Einloggen und mehr sehen: Login
 
 
Jetzt einloggen oder kostenlos registrieren...
... und viel mehr Fotos und Artikel sehen.

Markenseiten

Alles über Jaguar

Aus dem Zeitschriftenarchiv

Suche nach ähnlichem Inhalt

Inserate

Aktuelle Marktpreise (Auswahl)

Preisbereich SEHR HOCH: € 75'001 bis 250'000
Jaguar E-Type 3.8 Serie 1 (1962-1964)
Coupé, 265 PS, 3781 cm3
Preisbereich SEHR HOCH: € 75'001 bis 250'000
Jaguar E-Type 4.2 Serie 1 (1964-1967)
Cabriolet, 265 PS, 4235 cm3
Preisbereich SEHR HOCH: € 75'001 bis 250'000
Jaguar E-Type 3.8 Serie 1 (1962-1964)
Cabriolet, 265 PS, 3781 cm3
Preisbereich SEHR HOCH: € 75'001 bis 250'000
Jaguar E-Type 4.2 Serie 1 (1964-1967)
Coupé, 265 PS, 4235 cm3
Preisbereich HOCH: € 15'001 bis 75'000
Jaguar S-Type 3.4 (1963-1968)
Limousine, viertürig, 210 PS, 3442 cm3
 
 
JM2017: Zwischengas Jahresmagazin 2017
Artikel drucken
Diese Funktion ist nur dann verfügbar, wenn Sie angemeldet sind.

  • Falls Sie einen Benutzernamen haben, melden Sie sich an (Login).
  • Ansonsten können Sie sich kostenlos registrieren!
  • Persönliches Archiv
    Sie können nur dann Inhalte dem persönlichen Archiv hinzufügen, wenn Sie angemeldet sind.

    Sie haben Benutzername und Passwort?
    Dann melden Sie sich an (Login).

    Noch kein Benutzername?
    Die Registrierung ist kostenlos und dauert höchstens eine Minute.

    Originalitätsforschung am Jaguar E-Type 6-Zylinder (Buchbesprechung)

    17. Juli 2017
    Text:
    Dr. Christian J. Jenny / Christoph Ditzler
    Fotos:
    Christoph Ditzler 
    (8)
    Dalton Watson Fine Books 
    (2)
    Dalton Watson Fine Books (Repro Christoph Ditzler) 
    (1)
     
    11 Fotogalerie

    „This book on Jaguar E-type originality is based on research spanning almost five decades, and Drs. Haddock and Mueller include here extensive new information from an exhaustive four-year examination of the Mueller collection of over fifty E-types. As such, the book is archaeological in nature, based more on observations of cars than on factory publications or other literature. The examination of principally un-restored cars, many partly or completely disassembled and still retaining their original configuration, permitted discovery of much detailed information not reported before. The large volume of data used in the compilation of this work permitted statistical analysis of production changes that would be impossible with a smaller data-set. It significantly advances the understanding of the original configuration of these remarkable cars” [Dieses Buch über die originale Konfiguration des Jaguar E-type gründet auf Recherchen, die über fünf Jahrzehnte durchgeführt wurden. Dr. Haddock und Dr. Mueller präsentieren darin neue Informationen aus einer umfassenden, vier Jahre dauernden Untersuchung der Sammlung von Mueller mit über 50 verschiedenen Fahrzeugen. Methodisch eine archäologische Arbeit, beruhen die Ergebnisse eher auf Beobachtungen an den Fahrzeugen, als auf dem Studium der Werks- und anderer Literatur. Die Untersuchung von grundsätzlich unrestaurierten Autos, viele von ihnen teilweise oder ganz zerlegt und immer noch im originalen Zustand, führte zu sehr detaillierten Informationen, die bisher nicht beschrieben wurden. Die grosse Menge an Daten, die für die Zusammenstellung des Buchs verwendet wurde, erlaubte die statistische Analyse von Änderungen in der Produktion, die mit kleineren Datensätzen nicht durchführbar gewesen wären. Es trägt daher in signifikanter Weise zum besseren Verständnis der originalen Jaguar E-type bei].

    Umschlag - Jaguar E-Type Six Cylinder Originality Guide
    © Copyright / Fotograf: Dalton Watson Fine Books (Repro Christoph Ditzler)

    So wird das Buch “Jaguar E-type Six-Cylinder Originality Guide“ auf dem Umschlag angepriesen. Ein Buch, das nur die Sechszylindermodelle des E-types betrachtet, und das sich nur mit den Details der Einzelteile dieser Fahrzeuge beschäftigt? Ja, brauchen wir das? Und wer soll der Käufer, wer der Leser eines solchen Buches sein?

