Diese Webseite verwendet Cookies, um Ihnen eine angenehmere Nutzung zu ermöglichen: Mehr Informationen.
 
Einloggen und mehr sehen: Login
 
 
Jetzt einloggen oder kostenlos registrieren...
... und viel mehr Fotos und Artikel sehen.
SwissClassics Nr 72
Bild (1/1): Iso Grifo A3/C Stradale (1964) - einer von wenigen gebauten Iso Grifo A3C (© Bonhams, 2015)
Fotogalerie: Nur 1 von total 32 Fotos!
31 weitere Bilder für registrierte Mitglieder.
Melden Sie sich jetzt kostenlos an.

Aus dem Zeitschriftenarchiv

Suche nach ähnlichem Inhalt

Aktuelle Marktpreise (Auswahl)

Preisbereich HÖCHSTPREISIG: € 250'001 bis 25'000'000
Bizzarrini GT Strada 5300 (1963-1969)
Coupé, zweitürig, 349 PS, 5359 cm3
Preisbereich HÖCHSTPREISIG: € 250'001 bis 25'000'000
ISO Grifo GL 300 (1964-1971)
Coupé, 304 PS, 5354 cm3
Preisbereich HÖCHSTPREISIG: € 250'001 bis 25'000'000
ISO Grifo GL 365 (1964-1971)
Coupé, 365 PS, 5354 cm3
Preisbereich HÖCHSTPREISIG: € 250'001 bis 25'000'000
Bizzarrini GT Europa 1900 (1971)
Coupé, 111 PS, 1897 cm3
Preisbereich HÖCHSTPREISIG: € 250'001 bis 25'000'000
ISO Grifo (1972-1974)
Coupé, 330 PS, 5766 cm3

Spezialisten (Auswahl)

Chromstahl-Auspuffcenter
 
HAIRPIN - Lumbar & Side Support: HAIRPIN - Lumbar & Side Support
Artikel drucken
Diese Funktion ist nur dann verfügbar, wenn Sie angemeldet sind.

  • Falls Sie einen Benutzernamen haben, melden Sie sich an (Login).
  • Ansonsten können Sie sich kostenlos registrieren!
  • Persönliches Archiv
    Sie können nur dann Inhalte dem persönlichen Archiv hinzufügen, wenn Sie angemeldet sind.

    Sie haben Benutzername und Passwort?
    Dann melden Sie sich an (Login).

    Noch kein Benutzername?
    Die Registrierung ist kostenlos und dauert höchstens eine Minute.

    Iso Grifo A3/C - der Überflieger auf der Autobahn

    13. Januar 2016
    Text:
    Bruno von Rotz
    Fotos:
    Bonhams 
    (16)
    Archiv 
    (16)
     
    32 Fotogalerie
    Sie sehen 1 von 32 Fotos
    Weshalb nicht alle Fotos?

    Wie kann man alle Fotos sehen?

    31 weitere Bilder für registrierte Mitglieder.
    Melden Sie sich jetzt kostenlos an.

    Im Jahr 1963 wurde das erste Teilstück der Nationalstrasse A1, eine zweispurige Autobahn, zwischen Genf und Lausanne eröffnet. Zwei Jahre später donnerte ein gewisser Paul Frère mit einem Iso Grifo A3/C Stradale über die Betondecke und erreichte dabei eine Geschwindigkeit von fast 270 km/h.

    Iso Grifo A3 Berlinetta Stradale (1964) - Strassenversion
    © Archiv Automobil Revue

    Im Originaltext, erschienen in der Zeitschrift “Auto Motor und Sport” 8/1965, tönte dies so:

    “In der Stadt wird meistens im II. Gang gefahren, aber welcher Gang eingeschaltet ist, ist eigentlich ganz gleich, denn der IV. Gang reicht gut bis 50 hinunter, während der 1. Gang weit über 100 hinausgeht: die Wahl hängt nur von der erwünschten Beschleunigung ab, die im geeigneten Gang enorm ist.

