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Bild (1/9): Renault R8 Major (1964) - Glänzt dank Heckmotor und -Antrieb auch auf schlechten Wegen mit viel Traktion (© Bruno von Rotz, 2011)
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    Verliebt in einen Major - Renault R8 Major von 1964

    Erstellt am 23. Januar 2012
    Text:
    Bruno von Rotz
    Fotos:
    Balz Schreier 
    (15)
    Bruno von Rotz 
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    Artcurial 
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    “Vier Plätze für Familienreisen mit maximalem Komfort, vorne laden zwei Klubfauteuils der Sonderklasse, hinten eine breite, mollig weiche Sitzbank die Passagiere zur genussreichen Fahrt ein ....”, so tönte es im Verkaufsprospekt, der den Renault R8 im Jahre 1962 anpries.

    Ja, ein wenig Marketing-Anschub benötigte der Renault R8 schon, denn er war weder revolutionär, noch spektakulär. Im Prinzip war er ein modernisierter und vergrösserter Renault Dauphine, was aber nichts Schlechtes war. Und so erfreute er sich denn auch eines erstaunlich langen Lebens.

    Über 25 Jahre Evolution statt Revolution

    1947 hatte Renault mit dem 4 CV (auch Renault ‘Heck’ genannt) das erste Nachriegsmodell der Marke präsentiert, ausgestattet mit vier Sitzen, vier Türen und einem wassergekühlten Heckmotor. 1956 erschien parallel dazu der Renault Dauphine, übernahm die bewährte Bauweise des 4 CV, bot aber bereits fünf Sitzplätze und ein Vierganggetriebe.

    Auf dieser bewährten Basis stellte Renault 1962 dann den grösseren R8 vor. In einem Interview schilderte Ingenieur Fernand Picard, Leiter der Entwicklungs- und Forschungsabteilungen der Régie Nationale des Usines Renault, im November 1962 das Pflichtenheft für den R8. Er sollte grösser werden als die Dauphine, mehr Komfort und mehr Leistung bieten. Es sollte in grosser Serie über viele Jahre hinaus gebaut werden und eine moderne, aber zeitlose Karosserie erhalten und technisch dermassen konzipiert sein, dass er den Gebrauchsansprüchen der Zukunft entspräche.

    Entsprechend gab Picard dem R8 einen neu konstruierten fünffach gelagerten Vierzylindermotor und neu konzipierte Radaufhängungen (vorne Trapez-Dreieckquerlenker und Schraubenfedern, hinten Pendelachse) auf den Weg. Der Motor leistete, als Langhuber ausgelegt, 41 PS bei 5’200 Umdrehungen pro Minute. Dies reichte, gemäss den Messungen der ADAC Motorwelt, für rund 125 km/h und weniger als 25 Sekunden für den Sprint auf 100 km/h.

    Vor allem aber erhielt der R8 eine modern gestaltete, selbsttragende Karosserie, die sich wohltuend von der Konkurrenz abhob und gleichzeitig auf modischen Schnickschnack verzichtete.

    Der Renault R8 als Schrittmacher

    Der Renault R8 erwies sich in vielerlei Hinsicht als Klassenprimus. Mit Scheibenbremsen rundum konnte 1962 kaum ein Auto vergleichbaren Preisniveaus auftrumpfen. Auch einen geschlossenen (versiegelten) Kühlmittelkreislauf bot sonst kaum ein Auto der Zeit, die Wartungsintervalle waren vergleichsweise lange und der Wagen war ausserordentlich komfortabel und praktisch ausgelegt.

    Im Januar 1964 verwöhnte man R8-Fans mit einem grösseren und stärkeren Motor mit 1,1 Liter Hubraum. Die neue Version wurde “Major” genannt. Zwar war die Leistung nur um rund gut drei PS angestiegen, das Drehmoment konnte aber um rund 20% gesteigert werden. Gekoppelt mit einem nun vollsynchronisierten Vierganggetriebe ermöglichte der R8 Major noch bequemeres Reisen bei tieferen Drehzahlen, was dem Verbrauch und der Langlebigkeit förderlich war.

    Grosse Sprüche

    Wie schon eingangs erwähnt, hielten sich die Renault-Verkäufer nicht zurück! “Achtmal überlegen”, texteten sie. Und als der sie den Major ankündigten, schwärmten sie vom modernen, plombierten Aviatik-Kreislauf-Kühlsystem des Motors, welches die Vorteile der Wasser- und der Luftkühlung vereine. Und sie lobten den “Extra-Komfort”,  der durch das einzigartige Lüftungs- und Heizsystem, die generöse Innenausstattung in Verbindung mit noch verbesserter Geräuschdämpfung wirkliche Luxus-Atmosphäre vermittle.

