa
- Kultivierter Kontrast
- Das Stärkste kommt zum Schluss
Geschätzte Lesedauer: 9min
Leseprobe (Beginn des Artikels)
Die zweite Europakarriere des Fiat 124 Spider begann mit einer krassen Fehleinschätzung. "Wir werden wohl nicht mehr als zehn Stück im Monat verkaufen können.", liess Vertriebschef Dietmar Fütterer bei der Wiedereinführung des kleinen Sportcabriolets im Herbst 1981 verlauten. Deshalb werde man auch keine besondere Werbung dafür machen. Einerseits wäre sie auch gar nicht nötig gewesen. Denn nach dem Ende des MGB 1980 waren der Fiat und sein Äquivalent von Alfa Romeo die letzten Überlebenden des grossen Sterbens der kleinen Cabriolets. Andererseits wäre ein bisschen Werbung sicher hilfreich gewesen, potenzielle Interessenten darauf hinzuweisen, dass es ihn überhaupt noch (oder wieder) gibt.
Diesen Artikel kostenlos weiterlesen?
Bilder zu diesem Artikel

Den Alfa Spider, den Fiat Spidereuropa (Beide kamen ursprünglich in der zweiten Hälfte der 60er Jahre auf den Markt) und den Triumph TR 7 (der 1979 in den USA als Cabrio auf den Markt kam - im Frühling 1980 dann auch in Europa). Wie beim Fiat gab's am Schluss noch eine kleine Serie mit etwas mehr Leistung (TR 8 mit Rover 3.5 V8) - aber schon im Oktober 1981 war's aus mit der Sportwagenfabrikation bei Triumph. Dies obwohl Weiterentwicklungen des Programms ins Auge gefasst wurden, die leider nicht mehr umgesetzt werden konnten. Wegen der zuletzt sehr ungünstigen Entwicklung des englischen Pfunds zum Dollar waren TR 7 und 8 massiv defizitär, was schliesslich zum frühen Tod dieser Fahrzeuge führte.
Wenn man den Motor mit Argentakolben nachrüstet und die Gussgrate in der Ansaugspinne wegpoliert, wird der Spider mit geringem Aufwand plötzlich sehr italienisch und lebhaft. Dazu noch ein Sportauspuff, und es geht dahin wie in den sportlichen Sechzigerjahren!

Was die "kleinen" Cabriolets der verbliebenen Modelle für die 80er Jahre betrifft, so liegt natürlich das Peugeot 504 Cabrio ganz nah auf der Hand. Warum wird es nicht erwähnt in diesem Zusammenhang? Es ist ja ebenfalls ein Pininfarina, so wie der 124 Spider und wurde ähnlich wie der FIAT noch bis ´83 gebaut. Auch wenn das 504 Cabrio knapp 4-sitzig ist, so gehört es zumindest als 2L Vierzylinder als der Hauptkonkurrent zu FIAT und Alfa genannt. Immerhin gab es parallel zum 124 Spider von FIAT (Bertone) auch noch den X 1/9, sogar noch bis ´89 (als Bertone), ebenfalls ab Ende ´71 auch ungefähr gleich lang wie der 124 Spider übrigens. Und es gab noch den Lancia Beta Spider (bis ´81), der so etwas war wie in D. ein BMW 3er (E21 und E30 ab ´82) von Baur, ein sog. Top-Cabriolet mit Targadach und Verdeckstoff gleichzeitig. Eine tolle Kombination übrigens....
Danke für den Bericht zum Dauerbrenner FIAT 124 Spider!

Leider mit einigen "kleinen" Unschärfen - schade um die Vermischung Spider America und Spidereuropa.
Pininfarina hatte seither ikonisches Design für viele Hersteller geliefert.
Diese beide waren jedoch bisher die einzigen erhältlichen, unter Hersteller Schlüsselnummer Pininfarina gebauten Fahrzeuge. Erst abgelöst in der Moderne durch das Hypercar "Battista".
Leider kein Wort über die immensen Anstrengungen von Pininfarina, den kleinen Spider kontinuierlich zu verbessern.
Über eine völlig störungsfrei verlaufende "Tornadolinie" dank der hochgesetzten Spiegel.
LED-Quartzuhren, sprechen wir vom Jahr 1095, waren damals DAS Must-have!
Ri** hat recht mit seinen 85er Modellen, tatsächlich wurden annähernd alle sichtbaren Teile des Aufbaus zum 85er Modelljahr verändert/verbessert! Lenkung, Kühlsystem, Kabelbaum, Instrumentierung, Zierleisten und Dichtungen, eine Fussstütze und ein beleuchtetes Zündschloss, und vieles, vieles mehr! Qualitativ ein Meilenstein!
Schade auch um das Verschlucken der Geschichte um das "Azzurra" Logo und die Verwechlungen!
Wer mehr Fragen hat wendet sich gerne au uns, oder bucht unseren Newsletter mit Veranstaltungskalender.
Wir sind wohl DER aktivste Stammtisch im Süddeutschen Raum, und ausgestattet mit guten Kontakten!
Wende dich einfach an
[email protected]
Auf die hochgesetzten Spiegel wird im Artikel ebenso eingegangen wie auf das Azzurra-Logo und seinen nautischen Hintergrund. Eine Variante, die offiziell als "Spider America" verkauft wurde, ist uns bei unserer Recherche leider nicht begegnet.
Abgesehen von diversen weiteren Gebrechen - der Spider war ein tolles Auto!
Habe vor nunmehr rd.15 Jahren einen in
"rosso corsa" erstanden. Mit 110 PS. Bin seither problemlos über 30 T Km gefahren. Und mit nur rd. 940 KG Eigengewicht kannst du im Bedarfsfall auch heute noch so manchen SUVi mit bis zu doppeltem Gewicht zeigen, was schon vor 50 Jahren möglich war.










































































































































































Kommentare