    Auf der Autobahn waren wir zunächst etwas enttäuscht, denn obwohl das Tachometer sehr schnell 200 anzeigte, wurde die Beschleunigung über 210 bis 215 hinaus merklich langsamer; als der Zeiger auf 230 stand, fühlte sich der Wagen so an, als ob vielleicht noch weitere 5 bis 7 km/h in ihm steckten, aber nicht mehr. Dann mußten wir aber, wegen des (Gott sei Dank nicht allzu regen) Verkehrs bremsen. Die Frage war nun: wie ehrlich ist dieser Tacho? Heraus kam die Stoppuhr, und da sah die Sache gleich ganz anders aus: bei angezeigten 200 fuhren wir einen Kilometer in 15,6 Sekunden, gleich 230 km/h! Offenbar paßte dieser Tacho zu einer anderen Hinterachsuntersetzung, und die zuvor angezeigten 230 entsprachen 265 km/h! Dies stimmt auch genau mit den vom Tourenzähler angezeigten 5800 U/min überein. Auch auf der Gegengeraden erreichten wir diesen Wert, bevor ein Volkswagen vor uns einen anderen überholte und unsere Bremsen auf die Probe stellte, die uns weniger zu überzeugen vermochten. Obwohl es sich um große Scheibenbremsen handelt, hätten wir, auch von der hohen Geschwindigkeit herunter, eine stärkere Verzögerung erwartet, und wenn man nach einer scharfen Abbremsung das Pedal losläßt, wirkt der Servo noch eine kurze Zeit nach. Hierzu wurde uns gesagt, es handle sich um einen Versuchsservo, und die Nachwirkung sei beim normalen Bremsgerät nicht vorhanden.”

    Der Rennwagen für die Strasse

    Der Iso Grifo war eine von Giotto Bizzarrini getriebene Parallelentwicklung zum Iso Grifo A3/L, den man bis heute als Iso Grifo kennt. Dessen Kleid stammte von Bertone und der Wagen war ein luxuriöser Gran Turismo. Bizzarrini überzeugte Renzo Rivolta damals, neben dem Strassenauto auch eine Rennsportversion zu entwickeln und so entstand der A3/C, der optisch kaum etwas mit dem Strassen-GT zu tun hatte.

    Giugiaro soll die Linien des am Turiner Autosalon von 1963 erstmals gezeigten ultraflachen Coupés gezeichnet haben. Mit 1,11 Metern Höhe und 1,76 Metern Breite auf 4,37 Metern Länge war der Wagen sicherlich eher für gelenkige, sportliche und kompromissfreudige Menschen gedacht, als für die kommode Alltags-Fahrt zum Bäcker.

    Der Motor, der wie beim Strassenauto von Chevrolet stammte, sass weit hinten im Bug.

    Vorne führten Trapez-Dreiecksquerlenker die Räder, hinten eine De-Dion-Achse mit Längsschubstreben. Gebremst wurde mit Scheiben, gelenkt mit einer Burman- Kugelkreislauflenkung.

    Rund 360 PS produzierte der Motor, der von vier Weber-Doppelvergasern mit Benzin versorgt wurde.

    Für Karosserie und Unterbau (Blechkastenrahmen) wurde Aluminium genutzt, so dass das Leergewicht nach DIN auf etwa über 1100 kg zu stehen kam.

    Von der Rennstrecke zurück auf die Strasse

    Renzo Rivolta aber zeigte am Rennwagen wenig Interesse und so begann Giotto Bizzarrini ihn auf eigene Faust zu produzieren. Weil mit Rennwagen kaum Geld zu verdienen war, stellte Bizzarrini alsbald eine “Stradale”-Version vor, eine etwas luxuriösere Variante des Rennwagens mit Strassenzulassung.

    Iso Grifo A3C (1963) - unbemalt zur Versuchsfahrt
    © Archiv Automobil Revue

    Erienne Cornil fuhr im März 1964 ein erstes noch nicht ganz fertiggestelltes Exemplar des Stradale, erhielt dann aber im Sommer desselben Jahres nochmals Gelegenheit für weitergehende Fahrversuche. Dabei konnte er auch die Fahrleistungen ausmessen. 100 km/h erreichte das Coupé, das nun mit einem (amerikanischen) Vierfachvergaser ausgerüstet war, in 5,9 Sekunden, 200 km/h in 31,9 Sekunden. Als Spitze notierte Cornil 271 km/h, doch war er überzeugt, dass bei besseren Verhältnissen noch mehr dringelegen wäre!

