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Bild (1/5): Alfa Romeo Giulia SS (1964) - sehr hübsche Frontgestaltung (© Daniel Reinhard, 2017)
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    Alfa Romeo Giulia SS - Aerodynamikwunder für den Alltag

    2. Dezember 2017
    Text:
    Bruno von Rotz
    Fotos:
    Daniel Reinhard 
    (62)
    Bruno von Rotz 
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    Es sind fast exakt 60 Jahre her, seit Bertone den Alfa Romeo Giulietta Sprint Speciale erstmals am Turiner Autosalon der Öffentlichkeit enthüllte, in einer Zeit, als die meisten Autos komplett anders aussahen und sicherlich mit 1,3 Litern Hubraum keine 200 km/h erreichen konnten.

    Alfa Romeo Giulietta Sprint Speciale Prototipo (1957) - Werksaufnahme
    © Copyright / Fotograf: Alfa Romeo / Werk

    Dem Bertone-Coupé wurde eine grosse Zukunft vorausgesagt, doch letztlich entwickelten sich die Dinge anders als erwartet.

    Aerodynamik als Formgeber

    Hinter der spektakulären Form der Giulietta Sprint Speciale stand Franco Scaglione. Sein Ziel war es, seine Erkenntnisse bezüglich Aerodynamik nach den noch exotischeren Prototypen BAT 5, BAT 7 und BAT 9 auf ein Strassenfahrzeug, das man auch bauen konnte, zu übertragen.

    Alfa Romeo BAT 5 (1953) - aus dem Schaffen von Bertone
    © Copyright / Fotograf: Archiv Bertone

    Tatsächlich waren die Konzeptfahrzeuge mit der Bezeichnung BAT, was für Berlinetta Aerodinamica Technica” stand, mit ihren riesigen Flossen und den verschalten nur bedingt praxistauglich. Aber für Aufmerksamkeit und Furore sorgten sie sicherlich, auch wenn sie von manchem herkömmlichen Autobauer belächelt wurden.

    Sowohl für Nuccio Bertone als auch Franco Scaglione war klar, dass eine serientaugliche Version deutlich weniger radikal sein konnte. Die BAT-Prototypen zeichneten sich durch einen unglaublich tiefen cw-Wert ab 0,19 (BAT 7) aus, der Zusammen mit überschaubaren Querschnittsflächen bereits mit 90 PS für über 200 km/h ausreichte.

    Alfa Romeo BAT 7 (1954) - Bertone-Prototyp auf dem Autosalon von Turin
    © Archiv Automobil Revue

    Die drei BAT-Modelle wurden nacheinander in den Jahren 1953, 1954 und 1955 am Turiner Autosalon vorgestellt. Als Basis hatte der Alfa Romeo 1900 gedient und beim letzten BAT 9 hatte man die Front bereits in Richtung Markenidentität angepasst.

    Vom Prototyp zur Serie

    Die Giulietta Sprint Speciale verzichtete auf die umfangreichen Flossen der BAT-Modelle, behielt aber die fliessende Linienführung bei.

    Alfa Romeo Giulietta SS (1957) - aus dem Schaffen von Bertone
    © Copyright / Fotograf: Archiv Bertone

    Die Automobil Revue berichtete anlässlich des Vorberichts zum Turiner Autosalon 1957:
    “Das neue Coupe, das vom Turiner Karossier Bertone entwickelt wurde, verwendet die Elemente des Unterbaus des normalen Sprint, doch wurden die Abmessungen geändert und die Form strömungsgünstiger gestaltet. Der Radstand wurde von 238 auf 225 cm verkürzt, die Spurweite um 1,8 cm vorn und 1,6 cm hinten auf 128,6 cm verbreitert, und während sowohl die Länge (424 statt 398 cm) wie auch die Breite (166,5 statt 153,5 cm) vergrössert wurden, beträgt die Höhe nur noch 121 statt 132 cm. Der längere, breitere und niedrigere Wagen soll dank der besseren Form, der hohen Motorleistung und der weniger stark untersetzten Hinterachse (Geschwindigkeit bei 1000 U/min im 4. Gang 3 km/h statt 28 km/h beim Sprint Veloce) mit dem gegenwärtig vorgesehenen Vierganggetriebe auf eine Spitze von 200 km/h kommen, was für einen 1,3-Liter-Motor sehr beachtlich ist.”

