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Bild (1/1): Sunbeam Tiger Mk 1A (1967) - während die ersten Serien mit einem "260"-Schild aufwarteten, trugen die späteren ein "V8"-Emblem (© Karissa Hosek - Courtesy RM Auctions, 2015)
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    Sunbeam Tiger - die Cobra im Zobel

    26. Februar 2015
    Text:
    Bruno von Rotz
    Fotos:
    Karissa Hosek - Courtesy RM Auctions 
    (18)
    Pepper Yandell - Courtesy RM Auctions 
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    Einen grossen Motor in ein kleines Auto einbauen, dies führte immer wieder zu interessanten und reizvollen Sportwagen. Der berühmteste dieser Schöpfungen ist vermutlich die AC Cobra, kein Wunder also wandte sich Sunbeam an Carroll Shelby, um ihrer Schöpfung namens Tiger Manieren beizubringen.

    Sunbeam Tiger Mk 1A (1967) - optisch kaum vom schwächeren Alpine unterscheidbar
    © Copyright / Fotograf: Karissa Hosek - Courtesy RM Auctions

    Wieder die Amerikaner

    Entstanden war der Sunbeam Tiger auf Initiative des Rootes-Vertreters Ian Garrard in Los Angeles, dem offensichtlich ein heisser Sportwagen im Angebot fehlte. Carroll Shelby unterstützte den umtriebigen Geschäftsmann und zusammen ersetzten sie den rund 80 PS starken 1,6-Liter-Vierzlinder-Motor idurch einen V8 aus dem Ford Falcon. Den fertigen Wagen (es gab auch noch eine zweite Version, die Ken Miles mit V8 und Automatikgetriebe zusammenstückelte) brachte Garrard nach England und zeigte ihn im Rootes Hauptquartier vor mit den Worten: “Dies ist ein Wagen, den wir in den Staaten verkaufen können”.

    Überraschenderweise adoptierten die Rootes-Leute den erstarkten Sportwagen, überarbeiteten ihn (während fast zwei Jahren) und brachten ihn 1964 als eigenständiges Modell heraus.

    Namenswirren

    In der Folge kursierten unterschiedliche Bezeichnungen für den schnellen Sunbeam, je nach Land und Jahr wurde er Alpine 260, 4,2 Litre, 260, Tiger, Tiger V8 oder Tiger 260 genannt. Und im Vergleich zur Cobra wurde der schnelle Sunbeam auch zum kommerziellen Erfolg, denn es wurden rund 7100 Exemplare der ersten und zweiten Serie gebaut.

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    Sanfter Umbau

    Beim Umbau vom Vierzylinder auf den Achtzylinder wurde nicht zuletzt aus Kostengründen sowenig geändert wie möglich, was bei der Verdreifachung des Drehmoments durchaus für hochgezogene Brauen sorgten konnte. Allerdings stieg das Gewicht nur um rund 150 kg auf 1145 kg.

    Sunbeam Alpine (1965) - elegantes Cabriolet
    © Zwischengas Archiv

    Die Karosserie, die mit dem Alpine bereits 1959 auf den Markt kam, dank der zeitlosen und eleganten Form aber auch in den Sechzigerjahren attraktiv wirkte, blieb unverändert. Am Fahrwerk wurde mit Ausnahme der Anbringung eines zusätzlichen Querstabilisators hinten ebenfalls alles gelassen wie es war, was vorne Einzelradaufhängungen an Trapez-Dreiecksquerlenkern, hinten eine Starrachse an halbelliptischen Längsblattfedern bedeutete. Weil der Motor mehr Raum benötigte musste die Lenkung von Kugelkreislauf auf Zahnstange umgebaut werden.

    Sunbeam Alpine 260 (1965) - 164 PS bei 4400 U/min - für den V8-Motor musste einiges angepasst werden im Motorraum
    © Zwischengas Archiv

    Um den grossen Motor möglichst weit hinten einbauen zu können, wurde die Spritzwand abgeändert, zudem musste Platz für das Ford-Getriebe geschaffen werden. Insgesamt bewirkten die Anpassungen eine Verschiebung des Schwerpunkts nach hinten und eine stärker belastete Hinterachse, was dem Handling zum Vorteil gereichte.