    “Es kommt selten vor, dass ein Wagen so leicht auf so hohe Geschwindigkeiten kommt wie der Grifo. Dies natürlich dank der aerodynamisch gut durchgebildeten Karosserie, welche trotz den durch die Luftwirbel verursachten Geräusche auch bei einem Tempo von weit über 200 km/h eine Unterhaltung der Wageninsassen ermöglicht”, schrieb Cornil.

    Die ausgezeichnete Aerodynamik hatte auch noch einen anderen Effekt, nämlich einen niedrigen Verbrauch, so Cornil:
    “Beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans und beim 1000-km-Rennen auf dem Nürburgring betrug der Verbrauch des höhergezüchteten Grifo Competizione je 32 und 16,6 1/100 km.”

    Das waren ausgezeichnete Werte für einen Wagen im Rennmodus.

    Allerdings waren aus ursprünglich erwarteten 50’000 Franken inzwischen rund 80’000 Franken (Stand Herbst 1964) für den Kauf eines A3C Stradale geworden, viel Geld in jener Zeit als der teuerste Ferrari gerade einmal 51’500 Franken, eine Corvette 30’350 Franken kostete.

    Angebote von Zwischengas-Spezialisten
     
    Heel Porsche Fahrer Banner: Porsche Fahrer

    Wenig Komfort

    Zwar war er für den Strassengebrauch gedacht, doch der “Stradale” sorgte nicht für allzu viel Komfort, wie Paul Frère anlässlich seiner Probefahrt im Jahr 1965 kommentierte:

    “Zu den spartanischeren Merkmalen des Grifo „Stradale" zählen die Sitze, die keine Einsteilvorrichtung haben: sie werden ein- fach für die, die das Auto bestellen, nach Maß gepolstert und sind ein wichtiger Bestandteil der Karosseriestruktur. Für uns war im Genfer Vorführwagen der Sitz zu lang und zu tief, und Kissen halfen nur unvollständig. Bei einer Gesamthöhe von 111 cm kam uns für den Ein- und Ausstieg eine gewisse Begabung für Akrobatik zugute, aber in einem dem Fahrer gut angepaßten Sitz muß die Fahrposition ganz hervorragend sein.”

    Iso Grifo A3 Berlinetta Stradale (1964) - Interieur der Strassenversion
    © Archiv Automobil Revue

    immerhin wurde eine Klimaanlage eingebaut und die Seitenfenster liessen sich mit Kurbeln öffnen. Selbst die Polsterung der Kübelsitze wurde von den Testfahrern als nicht unbequem beschrieben. Immerhin!

    Aus Iso wird Bizzarrini

    Im Jahr 1965 baute Bizzarrini den A3C bereits unter eigenem Namen in Livorno, nun hiess das gute Stück Bizzarrini 5300 GT. Mit dem Verkauf eines Exemplars finanzierte der Ingenieur den Bau des nächsten und verwirklichte sich auch den Traum von Rennteilnahmen u.a. bei den 24 Stunden von Le Mans. Mit dem heute betriebenen Aufwand darf man dieses Projekt nicht vergleichen. Tatsächlich fehlte das Geld für ein Transportfahrzeug, mit dem man die Ersatzteile hätte mitnehmen können. So musste der GT auf der Strasse von Livorno nach Le Mans gefahren werden. Dort erreichte der Wagen den neunten Gesamtplatz und legte dafür 303 Runden (plus das Training) zurück.

    Nach getaner Arbeit wurde der Rennwagen wieder auf Achse nach Livorno zurückgefahren! In den Händen eines finanzkräftigen Herstellers hätte der Iso/Bizzarrini Grosses erreichen können.

    Iso Grifo A3C (1964) - bei den 24 Stunden von Le Mans - gefahren von Pierre Noblet und dem Schweizer Edgar Berney - Platz 14
    © Archiv Automobil Revue

    Giotto Bizzarrini aber begann schon bald über neue Projekte nachzudenken, die Zahl der gebauten A3/C soll bei gut zwei Dutzend liegen, andere Quellen sprechen gar von deutlich weniger Autos. Manche entstanden erst im Nachgang.

    FridayClassic19

    Der Wagen, den Paul Frère fuhr

    Gemäss aktuellen Informationen soll Chassis B0213 im Dezember 1964 fertiggestellt worden sein. Die Karosserie entstand bei Drogo und es handelte sich dabei um die Alu-Variante mit den sichtbaren Nieten auf der Oberfläche (einige späte A3/C wurden mit Kunststoff-Karosserien versehen).