    Christian Jenny, Ehrenmitglied des Jaguar Drivers' Club Switzerland und selbst ein bedeutender Sammler von Jaguars, erzählt: „Als mich mein Freund Mike Mueller aus San Antonio im fernen Texas anrief und mir erzählte, dass er und Dr. Thomas Haddock ein Buch publizieren werden, das als Nachfolger des einstigen Haddock-Buches Jaguar E-type Six-Cylinder Restoration & Originality Guide [Motorbooks International 1991, ISBN: 978-0-87938-516-3] gedacht sei, war ich erst einmal überrascht. Was, das alte und lange vergriffene Haddock-Buch sollte endlich wieder erscheinen? Jenes Buch, auf dessen Neuauflage wir Enthusiasten so lange gewartet haben? ‚Nein, so Mueller, ‚zusammen haben er und Tom ein völlig neues Buch verfasst, basierend auf seiner eigenen Sammlung. Die meisten sind zerlegt, aber in nahezu originalem Zustand. Entsprechend bieten sie vorzügliches Anschauungsmaterial zu den E-types von 1961 bis 1971‘.

    Was dann mit nicht weniger als drei Kilogramm auf meinem Schreibtisch landete, ist ein Werk, wie wir es auch in der doch höchst umfangreichen Jaguar-Literatur bisher so nicht gekannt haben. Wohl als einzige andere Jaguar-Publikation mit ähnlichem Umfang, Stil und Qualität könnte ich jene beiden Bände von Urs Schmid Jaguar XK 120: Anatomie eines Kultobjekts, Band 1 und 2 [Vulkan Verlag 2000/2010, ISBN: 978-3-9521878-0-7/978-3-9521878-2-1], nennen“.

    Das Werk von Haddock und Mueller basiert auf Nachforschungen, welche die beiden - erst einmal unabhängig voneinander, dann seit etwa sieben Jahren gemeinsam - zum Jaguar E-type durchgeführt haben. In englischer (genauer: amerikanischer) Sprache, mit 516 Seiten, 210x300 mm gross, fein gebunden mit 1‘568 Fotos, praktisch alle in Farbe und in höchster Qualität. Alle 6-Zylinder-Modelle des E-type werden darin im Detail beschrieben und auch die kleinsten Änderungen in der Entwicklung sind anhand von Bild und Text dokumentiert.

    Ein Werk wie kaum ein anderes …

    Gleich beim ersten Durchblättern wird klar, bei beiden Autoren scheint die Lust an der Sorgfalt des Wissenschaftlers durch. Nur wer für längere Zeit im methodisch-forschenden Umfeld tätig gewesen ist, in wissenschaftlichen Werken gewühlt und sich mit den Anforderungen an die Exaktheit der Dokumentation eines Forschers herumgeschlagen hat, vermag sich während Jahren an die Entstehung eines Buches wie dieses heranzuwagen. Entsprechend ist der Inhalt von geradezu unschätzbarem Wert. Dabei muss man sich immer vor Augen führen, dass bei Jaguar selbst solche, detaillierte Erkenntnisse heute nicht erhältlich sind. Für eine derart minutiöse Dokumentation hätte es in den Jahren der Produktion des E-type weder aus Kosten- noch aus zeitlichen Gründen gereicht.

    … von den weltweit besten Spezialisten für die E-types

    Christian Jenny kennt beide Autoren persönlich: „Beide Autoren sind mir bekannt. Dr. Tom Haddock, seines Zeichens Ökonom und Unternehmensberater, lebt in Wisconsin, USA. Ich kenne ihn von einem hochspannenden Gespräch zusammen mit Georg Dönni, anlässlich des Pebble Beach Concours d’Élegance von 2011. Mit Dr. Michael Mueller bin ich seit Jahren befreundet. Beruflich war er bis vor wenigen Jahren als Chirurg auf dem Spezialgebiet der Herz-Transplantationen tätig. Heute ist er in erster Linie Sammler von E-type-Teilen. Öfters ist er auch als Restaurator tätig. Er lebt in San Antonio, Texas“.

