Alfa Romeo Alfetta – Die Königin der Voituretten
Zusammenfassung
Die Alfetta 158 dürfte einer der erfolgreichsten Rennwagen in der Rennsportgeschichte überhaupt sein: Zusammen mit dem für die Saison 1951 weiterentwickelten Typ 159 wurden in 54 Rennen zwischen 1938 und 1951 nicht weniger als 47 Siege herausgefahren. Ein Rekord, selbst wenn der 2. Weltkrieg in diese Zeitspanne fällt! Doch so abenteuerlich wie ihre Sportgeschichte ist auch die Entstehung der Alfetta.
Dieser Artikel enthält folgende Kapitel
- Pferde vor dem Wagen
- Erster Start – erster Sieg
- Im Versteck überlebt
- Die totale Dominanz
- Denkwürdiger Auftakt in Silverstone
- Säuft – aber läuft!
- Drei «F» für die Geschichtsbücher
- Alfa Romeo Alfetta 158 Resultate:
- Alfa Romeo Alfetta 159 Resultate:
- Alfa Romeo Alfetta Fahrgestellnummern:
Geschätzte Lesedauer: 17min
Leseprobe (Beginn des Artikels)
Die 1938 erstmals eingesetzte Alfetta 158 dürfte einer der erfolgreichsten Rennwagen in der Rennsportgeschichte überhaupt sein: Zusammen mit dem für die Saison 1951 weiterentwickelten Typ 159 wurden in 54 Rennen zwischen 1938 und 1951 nicht weniger als 47 Siege herausgefahren. Ein Rekord, selbst wenn der 2. Weltkrieg in diese Zeitspanne fällt. Doch so abenteuerlich wie ihre Sporterfolge ist auch die Entstehungsgeschichte der Alfetta. Ihren Ursprung hat der Alfa Romeo Tipo 158 nicht in Portello, sondern in Modena, in der Werkstatt von Enzo Ferrari. Er war seit 1929 für die Einsätze der Alfa-Romeo-Rennwagen verantwortlich, die er ab 1933 von Modena aus dirigierte. In den 30er Jahren war mit dem Alfa Romeo P3 gegen die Übermacht der deutschen Mercedes- und Autounion-Rennwagen längerfristig nichts auszurichten – abgesehen vom überraschenden Erfolg von Tazio Nuvolari, ausgerechnet im Grand Prix von Deutschland 1935. Alfa Romeo überlegte deshalb, für den Grand Prix von Tripolis 1938 einen Rennwagen zu bauen, der dem spezifischen, technischen «Voiturette-Reglement» entsprach, um auf die Siegesstrasse zurückzukehren. Ferrari schaffte es, das Direktorium in Mailand zu überzeugen, die Alfetta in Modena zu bauen, denn in Portello war die Rennabteilung erheblich verkleinert worden, um Ressourcen für die Entwicklung von Flugzeugmotoren und Militärfahrzeugen frei zu bekommen. Weder der damalige Direktor Ugo Gobbato, noch Vittorio Jano, der an der Weiterentwicklung des Tipo «C» arbeitete, hatten etwas dagegen. Und Wifredo Ricart, das spanische Ingenieur-Ausnahmetalent – und als potentieller Nachfolger des ebenfalls genialen Vittorio Jano gehandelt – kam es ebenso gerade recht, Ferrari weniger begegnen zu müssen und sich ungestört der Entwicklung der Rennwagen Tipo 162, Tipo 316 und einem Boliden mit 1,5-l-Heckmotor und 338 PS, der aber nicht über ein Studienmodell hinauskam, widmen zu können.
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