    Zuverlässig und vertrauenserweckend

    Mit ihren selbstbewussten Beschreibungen lagen die Renault-Marketingleute allerdings gar nicht so falsch. Die Fachpresse jedenfalls pflichtete ihnen in vielem bei, sogar die gegenüber französischen Fahrzeugen sicher besonders kritischen deutschen Magazine.

    Die Fachzeitschrift “Auto Motor und Sport” führte mit dem Renault R8 Major einen Dauertest über 50’000 km durch und errechnete mit 11.3 Pfennig je Kilometer tiefere variable Betriebskosten als beim VW Käfer Export oder beim Opel Kadett S. Fahrleistungstechnisch hängte der R8 den Käfer sowieso ab, bereits nach 19 Sekunden waren 100 km/h erreicht, während der Käfer sich dafür gute 30 Sekunden nahm. In der Höchstgeschwindigkeit musste selbst der 10% stärkere Opel Kadett S seine Waffen strecken, gegen die 137 km/h des R8 war kein Kraut gewachsen. Laut waren sie alle, diese Autos damals. 79 Phon bei 100 km/h produzierten R8 und Opel Kadett, der Käfer schaffte 80, der NSU Prinz 1000 sogar 83. Aber damals musste ja noch niemand auf die Ansagen eines Navigationsgerätes hören oder via Freisprechgarnitur kommunizieren.

    Mit durchschnittlich 8,45 Litern pro 100 km über 50’000 km zeigte sich der Renault R8 auch mustergültig sparsam.

    Der Renault R8 bewies sich aber auch bezüglich Zuverlässigkeit weitgehend als Musterschüler, der problemlos mit den Aushängeschildern der deutschen Industrie mithalten konnte.

    Fast alles am Renault R8 fand zustimmende Worte. So lobte ‘hobby’-Tester Kranz den Antrieb: “Bei dem elastischen 1100-ccm-Motor kann man praktisch immer einen Gang höher wählen als beim R 8. Der Motor hat überraschend hohe Kraftreserven, und man muß schon auf Motoren über zwei Liter zurückgreifen, um ein Pendant zu finden.”

    Nur die Seitenwindempfindlichkeit und das im Grenzbereich nicht ganz problemlose Fahrverhalten (Stichwort Übersteuern) wurden in den vielen Testberichten immer wieder kritisiert.

    Günstig, aber nicht billig

    “Gehört der Renault R8 Major bereits in die echte Mittelklasse” fragte sich nicht nur der ‘hobby’-Tester, sondern auch andere Journalisten. Tatsächlich lag der R8 irgendwie zwischen den herkömmlichen Fahrzeugklassen.

    Von den Abmessungen war er mit 3,995 Metern Länge und 1,49 Metern Breite kompakt, von den Fahrleistungen und vom Komfort konnte er aber sehr wohl mit dem VW 1500 oder sogar mit einem Opel Rekord konkurrieren.

    Auch preislich war der Renault R8 nicht billig. Anfangs 1965 kostete ein R8 Major mit dem 1,1-Liter-Motor DM 5’900 in Deutschland, 42’300 öS in Österreich und CHF 7’290 in der Schweiz. Ein VW Käfer 1200 Export war in allen Ländern 10 bis 20 % günstiger zu haben, ein Opel Kadett S war in Deutschland deutlich preiswerter, in der Schweiz und in Österreich unwesentlich billiger. Für das Gebotene aber konnte der R8 als durchaus günstig bezeichnet werden.

    Bequeme und heisse Varianten

    Bereits 1963 ergänzte Renault die Baureihe R8 um eine Automatik-Version, die mittels einer Magnetpulverkupplung nach System Jäger und einem vollsynchronisierten Dreiganggetriebe die Gänge selbständig und ohne Kupplungspedal wechseln konnte.