    Dr. Thomas Haddock ist ein E-type-Kenner der besonderen Art, hat er doch bereits in den 90er Jahren zwei Bücher publiziert: Jaguar E-type Six-Cylinder Restoration & Originality Guide [Motorbooks International 1991, ISBN: 978-0-87938-516-3], und Jaguar E-Type: 6 & 12 Cylinder Restoration Guide [Motorbooks International 2. Auflage 1998, ISBN: 978-0-7603-0396-2]. Beide Bücher erschienen als geheftete Taschenbücher und sind heute vergriffen. Für das erste Buch muss man im Handel für ein gebrauchtes Exemplar zurzeit mindestens 250 CHF und für ein neues oder sehr gutes Exemplar mindestens 500 CHF rechnen.

    Als einer der versiertesten Kenner aller Details von E-types hat Tom Haddock vor bald 50 Jahren begonnen, alle E-types die er irgendwo in den USA gefunden hat, auf ihre Besonderheiten hin zu untersuchen, insbesondere auf Abweichungen von den ersten E-types, die nach Amerika gekommen sind. So konnte er nach langem fact finding erkennen, was sich im Laufe der Evolution des Modell geändert hat und bei welcher Chassis-Nummer. Im erstgenannten Buch zeigte er sogar auf, welche E-types er untersuchte, so z.B. auch das frühe E-type-Cabriolet 875151 im Juni 1979 von Christian Jenny. Die Resultate waren und sind heute noch für jeden passionierten Kenner von E-types eine wahre Fundgrube, gab es doch eine Unzahl von Informationen auch zu den kleinsten Änderungen. D.h. wie die einzelnen Komponenten zu welchem Zeitpunkt ausgesehen haben, dokumentiert mit einer Fülle von Abbildungen (allerdings nur in schwarz-weiss und oft in eher geringer Qualität).

    Dr. Michael Mueller besitzt wohl die einzigartigste Sammlung von E-type-Teilen in der Welt. Der Umfang ist atemberaubend. Ergebnis eines aussergewöhnlichen Lebenswerks. Christian Jenny erzählt:

    „Vor sieben Jahren hatte ich das Vergnügen, Mike zu besuchen. Ich  war von ihm an einem herrlich-sonnigen Samstagmorgen eingeladen worden, auf seine Ranch hinauszufahren.
    Inmitten einer Herde von Texas Longhorns, jenen Rindern mit denen wir aus den Western Movies vertraut sind, fanden sich, erst kaum erkennbar zwischen Bäumen und hohem Gras verborgen, ein halbes Dutzend Lagerhäuser, in denen sauber aufgereiht E-type-Teile schlummerten: Fahrgastzellen von Coupés und Cabriolets soweit das Auge reichte auf verschiedenen Böden übereinander, alle so, dass sie mit einem Gabelstapler herausgenommen werden konnten. Daneben stapelten sich Motorhauben mit eingepressten Louvres, auch Motorhauben der frühesten Serie 1 mit eingeschweissten Louvres, selbst eine Motorhaube entdeckte ich mit seitlichen Löchern für die Verschlüsse, unzählige Hilfsrahmen für den Motor, Türen, Bodengruppen, alles was zur eigentlichen Karosserie gehört. Dann schob Mike das Tor eines anderen Lagerhauses zur Seite und ich betrat ein Eldorado gesäumt mit Motorblöcken auf der einen Seite, Zylinderköpfen auf der anderen. Dazu natürlich noch alles, was zu einem Motor gehörte, wie Vergasergruppen, Dynamos und Generatoren, Luftfiltergehäuse und Anlasser. In einem weiteren Lagerhaus die ganzen Hinterachs-Gruppen, Vorderrad-Aufhängungen, in nochmals einem anderen finden sich Kühler, Scheiben und Interieurs. Wie viele komplette E-types kannst Du hier zusammenstellen? fragte ich etwas naiv. ‚Ich denke bis zur letzten Schraube etwa siebzig,‘ kam die Antwort, ‚aber natürlich findest Du hier weit mehr der wesentlichsten Teile wie Motorblöcke, Zylinderköpfe, Aufhängungen und alles andere, was man sonst mühsam zusammensuchen muss‘. Kurz, noch nie hatte ich auch etwas irgendwie Ähnliches gesehen, noch nie eine solch unglaubliche Fülle von Jaguar-, nein, E-type-Teilen gesehen. Dabei wirkte Mike wie jeder andere Enthusiast manchmal geradezu bescheiden, wenn man auch nur einen Augenblick an all das denkt, was sich hier auf der Ranch stapelt. Und welch ein Gedächtnis: Wohl von seiner medizinischen Ausbildung her war Mike es gewohnt, die Namen von anatomischen Objekten im Kopf zu behalten, aber dass es gleich dutzendweise Teilenummern sind, das ist schon eher aussergewöhnlich. Es war ein denkwürdiges Wochenende, das ich nie hätte missen wollen - einfach so nebenbei fand sich für mich ein praktisch ungebrauchter Motorblock von grösster Bedeutung“.