    Auf das klassische Alfa-Romeo-Erkennungszeichen, dem typische Kühlergrill, verzichtete der Prototyp. Weil Bertone an einen Einsatz im Rennsport dachte, war der Wagen sehr leichtgewichtig gebaut, wies Aluminium-Türen und Hauben auf und verzichtete auf Komfort.

    Bis zum Beginn der Serienversion vergingen allerdings noch fast zwei Jahre, erst im Juni 1959 wurden die Coupés, nun allerdings mit einem klassischen, wenn auch tiefliegenden Alfa-Gesicht und umfangreichen Korrekturen an der Karosserie in Serie gefertigt.

    So war er kürzer, etwas höher und komfortabler geworden, indem man die Karosserie in halber Höher entzweischnitt und den Innenraum um zwei Zentimeter erhöhte. Aus der Torpedoregion wurden fünf Zentimeter herausgeschnitten, so dass die Motorhaube kürzer erschien. Insgesamt wurde der Wagen auf auf 423,5 cm eingekürzt. Als Gewicht wurden im Jahr 1958 nur 460 kg angegeben, womit die Giulietta sogar noch den Lotus Elite um 40 kg untertroffen hätte.

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    Probefahrt mit der Ur-Giulietta SS

    Die Automobil Revue konnte die Evolutionsvariante bereits im Herbst 1958 in ihrer “endgültigen Ausführungsform” probefahren. Die Kommentare nach der Testfahrt lauteten:
    “Entgegen den ersten Eindrücken ist daraus (aus dem Prototyp) kein Rennsportwagen, sondern ein zweisitziges Gran-Turismo-Coupé mit bequemen Sitzen und vollständiger Ausstattung geworden. Die zivilere Karosserie hat aber die Alfa-Leute nicht daran gehindert, in den SS alles an Leistung und Fahrsicherheit zu legen, was ihnen möglich war. Wirklich: der Hubraum scheint heute keine Rolle mehr zu spielen, nachdem man jetzt einen Motor von 1,3 Liter auf 100 PS bringen kann, ohne dass er irgendwelche Unarten zeigt. Die hervorragende Sicherheit aller Giulietta-Typen findet man auch beim SS wieder, indem man, im tiefen Sessel nach hinten geneigt, Kurven jeglicher Art ohne Hemmungen schnell und zügig durchfährt. Allerdings: Mit den 100 PS nähert man sich bereits den Geschwindigkeiten, die an den Fahrer etwelche Anforderungen stellen. Einen grossen Fortschritt bringt die schnelle und todsichere Porsche-Synchronisierung und natürlich auch das Fünfganggetriebe, das dem drehfreudigen Motor auf den Leib zugeschnitten ist.“

    Alfa Romeo Giulietta Sprint Speciale (1959) - eine der ersten 80 Giuliettas auf der Teststrecke
    © Archiv Automobil Revue

    Rund 80 Exemplare dieser für den Sporteinsatz gedachten Wagen wurden bis Ende Jahr gebaut, sie waren mit DM 22’980 oder CHF 21’500 auch entsprechend teuer. 

    Vom Sport zum Concours

    Obschon das Bertone-Coupé hohe Geschwindigkeiten erreichen konnte, zeigte es sich in der Praxis, dass die kompakteren und leichter zu dirigierenden Serien-Sprint-Coupés im Rennsport praktischer waren. Noch besser aber eignete sich dien Version des Konkurrenten Zagato. Die Giulietta SZ, die ab 1959 gebaut wurde, verband hervorragene Aerodynamik mit einer sehr kurzen und leichten Karosserie, was ihr im Sporteinsatz bessere Chancen verhiess.