    Ein richtig heisses Eisen kam mit Hilfe des “Werks”-Tuners Gordini auf den Markt. Der Renault R8 Gordini leistete mit 86 PS beinahe doppelt soviel wie die normale Version und die Luft ging im erst bei echten 170 km/h aus. Mit DM 9’100 kostete der kompakte Bolide zwar fast doppelt soviel wie seine zivilen, nicht durch blaue Lackierung und weisse Streifen geadelten Serienpendants. Dies hinderte die sportlichen Jungfahrer der Sechzigerjahre aber nicht daran, zuzugreifen und mit dem Wagen auf Renn- und Rallye-Strecken zum Wettkampf anzutreten.

    Richtig liebenswert

    Man muss ihn einfach lieben, den Renault R8 Major. Kompakt und stämmig steht er mit seiner kantigen und schnörkellosen Karosserie auf zwar grossen, aber schmalen 15-Zoll-Rädern. Die weit öffnenden Türen geben Zutritt zu einem luftigen Innenraum. Wir setzen uns an das dünne und leichtgängige Lenkrad und bewundern den Bandtacho von Jaeger. Eine Tankanzeige gibt es auch und mehrere Ablagefächer, wovon eines sogar verschlossen werden kann. Der Schalthebel sitzt zwischen den Sitzen, die Pedale sind wegen der Radhäuser etwas zur Mitte verschoben.

    Die Bedienungselemente sitzen dort, wo man es erwartet oder sie nach kürzester Suche auch findet.

    Gestartet wird mit dem Zündschlüssel und schon röhrt der Vierzylinder im Heck in seiner speziellen luftigen Note. 44,5 PS sind nicht viel, aber wenn sie auf nur 760 kg treffen, sorgen sie für ausreichende Fahrleistungen. Die Höchstgeschwindigkeit von über 130 km/h wollen wir zum Schutz unserer Ohren nicht erkunden, Landstrassentempo aber lassen wir uns gerne gefallen.

    Die Schaltung ist leidlich exakt und beim Gangwechsel von zweiten zum dritten Gang kommt man den Beinen der Mitfahrerin manchmal vielleicht näher, als es die Etikette zulassen würde.

    Man kann verstehen, dass der R8 ein beliebtes Familienauto war, auch auf der Rückbank sind die Platzverhältnisse ganz passabel, solange vorne wie hinten keine Sitzriesen untergebracht werden müssen. Der gut zugängliche Kofferraum vorne schluckt reichlich Gepäck, so dass auch längere Urlaubsreisen machbar sind.

    Enge Passstrassen sind genausowenig ein Problem, wie schmale Ortsdurchfahrten oder knappe Parklücken, in diesen Situationen zeigt der Major auch manchem modernen Fahrzeug den Meister. Und lässt den Fahrer glücklich lächeln. Es fällt leicht, sich in den kleinen Franzosen zu verlieben.

    Heute günstig bis sehr teuer

    Während normale R8-Modelle nachwievor günstig zu haben sind, für einen gepflegten R8 Major muss man gemäss Marktbeobachter Classic Data um die Euro 5’000 oder CHF 7’000 anlegen, sind die Gordini-Modelle bereits in völlig andere Sphären abgedriftet. Immerhin Euro 52’420, respektive CHF 63’743 war einem Sammler Ende 2011 bei einer Versteigerung von Artcurial ein schöner R8 Gordini wert.

    Unterhaltstechnisch sollten die normalen R8-Modelle kaum Kopfschmerzen auslösen, denn einerseits sind sie robust gebaut, andererseits sind dank der langen Bauzeit Teile noch relativ gut verfügbar. Wobei natürlich auch diese Regel ihre Ausnahmen hat. 1,329’372 Exemplare wurden vom Renault R8 gebaut, weniger als von der Dauphine, aber immer noch genug, um die Preise wohl auch in den kommenden Jahren tief zu halten.

    Spass machen wird ein gut unterhaltener R8 aber immer, denn Fahrspass hat gottseidank mit Geld nur wenig zu tun.

    Weitere Informationen

    Wir danken der Oldtimer Galerie Toffen , die uns die Gelegenheit verschaffte, uns in den Renault R8 Major von 1964 zu verlieben.

    Alle 76 Bilder zu diesem Artikel

    ···
     
    Quelle:

    Neueste Kommentare

     
     
    ax******:
    16.08.2016 (12:07)
    Ich besitze einen R8 Bj. 69 und kann dem Bericht über den echten R8 nur zustimmen. Fahrspass pur und zuverlässige Technik sind auch heute schwer zu toppen. Wie in meiner Jugend freue ich mich jedes mal auf Ausfahrten und Treffen mit Gleichgesinnten.
    Axel Gerth
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