    Das Buch

    Mike Mueller und Tom Haddock haben mit ihrem Werk einen Standard für die Bewertung der Authentizität und Originalität eines jeden E-types gesetzt. In Zukunft wird es wohl weit schwieriger, wenn nicht unmöglich sein, eine Behauptung zu einer Komponente des E-types in den Raum zu stellen, welche nicht sauber dokumentiert ist. Anhand von unzähligen Beschreibungen und Bildern kann mit Hilfe des Buchs solide belegt werden, was denn für ein bestimmtes Fahrzeug gilt, welches Teil seinerzeit verbaut worden ist, wie es ausgesehen hat, welche Varianten es gegeben hat, welche Nummer eingestanzt wurde und in welcher Weise es verbaut war.

    Ebenso minutiös werden beispielsweise alle Veränderungen in den Karosserie-Blechen gezeigt und eingehend beschrieben.

    Themen zu den Evolutions-Varianten, die im Buch in aller Tiefe diskutiert werden, sind:

    • die Entwicklungen der frühen 3.8 lt. E-types
    • Variationen zwischen frühen und späteren Moss-Getrieben
    • die komplexen Wandlungen der 4.2 lt. Motorblöcke
    • die verschiedenen Entwicklungen der Karosserie-Bleche von Fahrgast-Zelle, Hauben, Türen und Kofferraum-Deckel resp. Coupé-Hecktüren
    • Variationen der verdeckten Markierungen der Instrumente, usw.

    Immer wird anhand von Fotos in grösstmöglichen Details aufgezeigt, wie sich die Mutationen über die Zeit ergaben mit präzisen Angaben zu Zeitpunkt und/oder Chassis-Nummer.

    Behälter und Deckel für die Bremsflüssigkeit (Seiten 224-225) - Jaguar E-Type Six Cylinder Originality Guide
    © Copyright / Fotograf: Christoph Ditzler

    Ein besonderes Anliegen bilden dabei die Teile-Nummern; man könnte sagen, das Werk lebt von der Nummern-Klassifizierung der verschiedenen Modell-Reihen. Ein gutes Beispiel ist das folgende: Die zeitliche Abfolge der Variationen der Karosserie-Bleche wird mit entsprechender Chassis-Nummer aufgelistet und in Bildern gezeigt. Dabei sind es natürlich die frühen E-types der Serie 1, bei denen die gewichtigsten Änderungen erfolgt sind (denn da hatte man an der Browns Lane schliesslich noch am meisten zu lernen). Namentlich gilt die Aufmerksamkeit jenen, den Kennern ins Auge stechenden ersten „magischen“ 500 Einheiten des 3.8 lt. Modells aus der Serie 1. Sie waren es auch, welche in den letzten Jahren eine besondere Aufmerksamkeit von Mr. Market erfahren durften. Hier gleich auch die entsprechenden Chassis-Nummern:

    • RHD Roadster: 850091
    • RHD Coupé: 860004
    • LHD Roadster: 875385
    • LHD Coupé: 885020

    Mit Akribie werden die eingegossenen Teile-Nummern an Motorblock und Zylinderkopf besprochen und jene der eingeschlagenen Nummern: wo befinden sie sich und vor allem was ist ihre Bedeutung. So ist beispielsweise die eingegossene Teile-Nummer am 3.8-lt.-Block C 17200 mit darunterliegendem FF nur an den allerersten E-types zu finden, die noch (handgebaut) aus dem Experimental Department stammten.

    Motorblöcke des 4.2 lt. mit Nummern und Giessdaten sowie Art der Kennzeichnung (Seiten 312-313) - Jaguar E-Type Six Cylinder Originality Guide
    © Copyright / Fotograf: Christoph Ditzler

    Sonst sind es vielmehr Nummern wie FFC.17523, FFC17523, C20012FF, etc. An den Blöcken des 4.2-lt. finden sich Nummern wie C21689FF, C26430FF, C27880FF, C28807FF und C29040FF. Dies als Illustration, mit welcher Präzision die Autoren solche Informationen präsentieren.