    Iso Grifo A3/C Stradale (1964) - Aerodynamik war wichtig
    © Copyright / Fotograf: Bonhams

    Der Wagen wurde an Auto Becker in Deutschland verkauft und am Genfer Autosalon des Jahres 1965 als Vorführ- und Pressefahrzeug eingesetzt. Dort durfte dann auch der bekannte Rennfahrer Paul Frère sich hinter das Lenkrad setzen, um Eindrücke für seinen Bericht in Auto Motor und Sport zu sammeln.

    Der Schweizer Rennfahrer Pierre De Siebenthal kaufte damals schliesslich das Auto. Ob der Wagen in Rennen eingesetzt wurde, ist unklar. Erst 1993 veräusserte der Schweizer das Auto an Salvatore Diomante. Dieser restaurierte den Wagen von 1993 bis 2013 komplett und überholte auch den Motor. Bei dieser Gelegenheit ersetzte er den Holley-Vierfachvergaser durch die bei den A3C-Rennwagen übliche Weber-Doppelvergaser-Batterie.

    Iso Grifo A3/C Stradale (1964) - der Drehzahlmesser ist nicht gerade gut einsehbar
    © Copyright / Fotograf: Bonhams

    2013 wurde der komplett restaurierte Wagen verkauft und am Pebble Beach Concours d’Elégance gezeigt. Am  Januar 2016 bietet Bonhams den Wagen an der Scottsdale Auktion an, der Wert wurde auf USD 1,3 bis 1,6 Millionen geschätzt. 

    Weitere Informationen

     

     

    Alle 32 Bilder zu diesem Artikel

    ···
     
    Quelle:

    Neueste Kommentare

     
     
    ko******:
    02.02.2016 (11:18)
    Sie haben in meinem Kommentar, die Ironie nicht bemerkt,
    es wurden aus einem Auto "zwei Teile daraus", also es
    wurde, entzweit, anscheinend an einer Fussgänger Ueberführung, die Startnummer 9 ist ja deutlich zu
    sehen. Das andere auch beschädigte Fahrzeug war die
    Startnummer 8 und anscheind wurden aus den Teilen "ein" Fahrzeug gemacht. Bitte nicht so verbissen, etwas Humor darf auch sein, meinen Satz habe ich mit 2 Ausrufezeichen
    geschrieben. Das wichtigste, der Fahrer hat "wunderbar", überlebt.
    Anscheinend sind sie ISO Fan und ich wollte sie sicher nicht beleidigen.
    Antwort von bs******
    02.02.2016 (21:49)
    Nun immerhin hat der Fahrer in der Nummer 8, wegen einem totalen Bremsausfall, im Gegensatz zu den genannten Artikeln einen Kiffernbruch eingehandelt. Grosses Glück dabei das der Fahrer sich in einen schmalen Weg flüchten konnte und statt einer grossen Anzahl Personen, nur ein geparkter VW Bully dranglauben musste. Was wie heute bekannt ist hätte dies vermieden werden können, wenn die von den Amerikanern angebotene Bremsflüssigkeit verwendet worden wäre. Zwar hatte auch die 9 ein paar Probleme mit den Bremsen aber nie einen vollen Aussfall, deren Unfall beruhte auf Acquaplaning.
    ko******:
    28.01.2016 (17:54)
    https://www.flickr.com/photos/smuckatelli/16603589141/
    Hier kann man sehen, wie man aus einem ISO zwei macht.!!
    Sebring 1965.
    Antwort von bs******
    02.02.2016 (08:03)
    Völlig falsch! Es handelt e sich um die beiden Sebringautos von 1965, #210 und #214, aber daraus wurden nicht zwei gemacht, im Gegenteil aus den verwertbaren Resten der beiden Autos wurde ein komplettes gemacht.
    Möchten Sie einen Kommentar abgeben?
  • Sie haben bereits einen Benutzernamen für Zwischengas?
    Dann melden Sie sich an (Login).
  • Sie haben noch kein Profil bei Zwischengas? Die Registrierung ist kostenlos und geht ganz schnell.
  • Pantheon Basel - Ikonen und Boliden 2019: Pantheon Basel - Ikonen und Boliden 2019