    Überraschend gute Fahreigenschaften

    Paul Frère, als Rennfahrer und als Journalist eine bekannte Grösse, testete den Tiger im Jahr 1965 ausgiebig über 9000 km für die Zeitschrift Auto Motor und Sport. Er kam mit dem Wagen offensichtlich gut zurecht, obschon die eigentlich vorgesehen hinteren Zusatzstabilisatoren am Werks-Demonstrator (Kennzeichen EDU 295 C) noch fehlten. Frère lobte die Richtungsstabilität, die geringe Seitenneigung, tadelte allerdings das Verhalten unter Last, weil die Hinterachse dann zum Trampeln neigte. 8,9 Sekunden wurden notiert für den Sprint von 0 auf 100 km/h, 189,5 km/h betrug die Höchstgeschwindigkeit und 15,4 Liter der Durchschnittsverbrauch im Test.

    Sunbeam Tiger 260 (1964) - die schnelle Version in der Steilkurve
    © Zwischengas Archiv

    “Das grösste Handicap des Sunbeam Tiger ist mit Sicherheit, dass er bisher zu wenig bekannt ist. Denn an Beschleunigung bietet er wahrscheinlich mehr als jedes andere Auto vergleichbaren Preises; auf dem Gebiet übertreffen ihn nur Autos, die mindestens doppelt soviel kosten, und auch dann sind es nur wenige. Es ist erstaunlich, wie gut das Fahrgestell mit der enormen Leistungssteigerung im Vergleich zu dem normalen Alpine fertig wird”, kommentierte Frère.

    Sunbeam Alpine 260 (1965) - im Testbetrieb
    © Zwischengas Archiv

    Etwas weniger begeistert zeigten sich die Tester der Automobil Revue, sie äusserten einige Vorbehalte bezüglich des Fahrverhaltens, das ständige Aufmerksamkeit verlange und nach ständigen Lenkkorrekturen rufe.

    Interessant ist natürlich das Echo in den USA, denn für diesen Markt war der Wagen ja konzipiert worden. Die Zeitschrift Road & Track veröffentlichte im November 1964 ihren ersten Testbericht und nutzte dabei nicht nur die 164-PS-Standard-Version sondern auch eine auf 245 PS gesteigerte schnellere Variante. Gerade die schnellere Version schien den Testern aber wenig sinnvoll zu sein, denn der Tiger wurde eher als schneller Reisewagen denn als Rennwagen interpretiert. Zudem zeigte sich die 80 PS stärkere Version erst ab 60 Meilen beim Beschleunigen wirklich überlegen. Die 164-PS-Variante aber überzeugte die Leute von Road & Track und zwar nicht zuletzt auch wegen des günstigen Preises.

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    Preislich attraktiv

    USD 3598 kostete der Sunbeam Tiger 1964 in den USA, in der Schweiz betrug der Neupreis 18’000 Franken, in Deutschland 16’450 DM. Gegenüber dem Sunbeam Alpine bedeutete dies zwar einen Aufschlag von rund 45 %, aber ein Porsche 356 C kostete 18’500 Franken, ein Alfa Romeo Giulia Sprint GT 17’900 Franken, und beide hatten den Fahrleistungen des Tigers nichts entgegenzusetzen.

    Mit 260 km/h über die Hunaudières

    Dass der Sunbeam Tiger kein Boulevard-Cruiser war, sondern auch für den schnellen Einsatz im Rennsport taugte, dies wollten die Rootes-Leute von Anfang an beweisen. So sandten sie zwei Exemplare ihres Sportwagens im Jahr 1964 nach Le Mans und die speziell vorbereiteten Fahrzeuge beeindruckten durchaus mit den 260 Sachen, die sie auf der langen Hunaudières-Geraden schafften. Schlussendlich erreichten sie das Ziel aber nicht, schieden nach 37, respektive 118 Runden aus, als der eine Wagen abbrannte und der andere einen Motorschaden erlitt.