    Oder auch jene stets aufkommende Frage vom Übergang zur Serie 1.5 und schliesslich zur Serie 2. Welche graduellen Veränderungen ergaben sich im Laufe jener Evolution? Erst einmal führen Haddock und Mueller eine „Serie 1.25“ ein, die sehr späten Fahrzeuge der Serie 1, die bereits über offene Scheinwerfe verfügten. Es handelt sich um die folgenden Chassis-Nummern:

    • RHD Roadster: 1E1862
    • RHD Coupé: 1E31583
    • RHD 2+2: 1E50974
    • LHD Roadster: 1E14535
    • LHD Coupé: 1E34120
    • LHD 2+2: 1E77010

    Auch Beschreibungen von den Werkzeugen für den E-type sind im Buch von Haddock und Mueller in grosser Zahl zu finden. So wird z.B. auch dem Shelly Jack mit drei teleskopisch herausschraubbaren Sektionen gebührende Aufmerksamkeit gewidmet und dann dessen Ablösung, der flache Metallifacture Jack beschrieben.

    Die Dokumentation der "Shelly Jacks" (Seiten 148-149) - Jaguar E-Type Six Cylinder Originality Guide
    © Copyright / Fotograf: Christoph Ditzler

    Aus Sicht des Sammlers wohl zwei der wertvollsten Abschnitte sind die beiden Teile in Appendix 1: 3.8-Liter Changes by Serial Number und 4.2-Liter Changes by Serial Number. Darin werden alle in der Evolution der Modelle sich ergebenden Änderungen nach Chassis-Nummer, resp. Motor- oder Getriebenummern, aufgelistet.

    Für wen ist das Buch gedacht?

    Nun fragt man sich mit Recht, für wen ist denn eine solche umfangreiche Dokumentation von Teilen mit all ihren Variationen und Nummern überhaupt gedacht? Es mag manch ein passionierter E-type Enthusiast, manch eine passionierte E-type Enthusiastin geben, welche sich wundert, ob sie dies alles zu wissen braucht: „Mir ist doch Wurscht, ob sich bei meinem E-type die richtige Nummer am Getriebe findet, ob bei mir der richtige Dynamo dreht, ob meine Benzinanzeige das richtige Zifferblatt hat, solange alles funktioniert; wichtig ist mir doch einfach, dass mir mein E-type dieses spezielle, atemberaubende Vergnügen bereitet!“.

    Instrumente und Schalter (Seiten 276-277) - Jaguar E-Type Six Cylinder Originality Guide
    © Copyright / Fotograf: Christoph Ditzler

    Christian Jenny hält solchen Argumenten bei aller Sympathie mit Nachdruck entgegen: „Nein, bitte kaufen Sie dieses Buch nicht, es bringt Ihnen höchstens Ärger. Schauen Sie sich vielmehr nach der gängigeren E-type-Literatur um. Etwa Glen Smale, Jaguar E-type: Porträt einer Design-Ikone [deutsch, Heel Verlag 2008, ISBN: 978-3-86852-027-9]; Paul Skilleter, Der Jaguar E-type: Collectors Guide Band I [deutsch, 2. Auflage, Heel Verlag 1988, ISBN: 978-3-922858-90-4]; Philip Porter, Jaguar E-type - The Definitive History [englisch, 2nd Edition, Haynes Publishing 2011, ISBN: 978-0-85733-122-9]; Paul Skilleter, All About The Jaguar E-type [englisch, PJ Publishing 2010, ISBN: 978-0-9550102-8-6]“.

    Jener oder jene Passionierte hingegen, welcher und welche sich mit den umfassendsten Einzelheiten ihres E befassen wollen, für sie ist es genau richtig. Wer sich den alten Haddock aus dem Jahr 1991 nicht leisten wollte (heute antiquarisch gebraucht ab ca. CHF 350 und neu ab ca. CHF 500 erhältlich), für sie und ihn ist es gedacht und natürlich für eine weitergespannte Leserschaft. Man kann sich darin vertiefen und das Glücksgefühl darin finden, dass in seinem eigenen E der Aschenbecher der richtige ist, die Rücklichter stimmen und der passende Spannungs-Regler eingebaut ist. Auch kann man sich wundern, ob man je den korrekten Verteiler finden wird, wie er von Haddock/Mueller gezeigt und beschrieben wurde.