    Alfa Romeo Giulietta Sprint Speciale (1960) - by Bertone
    © Zwischengas Archiv

    Damit war die Richtung für das Bertone-SS-Coupé klar, es ging mehr in Richtung Komfort und Strasseneinsatz. So wurde Ende 1959 eine neue Version der Giulietta Sprint vorgestellt, die nun auf immerhin 115 PS (SAE) kam, gleichzeitig aber deutlich schwerer und dafür alltagstauglicher war. Auch an der Form war Hand angelegt worden. Die Nase lag höher und war mehr der Alfa-Tradition verpflichtet, die Scheinwerfer waren nach oben gerückt. Statt aus Leichtmetall wurden Türen und Hauben nun Stahlblech gefertigt, die hinteren Scheiben wurden nun alle aus Mineralglas hergestellt. Und vorne gab es zwei filigrane Chromstossstangen.

    Alfa Romeo Giulietta Sprint Speciale (1960) - mit 1,3-Liter-Motor
    © Zwischengas Archiv

    Derart modifiziert ging die Giulietta Sprint Speciale ab 1960 in die zweite Runde, am Preis - weiterhin CHF 21’500 - änderte sich vorerst nichts.

    Wiederum war es die Automobil Revue, die ihre Fahreindrücke bereits im April 1960 dokumentierte:
    “Kleine Verfeinerungsarbeiten am Motor und an der Karosserie haben aus diesem 1,3-Liter-Wagen ein kleines Wunder an verhaltener, scheinbar sanfter Kraft und herrlicher Balance aller Fahreigenschaften gemacht. Mit einem so kleinen Motor ohne weiteres auf 7000 U/min in den Gängen zu kommen (das entspricht Spitzengeschwindigkeiten von rund 55, 90, 130 und 175 km/h, während im fünften Gang bei 6500 U/min über 190 km/h erreicht werden), dabei in der Stadt bei kaum mehr als 1000 U/min fein und ruckfrei dahinrollen zu können und ausser dem zufriedenen Brummen der Maschine nur ganz wenige Wind- und Abrollgeräusche zu hören, ist etwas Einzigartiges. Die Lenkung geht bei aller Präzision spielend leicht, die Bremsen sind bekanntlich die besten Exemplare der Trommelbremse im heutigen Autobau, und die Federung erlaubt ein gut gedämpftes Befahren auch mittelmässiger Fahrbahnen. In der Kurve soll sich - so sagen die Zuschauer - die Karosserie sehr stark neigen, doch Fahrer und Passagier spüren kaum etwas davon. In engen Kehren ist genügend Leistung da, um den gelenkigen Wagen rasch und wieselartig herumzubringen, und in langen Kurven spürt man nichts vom kurzen Radstand. … Der SS von Bertone bleibt ein ausgewogener Zweisitzer für den «Grand Tourisme» und ist alles andere als ein Fahrzeug für Sportveranstaltungen. Aber was die Alfa-Leute an Kultur in dieses feine Wägelchen gezaubert haben, ist allerhand.”

    Alfa Romeo Giulietta Sprint Speciale (1961) - beim Kurztest der Automobil Revue
    © Archiv Automobil Revue

    Vom Julchen zur Julia

    Am Genfer Automobilsalon 1963 wurde dann die  nächste Stufe gezündet, aus der Giulietta Sprint Speciale wurde die Giulia SS, nun mit einem 1,6 Liter grossen Vierzylinder mit 112 DIN-PS bei 6500 U/min und 13,5 mkg Drehmoment bei 4200 Umdrehungen pro Minute.

