Citroën Ami 6 im (historischen) Test – viel Ente und ein bisschen Göttin
Zusammenfassung
Citroën hatte schon mit dem 2CV und den ID/DS-Schwestern bewiesen, dass man sehr konsequent Konventionen brechen und damit grosse Erfolge einfahren konnte. 1961 lancierte der Hersteller mit dem Ami 6 aber keine rollende Revolution, sondern viel mehr eine höchst eigenwillige Kreation aus bewährten Ingredienzien. Das Mittelweg-Mischwesen forderte den guten Geschmack heraus und hatte einige Überraschungen auf Lager… Dieser Artikel gibt einen originalen Testbericht vom September 1961 wieder und zeigt die kompakte Limousine auf umfangreichem Bild- und Verkaufsmaterial.
Dieser Artikel enthält folgende Kapitel
- Vom Vater hat er die Statur…
- …von der Mama die Frohnatur
- Der sparsame Front-Triebler...
- …liegt trotz superweicher Federung sehr gut
- Ausstattung mit Licht und Schatten
- Geräumig, aber sehr leicht gebaut
Geschätzte Lesedauer: 14min
Leseprobe (Beginn des Artikels)
„Ami 6" spricht man französisch „Ami-siß", und das ist gleichlaufend mit dem Wort für Freundschaft. Für solche Wortspiele hat Citroën viel Sinn. Die großen Wagen heißen „ID” = „Idee" und „DS" = „Göttin”. Weitaus weniger Sinn hat man allerdings dafür, daß „praktisch” keineswegs gleichbedeutend mit „häßlich" sein muß. Vielleicht kauft der Franzose weniger mit den Augen als der Deutsche, man kann sich aber kaum vorstellen, daß der 2CV, die „ID"- und „DS”-Typen und schließlich der „Ami 6" verkaufsmäßig ein Mißerfolg gewesen wären, wenn man ein wenig mehr auf einen Formgestalter gehört hätte! Gewiß, jedes Detail, auch an der Form des neuen 600er-Citroën, hat seine formale Funktion, und wir sind die letzten, die der Schönheit eines Automobils als reinem Selbstzweck das Wort reden würden. Derart bizarr aber hätte der Ami 6 zweifellos nicht ausfallen müssen!
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Freundliche Grüsse vom Zwischengas-Team












































































































































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