Bereits zum zweiten Mal wurden auf der Rennstrecke Linas-Montlhéry die “Grand Heures Automobiles” organisiert. Auf dem einstigen Hochgeschwindigkeitskurs zeigten sich die Schönsten, die Schnellsten und die Besondersten. Rund 15’000 Personen wohnten den Demonstrationsläufen am Samstag und Sonntag des Wochenendes vom 24. und 25. September 2016 bei.
Der Weltrekord-Voisin
Fast auf den Tag genau 89 Jahre nach seinen aufsehenerregenden Weltrekorden kehrte Voisin mit 7,9-Liter-Reihenachtzylindermotor nach Montlhéry zurück. Am 26. September 1927 hatte der Wagen mit Morel, Kirillov und Marchand am Steuer über ein Dutzend Rekordwerte eingefahren, darunter 4383,85 km in 24 Stunden, was einen Schnitt von 182,66 km/h ergab.
Dem amerikanischen Milliardär Peter Mullin war es zu verdanken, dass der Rekordwagen zusammen mit anderen Voisin-Fahrzeugen (u.a. C1 Competition von 1921, C3 von 1922, C6 Laboratoire von 1923) fahrend gezeigt werden konnten, sicherlich etwas ganz besonderes.
Gruppe B auf ungewohntem Terrain
Gross angekündigt waren auch die Gruppe-B-Rallyewagen, die natürlich auf den Steilwandkurven ein eher ungewohntes Bild ergaben. Dafür überzeugten sie akustisch und auch formal, leider blieben einige erwartete Wagen (u.a. Lancia Rally 037 Gruppe B, BMW M1 Gruppe B) dem Anlass fern.
Doch auch die verbleibenden Gruppe-B-Autos liessen den Fans das Wasser im Munde zusammenlaufen, drehten doch ein Mazda RX-7 von 1985, ein Ferrari 308 GTB von 1984, aber auch ein Opel Manta 400 von 1984 und ein Renault 5 Turbo Tour de Course von 1983 ihre Runden.
«Artdeshine Switzerland ist der exklusive #Distributionspartner für die Schweiz und führt alle #Zertifizierungen der Detailer durch. www.artdeshine.ch»
8310 Kemptthal, Schweiz
- Sachverständiger & Gutachter
Peugeot im Zentrum
Peugeot nutzte die Gelegenheit, eine grosse Oldtimer-Veranstaltung in Frankreich zu unterstützen und sandte eine ganze Delegation spannender Fahrzeuge aus dem Museum nach Montlhéry, darunter der Prototyp CD Peugeot 204 Le Mans von 1966, der Peugeot 204 mit East-African-Safari-Geschichte, sowie zwei Pikes-Peak-Autos, nämlich einen 405, den Ari Vatanten gefahren hatte, und ein 208, wie ihn Sébastian Loeb auf den Berg pilotierte.
Sport- und Rennwagen auf der Piste
Generell überzeugte das Fahrzeugangebot durch Breite und Vielfalt, wenn auch nicht alle der präsentierten Wagen auf demselben Niveau mithalten konnten.
Es ist halt nicht einfach einem Bugatti Type 35 oder 51 die Show zu stehlen, gerade in Frankreich. Auch diverse MG Vorkriegs-Sportwagen und besonders selten gesehene Rennwagen wie den Guyot Spéciale von 1924 oder ein Rallye NCP von 1934 fühlten sich auf dem 98-jährigen Rundkurs von Linas-Montlhéry natürlich wie zuhause.
Auch Motorräder und Formelautos
Neben der Vorkriegsgruppe, der Gruppe B, den Peugeot-Demoläufen und Plateaux mit moderneren Autos gab es auch eine eigene Gruppe mit Formel-Wagen und offenen Sportwagen, die mit herrlichen Gegensätzen aufwartete, fuhren doch ein Lola Mk 1 von 1960 gleichzeitig mit einem Peugeot Spider 905 von 1992.
Insgesamt waren 160 Autos, darunte auch einige Touren- sowie GT-Sportwagen und 60 Motorräder auf der Rundstrecke zu sehen.
Prominenz am Lenkrad
Doch es gab nicht nur bekannte und historisch interessante Fahrzeuge zu beobachten, sondern auch viele Helden der französischen Renngeschichte, Rallye-, Formel-, Tourenwagen- und Sportwagenfahrer wie Jean-Claude Andruet, Anthony Beltoise, Francois Chatriot, Max Cohen-Olivar, Philippe Gache, Jean-Pierre Jaussaud, Michel Leclère Jean-Pierre Malcher, Bob Neyret, Jean-Pierre Nicolas, Henri Pescarolo, Jean Ragnotti, Bruno Saby, Pierre de Thoisy, Jean Vinatier, usw.. Und auch Jürgen Barth liess es sich nicht nehmen, in Frankreich aufzutauchen.
Auch 2017 wieder
Während das Wetter am Samstag sonnig war, zogen am Sonntag Wolken auf, die sich dann ab Mittag regnend entluden.
Bis in Jahr 2020 reicht die Vereinbarung zwischen den Organisatoren von Les Grand Heures und dem Rundkurs von Linas-Montlhéry, entsprechend kann man davon ausgehen, dass auch nächstes Jahr wieder historische Rennfahrzeuge der Extraklasse zusammenkommen werden. Vielleicht kann man bis dahin auch noch einige der organisatorischen Defizite ausräumen und darauf hoffen, dass auch alle angemeldeten Autos wirklich auftreten.






















































































































































































































































































































































































































































Kommentare