    Alfa Romeo Giulia SS (1963) - die letzte Variante mit 1,6-Liter-Motor
    © Zwischengas Archiv

    Während sich aussen nur wenig geändert hatte, wurde der Innenraum deutlich komfortabler ausgerüstet. Die Automobil Revue schrieb im Rahmen ihrer Vorstellung:
    “Wenn sich der Giulia «SS» äusserlich vom bisherigen Giulietta «SS» kaum unterscheidet, so besteht ein Unterschied im gepflegten Innenausbau. Neugestaltet wurde das einfache, aber funktionelle Armaturenbrett, das ganz dem akzentuiert sportlichen Charakter des Wagens entspricht. Das Interieur weist eine besonders elegante Note auf. Links unter dem rechten Fensterpfosten befindet sich ein Haltegriff, an dem sich der Passagier bei rasanter Kurvenfahrt festhalten kann.”

    Alfa Romeo Giulia SS (1963) - Blick ins Innere und aufs Cockpit
    © Archiv Automobil Revue

    Tatsächlich sah die Giulia innen deutlich schmucker aus, doch trotz der weiteren Komfortorientierung ging man weiterhin von einer Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h aus, auch der Preis war mit CHF 21’500 unverändert.

    So positiv, wie ihre Kollegen noch 1960 die Giulietta SS bewertet hatten, äusserten sich die Testfahrer der Automobil Revue im Mai 1963 allerdings nicht mehr:
    “Der Einstieg geht um so besser, je gelenkiger und kleiner der Fahrer ist. Drinnen aber fühlt man sich sofort heimisch. Die Sitze sind gut geformt, die Instrumente bieten sich dem Auge deutlich dar, und Lenkrad sowie Pedale liegen genau dort, wo man sie sich wünscht. Die Sicherverhältnisse verdienen kein ebenso qualifiziertes Lob, und die im Innern verwendeten Textilien passen nicht ganz zum Preis. An übermässigem Kofferraum leidet der SS weder im Heck noch hinter den Sitzen. Die Fahreindrücke sind durch hellstes Licht und dunklere Schatten gekennzeichnet. Die vom grösseren Hubraum erwartete Mehrleistung spürt man eigentlich erst dann, wenn der obere Tourenzahlbereich des äusserst drehfreudigen Motors ausgenützt wird. Dabei fehlt es der Maschine trotz ihrer sehr beträchtlichen spezifischen Leistung fischen Leistung von gut 70 DIN-PS pro Liter keineswegs an Elastizität; einen eigentlichen Beschleunigungsstoss kann man aber erst von 4000 U/min an erzielen. Das vorbildliche Fünfganggetriebe mit seiner hervorragenden Synchronisierung aller Gänge macht es dem Fahrer aber leicht, ja verleitet ihn gerade dazu, die Drehzahl hochzuhalten. Der Stockschalthebel fällt dem Piloten in die Hand, und er kann nach Herzenslust feinfühlig und beschaulich oder blitzschnell im Getriebe herumschalten. Bei hohen Drehzahlen entwickelt der Motor nicht unerhebliche, doch für enthusiastische Ohren geradezu begeisternde Geräusche, und auch der Fahrwind ist bei schneller Fahrt hörbar, wie es ja die Eigenart dieser Art von strömungsgünstigen Karosserien ist. … Für Leute, die leicht (d. h. ohne viel Gepäck) reisen und ein Vollblut zu schätzen wissen, hat der Giulia SS enorm viel Anziehungskraft, und wer sich mit seinen Fahreigenschaften erfolgreich auseinandergesetzt hat, gehört bald zu den Schnellsten und Sichersten auf der Strasse.”

    Offenbar war man zwischen 1960 und 1963 deutlich anspruchsvoller geworden. Der Giulia SS jedenfalls kreidete man eine zu geringe Eigenstabilität an und kritisierte die ausgeprägte Tendenz zum plötzlich einsetzenden Übersteuern. Eine Rückkehr zur alten «Sägetechnik» am Lenkrad sei nötig und diese sei vor allem bei jungen Fahrern ungewohnt, berichteten die AR-Tester. Aber trotzdem seien hohe Kurventempi möglich und echte Freude am Fahren.

