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Jaguar blickte bereits auf eine längere Geschichte zurück, als 1948 der XK 120 lanciert wurde und zum Star der London Motor Show avancierte. Die XK-Baureihe aber war erfolgreicher als alle Automobile von Jaguar zuvor und etablierte die Firma als den Massstab im Sportwagenmarkt. An der London Motor Show im Herbst 1954 stellte Jaguar den Nachfolger des XK 120 vor, den XK 140. Äusserlich wurden die attraktiven Linien des XK 120 beibehalten, aber es gab viele Verbesserungen. 1957 stellte Jaguar mit dem XK 150 die letzte Ausbaustufe der XK-Baureihe vor. Auch dieser war in den drei vom XK 120 und XK 140 bekannten Karosserievarianten OTS (Open Two Seater), DHC (Drophead Coupe) und FHC (Fixed Head Coupe) erhältlich. Die wesentlichsten Änderungen waren eine neu gezeichnete Karosserie mit moderneren und aerodynamisch etwas effizienteren Linien sowie serienmässige 4-Rad-Scheibenbremsen - als erstes Serienfahrzeug weltweit! Die bisherige Leistung der Special Equipment-Version des XK 140 mit 210 PS wurde die neue Basismotorisierung. Der XK 150 hatte eine weit schwierigere Aufgabe zu erfüllen als sein Vorfahre XK 120. Einerseits waren die Komfortansprüche stetig gewachsen, andererseits hatte Jaguar mit den C- und D-Types auf den Rennstrecken gezeigt, zu welchen Leistungen man fähig war. Gerade im Vergleich zum D-Type wirkte der XK 150 im Jahr 1957 bereits etwas altmodisch, unter dem Blech aber konnte man sich nach Bedarf ähnliche Motorleistungen beschaffen, wie sie für die Langstreckenrenner üblich waren. 1958 wartete Jaguar mit einer Leistungssteigerung auf. Das Modell XK 150 S verfügte über drei SU-Vergaser, was zusammen mit anderen Modifikationen zu einer Leistungssteigerung auf 250 PS mit entsprechend verbesserten Fahrleistungen führte. Und ab 1959 offerierte Jaguar auch den auf 3.8 Liter aufgebohrten XK-Motor mit bis zu 265 PS in der S-Ausführung. Unser XK 150 mit 210 PS leistendem 3.4-Liter Motor und 4-Gang Getriebe mit Overdrive wurde wohl nach Kanada ausgeliefert und dort 1959 erstmals zugelassen. Die Geschichte jenseits des grossen Teiches ist nicht bekannt, offensichtlich erhielt der Jaguar aber einen Baugleichen Ersatzmotor aus einer 3.4-Liter Limousine und wurde einmal restauriert. Wohl 2012 wurde das sportliche Coupé in die Schweiz importiert. Nach der Ankunft wurde der Jaguar aufwändig für die Erstabnahme hier vorbereitet – die Bremsen wurden komplett überholt, Tank und Benzinpumpe wurden ersetzt und der Wagen erhielt eine Edelstahl-Auspuffanlage. Anfang 2019 wurde der XK von einem Hänlder übernommen, welcher ihn im Juni des Jahres an den Einlieferer veräusserte. Seither wurde das hübsche Cabriolet nicht einmal 1'000 km gefahren. Aktuell befindet sich der Jaguar in gutem bis sehr gutem Zustand und wird frisch ab Service sowie der letzten MFK als Veteranenfahrzeug im Mai 2019 an einen neuen Liebhaber übergeben. Für Schweizer Käufer wird das Fahrzeug frisch vorgeführt.
65'000.- CHF
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