    Sunbeam Alpine 260 (1965) - an der Rallye Monte Carlo 1965
    © Zwischengas Archiv

    Besser in Szene setzen konnte sich der Tiger an der Rallye Monte Carlo des Jahres 1965, wo die Plätze 4 und 11 herausschauten.
    Noch positiver endeten Renneinsätze in den Vereinigten Staaten. Zudem war der Sunbeam Tiger für zwei Jahre Rekordhalter der American Hot Rod Association auf der Viertelmeile mit 12,95 Sekunden.

    Erfolg als Fernseh- und Filmstar

    Einen grossen Auftritt hatte der Sunbeam Tiger in der Fernseh-Serie “Get Smart” (“Mini-Max” hiess der Synchronfassungstitel). Als Agentenfahrzeug mit diversen James-Bond-artigen Zubehören ausgerüstet, tauchte er in mehrere Folgen auf. Auch der Kinospielfilm, der 2008 auf Basis der Serie erschien, spielte der Sunbeam Tiger wieder eine Nebenrolle.

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    Mehr Cobra mit der Serie II

    Für das Jahr 1967 wechselte Sunbeam vom 4,2- zum 4,7-Liter-Motor des Ford Mustang, was nun 289 “Cubic Inches” bedeutete und exakt dem Hubraum entsprach, den auch die kleinere Shelby (AC) Cobra Mitte der Sechzigerjahre spazieren führte.

    Nunmehr rund 200 PS beschleunigten den Tiger II, wie er genannt wurde, auf fast 200 km/h. Weil inzwischen Chrysler Sunbeam übernommen hatte, durfte “Ford” natürlich nicht mehr auf dem Wagen erscheinen und so zierte ein Schild “Sunbeam V8” die Flanken.

    Sunbeam Tiger (1967) - Rallye-Steifen auf dem 67-er-Modell
    © Zwischengas Archiv

    Die Zeitschrift “Road & Track” widmete dem erstarkten Tiger 1967 nochmals einen Testbericht. Das grössere Temperament des nun mit Rallye-Streifen verzierten Tiger II wirkte sich in einer 0,3 Sekunden kürzeren Beschleunigungszeit für den Sprint von 0 bis 60 Meilen pro Stunde (96 km/h) und einer um 4 Meilen pro Stunde höheren Spitzengeschwindigkeit aus.

    Noch immer trampelte die Hinterachse, aber die Tester entdeckten auch ein paar Komfort-Verbesserungen im Interieur, so etwa das bequemer positionierte Lenkrad und die komfortableren Sitze, die allerdings weniger Seitenhalt boten als ihre Vorgänger.

    Die Serie II währte allerdings nur kurz, nur 633 (andere Quellen nennen 571) Fahrzeuge der zweiten Serie wurden produziert.

    Rost und Basteltum als Feinde

    Mit ihrer selbsttragenden Karosserie mit vielen Hohlräumen und Ecken boten die Sunbeam Tiger (und Alpine) dem Rost viele Angriffsflächen, so dass die rote Pest der Hauptfeind des hübschen Sportwagens war. Als zweite Gefahr galt das hohe Tuning-Potential, die die verwendeten Komponenten versprachen. Kaum ein Tiger blieb im Ursprungsustand, entsprechend selten sind heute gut erhaltene und originale Sunbeam Tiger.

    Sunbeam Tiger Mk 1A (1967) - Holzlenkrad und Holzfurnier für das Armaturenbrett
    © Copyright / Fotograf: Karissa Hosek - Courtesy RM Auctions

    Der in diesem Bericht portraitierte späte Sunbeam Tiger der Serie 1 wird am 14. März 2015 von RM in Amelia Island versteigert. Der Schätzpreis für Fahrgestell B382002093 LRXFE wurde auf USD 125’000 bis 175’000 festgesetzt.

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    ···
     
    Quelle:

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    MIKE DREHER:
    28.02.2015 (22:23)
    Das war ein Wahnsinnauto! Ich hatte mal in rather young years ein halbes Jahr einen zur Verfügung. Vor allem am Rotlicht, wenn man einen deutschen Sportwagen stehen lassen konnte, wenn möglich noch mit D-Schildern!
    JUSTGREAT!
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