    Alfa Romeo Giulia SS (1964) - windschlüpfig
    © Zwischengas Archiv

    Im Übrigen orientierte sich die Technik wie bereits beim Vorgänger an den parallel gefertigen Giulietta-/Giulia-Modellen.

    Ohne direkten Nachfolger

    Bei Bertone machte Franco Scaglione bereits 1959 seinen Abgang, nachdem Nuccio Bertone den Jungspund Giorgetto Giugiaro an Bord geholt hatte. Jener zeichnete auch für das Jahr 1965 einen Nachfolger für die Giulia SS mit an den Bertone-Mustang angelehnten deutliche kantigeren Formen, doch es blieb bei einem Prototypen.

    Alfa Romeo Sprint Speciale Prototipo (1965) - im Museo Storico Alfa Romeo Arese
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Der Bau der inzwischen 950 kg schweren  Giulia SS selber wurde im Jahr 1965 eingestellt, bis dahin hatten fast 2800 Exemplare (1366 mit 1,3-Liter-Motor, 1400 mit dem 1,6-Liter-Vierzylinder) die Bertone-Fertigung verlassen.

    Die Zukunft von damals

    Wer sich heute zusammenfaltet, um Platz in der kompakten Giulia SS zu finden, der findet sich in einer Umgebung wieder, die deutlich anders wirkt als in anderen Fahrzeugen der frühen Sechzigerjahre.

    Alfa Romeo Giulia SS (1964) - handlich zu fahren
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Vor allem der Blick nach vorne durch die stark gerundete Frontscheibe ist eindrücklich, während man sich nach oben verjüngende Kabinen natürlich heute genauso gewohnt ist, wie eine halbliegende Sitzposition.

    Alfa Romeo Giulia SS (1964) - der berühmte Zweinockenwellen-Vierzylinder
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Der 1,6-Liter grosse Alfa-Romeo-Leichtmetall-Motor mit den zwei obenliegenden Nockenwellen nimmt kalt und warm seine Arbeit spontan auf und erfreut durch sein typisches Klangbild. Der ideal platzierte Schalthebel macht das Schalten zur reinen Freude und auch an der Rundumsicht gibt es im Zeitalter immer dicker werdender A- bis C-Säulen kaum mehr etwa auszusetzen, allerdings sind die Karosserieenden vor allem hinten schwer abzuschätzen.

    Alfa Romeo Giulia SS (1964) - die aerodynamische Zielsetzung ist ihr anzusehen
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Das Fahrverhalten überzeugt zumindest bei gesitteter Autofahrt und auch die Bremsen geben keinen Anlass zur Kritik. Der Fahrkomfort ist überraschend gross, nur bei den Sitzen würde man sich heute etwas mehr Seitenhalt wünschen.

    Alfa Romeo Giulia SS (1964) - ein ganz besonderes Fahrgefühl
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Man muss jedenfalls den Alfa- und Bertone-Mannen ein Kränzchen winden, dass sie aus einem Showcar, das einst für den Motorsport gedacht war, ein derartig komfortables GT-Coupé entwickeln konnten.

    Alfa Romeo Giulia SS (1964) - innovative Formensprache
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Und dieses erfreut sich offensichtlich heute einer grossen Fangemeinde, die Preise jedenfalls haben sich in den letzten vier Jahren mindestens verdoppelt und liegen für einen Wagen im Zustand 2 heute durchaus in sechsstelligen Euro-Regionen.

    Wir danken der Oldtimer Galerie Toffen für die Gelegenheit zur Probefahrt. Die silberne Alfa Romeo Giulia SS von 1964 wird am 29. Dezember 2017 in Gstaad versteigert.

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