    Die Veränderungen am Gasgestänge ab Januar 1962 (Seiten 188-189) - Jaguar E-Type Six Cylinder Originality Guide
    © Copyright / Fotograf: Christoph Ditzler

    Hier auch der Tipp zum Lesen des Buches: Nein, drei Kilogramm spätnachts im Bett zu stemmen, empfiehlt sich kaum. Auch nicht zur Geisterstunde am Esstisch Seite um Seite zu lesen. Christian Jenny empfiehlt vielmehr: „Man bringe einen Kaffeetisch, einen Stuhl, das Buch, Block und Papier, sowie eine anständige Leuchte in die Garage und stelle dies alles gleich neben seinen E-type, vielleicht ein Bier oder ein Glas eines speziellen Weins dazu, aber bestimmt eine gute Taschenlampe. Und dann beginne man bei irgendeinem der Kapitel: Lesen, suchen, vergleichen und notieren. So gehe man sein Passionsobjekt durch, erfahre die Befriedigung, wenn es stimmt, rechtfertige sich innerlich, wenn eben nicht, und bald einmal bleibt eine Genugtuung, dass man seinen E-type wirklich kennt (oder zumindest einigermassen!)“.

    Umschlag - Jaguar E-Type Six Cylinder Originality Guide
    © Copyright / Fotograf: Dalton Watson Fine Books

    Bibliografische Angaben:

    • Titel: Jaguar E-type Six-Cylinder Originality Guide
    • Autoren: Dr. Thomas F. Haddock & Dr. Michael C. Mueller
    • Sprache: Englisch
    • Verlag: Dalton Watson Fine Books
    • Auflage: 1. Auflage der erweiterten Fassung 2017
    • Format: Gebunden mit farbigem Umschlag, 219 x 304mm
    • Umfang: 516 Seiten, 1‘568 überwiegend farbige Fotos
    • ISBN-Nummer: 978-1-85443-284-1
    • Preis: CHF 152.00 oder ab EUR 115.99
    • Kaufen/bestellen: Online im Dönni Classic Car AG Shop , online bei amazon.de oder im einschlägigen Buch-/Fachhandel

    Alle 11 Bilder zu diesem Artikel

    ···
     
    Quelle:

    Neueste Kommentare

     
     
    to******:
    18.07.2017
    Und eine Frage in die Runde der Detail-Experten: Hier wird von einer Serie 1.25 bei den E-Types gesprochen die wohl einfach die Lampen vorne offen hatten, sonst aber alle (oder die meisten) Elemente der Serie 1 wie offenes Handschuhfach, die alten Kippschalter, Curly Hubs, etc. aufwiesen. Kann es aber sein, dass während einer Übergangszeit E-Types mit offenen Lampen vorne nach USA gingen und parallel solche mit geschlossenen in die EU? Aber bereits ohne Metallkeder unterhalb der Plexiglasabdeckungen? Aber noch mit Nut? (Bei der Serie 1.5 war diese ja meines Wissens nach nicht mehr sichtbar.) Denn ich habe genau so ein EU-Modell welches dies betrifft. Bei mir sind die Plexiglasabdeckungen dran, bei ähnlichen Seriennummern in die EU ausgeliefert auch, bei den meisten in die USA ausgelieferten Fahrzeugen hingegen nicht. Oder aber es wurden einfach einige später mit Plexiglas nachgerüstet...
    Möchten Sie einen Kommentar abgeben?
  • Sie haben bereits einen Benutzernamen für Zwischengas?
    Dann melden Sie sich an (Login).
  • Sie haben noch kein Profil bei Zwischengas? Die Registrierung ist kostenlos und geht ganz schnell.
  • Markenseiten

    Alles über Jaguar

    Aus dem Zeitschriftenarchiv

    Suche nach ähnlichem Inhalt

    Inserate

    Aktuelle Marktpreise (Auswahl)

    Preisbereich SEHR HOCH: € 75'001 bis 250'000
    Jaguar E-Type 3.8 Serie 1 (1962-1964)
    Coupé, 265 PS, 3781 cm3
    Preisbereich SEHR HOCH: € 75'001 bis 250'000
    Jaguar E-Type 4.2 Serie 1 (1964-1967)
    Cabriolet, 265 PS, 4235 cm3
    Preisbereich SEHR HOCH: € 75'001 bis 250'000
    Jaguar E-Type 3.8 Serie 1 (1962-1964)
    Cabriolet, 265 PS, 3781 cm3
    Preisbereich SEHR HOCH: € 75'001 bis 250'000
    Jaguar E-Type 4.2 Serie 1 (1964-1967)
    Coupé, 265 PS, 4235 cm3
    Preisbereich HOCH: € 15'001 bis 75'000
    Jaguar S-Type 3.4 (1963-1968)
    Limousine, viertürig, 210 PS, 3442 cm3