Ein kleiner Amerikaner – Ford Taunus 12 M 1,5 l im (historischen) Test
Zusammenfassung
Der Taunus 12 M war den Kölner Fordwerken von der grossen Mutter aus Dearborn ins Nest gelegt worden. Entsprechend seiner Herkunft präsentierte er sich dann auch in einigen Dingen sehr amerikanisch, etwa der Federung, der Lenkung und der Karosseriegrösse im Vergleich zu anderen europäischen Kleinwagen. Doch die hatte auch ihre Vorteile. Denn mit dem 1,5-l-Motor gehörte der 12 M plötzlich zur Mittelklasse – und war dort konkurrenzlos günstig. Dieser historische Testbericht widmet sich dem grossen kleinen Ford.
Dieser Artikel enthält folgende Kapitel
- Amerikanismen vor und hinter dem Lenkrad
- Komfortabel, aber furchterregend
- Eine geballte Ladung Kraft
- Kleine Unzulänglichkeiten im Innenraum
- Viel Platz für Gepäck und Asche
- Lieber geräumig oder billig?
- Ford Taunus 12 M Kombi
- Anders als die Limousine, aber nicht schlechter
- Technische Daten & Meßwerte
Geschätzte Lesedauer: 21min
Leseprobe (Beginn des Artikels)
Es ist nun schon einige Jahre her, daß Marktanalytiker und Verkaufspsychologen der Fordwerke in Amerika glaubten, das Publikum wünsche einen neuen Wagentyp. Nach den erfragten und registrierten Käuferwünschen wurde mit einem riesigen Entwicklungsaufwand ein neuer Wagen konzipiert, der dazu ausersehen war, Amerikas größter Verkaufsschlager zu werden. Dieses Modell, "Edsel" getauft, wurde mit einigen Modifikationen ungefähr zwei Jahre gebaut, dann wurde die Produktion eingestellt. Da in den Staaten die Verdienstspanne in der Automobilindustrie nur einen Bruchteil der bei uns üblichen beträgt, waren die Edsel-Investitionen noch lange nicht abgeschrieben. Unter dem Strich der Edsel-Bilanz stand der größte Verlust in der amerikanischen Automobilproduktion seit langem, wenn nicht der größte Verlust überhaupt.
Diesen Artikel kostenlos weiterlesen?
Bilder zu diesem Artikel































































































































Kommentare